Tourismus

Corona-Öffnungsschritte im Norden von Montag an in Kraft

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dpa
Daniel Günther (CDU), Ministerpräsident von Schleswig-Holstein.

Daniel Günther (CDU), Ministerpräsident von Schleswig-Holstein.

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Kiel. In der Corona-Pandemie gelten in Schleswig-Holstein vom kommenden Montag an gelockerte Regeln vor allem im Tourismus und der Gastronomie, bei Kontakten im Freien und in der Freizeit. Das sieht eine neue Verordnung der Landesregierung vor, mit der die in der vorigen Woche angekündigten Öffnungsschritte in Kraft treten. "Schleswig-Holstein hat seit Januar eine 7-Tage-Inzidenz, die deutlich unter 100 liegt", sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) laut Mitteilung der Staatskanzlei. "Aktuell ist der Wert bei 50. In der Tendenz sinkt diese Marke weiter."

Gaststätten dürfen unter strengen Auflagen vom 17. Mai auch ihre Innenbereiche öffnen. Voraussetzung ist ein negativer Testnachweis oder eine Bescheinigung, dass eine vollständige Impfung mindestens zwei Wochen alt ist.

Wer als Tourist im Norden übernachten will, muss mit frischem negativen Coronatest anreisen und diesen alle drei Tage erneuern. Ein Antigen-Schnelltest darf maximal 24 Stunden, ein PCR-Test höchstens 48 Stunden alt sein. Bisher dürfen im Norden Urlauber nur in einigen Modellregionen unter strikten Corona-Vorgaben wie Tests in dichter Folge Urlaub machen. Mit ihren Beschlüssen weitet die Landesregierung praktisch die dafür geltenden Regeln auf das gesamte Land aus.

Im Freien dürfen sich wieder mehr Menschen treffen: insgesamt zehn Personen aus bis zu zehn Haushalten, nicht mehr nur fünf aus zwei Haushalten. Diese Regel bleibt für den Innenbereich bestehen, auch in Gaststätten. Erleichterungen gibt es auch für Kitas, Schule, Sport und Kultur. An Versammlungen im Freien dürfen 250 statt bislang 100 Menschen teilnehmen - gleiches gilt für Religionsgemeinschaften. Bestattungen und Trauerfeiern sind mit bis zu 100 Teilnehmern im Außenbereich und mit maximal 50 Teilnehmern im Innenbereich möglich.

Im Norden waren die ohnehin niedrigsten Infektionszahlen in Deutschland zuletzt weiter gesunken. Schleswig-Holstein könne deswegen nun einen weiteren Öffnungsschritt machen. "Er ist angesichts der Lage verantwortbar und ermöglicht in vielen Lebensbereichen wieder mehr Miteinander", sagte der Regierungschef. "Ich setze darauf, dass sich Einheimische und Urlauber an diese Regeln halten werden."

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( dpa )