Gesundheit

Ausgangssperre: Noch kein Bußgeld wegen Verstoßes kassiert

dpa
Polizisten kontrollieren am Jungfernstieg einen jungen Mann nach begonnener Ausgangsbeschränkung.

Polizisten kontrollieren am Jungfernstieg einen jungen Mann nach begonnener Ausgangsbeschränkung.

Foto: dpa

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind in Hamburg fast 24 000 Bußgeldverfahren wegen Verletzung der Regeln eingeleitet worden. Meist ging es dabei um das Abstandsgebot. Wegen eines Verstoßes gegen die nächtliche Ausgangssperre ist noch niemand zur Kasse gebeten worden.

Hamburg. Die nächtliche Ausgangsbeschränkung zur Eindämmung der Corona-Pandemie ist von den Hamburgern offenbar weitgehend respektiert worden. Gut einen Monat nach Verhängung der Ausgangssperre hat das Einwohner-Zentralamt noch kein Bußgeld wegen eines Verstoßes kassiert. Bis zum 3. Mai habe die Bußgeldstelle allerdings fünf Verfahren in Bearbeitung genommen, teilte der Sprecher des Amtes, Matthias Krumm, mit. "Einnahmen sind noch nicht zu verzeichnen", fügte er hinzu. Wegen der Bearbeitungszeiten könnten sich aber weitere Fälle ergeben.

Seit dem 2. April droht Menschen, die sich nachts zwischen 21.00 und 5.00 Uhr außerhalb ihrer Wohnung ohne triftigen Grund in Hamburg aufhalten, ein Bußgeld von 150 Euro. Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hatte die Maßnahme bereits Mitte April als sehr wirksam bezeichnet. Die Polizei habe berichtet, dass nach 21.00 Uhr kaum noch jemand unterwegs sei und es auch im privaten Bereich weniger Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen gebe. Allerdings war der April nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes so kalt wie seit 40 Jahren nicht mehr. Am kommenden Sonntag werden sommerliche Temperaturen in Deutschland erwartet.

Seit Beginn der Pandemie im vergangenen Jahr sind nach Angaben von Krumm 23 924 Bußgeldbescheide wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln erlassen worden. Die Stadt nahm bislang 2 759 356,70 Euro ein. Am häufigsten wurde die Missachtung des Abstandsgebots geahndet. In 12 013 eröffneten Verfahren wurden bislang 1 197 187,85 Euro kassiert. Wegen Verletzung der Maskenpflicht trieb die Bußgeldstelle in 6896 Verfahren 350 184,95 Euro ein.

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( dpa )