Hamburg persönlich

Wagner singt wieder – und Kretschmer bellt

| Lesedauer: 10 Minuten
Sie wohnen und arbeiten im Hotel Grand Elysée: Philippa Brück, Miriam Hilker und Corinna Michelangela Weine, hier zusammen mit Christa Block (2. v. r.).

Sie wohnen und arbeiten im Hotel Grand Elysée: Philippa Brück, Miriam Hilker und Corinna Michelangela Weine, hier zusammen mit Christa Block (2. v. r.).

Foto: Michael Rauhe / Michael Rauhe / FUNKE Foto Services

Die Kolumne mit Namen und Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Jeden Sonnabend im Hamburger Abendblatt.

Hamburg. Prominente und ihre Tiere: Damit beschäftigen sich die beiden Moderatorinnen Jule Gölsdorf und Christine Langner in ihrem Podcast „Auf die Schnauze! Haustiere und ihre Promis“. Jetzt haben sie in Hamburg neue Folgen aufgezeichnet und sind dabei vielen spannenden Fragen nachgegangen: Kocht die ehemalige Sterneköchin Cornelia Poletto für ihre beiden Hunde das Futter selbst? Frisiert Star-Visagist Boris Entrup seinen Hund? Designt Guido Maria Kretschmer für seine Windhunde auch Textilien?

Guido Maria Kretschmer sprach eine Stunde über seine fünf Windhunde. „Ich liebe sie sehr, weil meine Hunde so gut in mein Leben passen! Drei meiner Hündinnen können lachen, dass machen sie bei Menschen, die sie besonders lieb haben!“ Ab Ende Mai erscheint alle zwei Wochen eine neue Folge von „Auf die Schnauze! Haustiere und ihre Promis“.

Unterhaltsam wird es dabei in jedem Fall. So machen die Gäste unter anderem das Bellen ihrer Hunde nach und geben ziemlich private Einblicke in ihr Leben mit den Tieren. „Wir wollten immer ein Projekt zusammen machen, und unsere Hunde sind eine große Leidenschaft. Weil auch viele Prominente ein Haustier haben, waren wir sicher, dass sie schöne Geschichten zu erzählen haben“, sagt Jule Gölsdorf. (sla)

Kunst ist eine Herzensangelegenheit von Christa Block. Die Galerie im Grand Elysée an der Rothenbaumchaussee ist längst eine Institution in Hamburg. Bedingt durch Corona ist die 1985 eröffnete Galerie seit Monaten geschlossen, auch das Luxushotel hat kaum Gäste, weil dort nur Geschäftsleute übernachten dürfen. Das brachte Christa Block auf die Idee, drei Künstlerinnen für zwei Wochen in das Grand Elysée, das ihrem Mann Eugen Block gehört, einzuladen.

Aus rund 60 Bewerbern wurden Philippa Brück, Miriam Hilker und Corinna Weiner ausgewählt. Die drei Kreativen lassen sich nun im Hotel, Kost und Logis sind natürlich frei, und in der Stadt für ihre Werke inspirieren. „Ich möchte Künstlerinnen und Künstler auch in diesen besonderen Zeiten fördern. Ich bin überzeugt davon, dass solche außergewöhnlichen Situationen bei ihnen besondere Kreativität freisetzen“, sagt Christa Block.

Die Gastgeberin hat keine Vorgaben gemacht, was für Werke entstehen sollen. „Das Thema ist Hamburg im Lockdown. Die Bilder, die die Künstlerinnen jetzt schaffen, fangen ein Stück Zeitgeschichte ein“, sagt die Galeristin. Bereits seit dem 14. April ist Corinna Weiner im Haus. Die Berlinerin ist viel in Hamburg unterwegs und hat schon mehrere Bilder gemalt. „Es ist total entspannt, hier im Hotel zu leben und so freundlich umsorgt zu werden.

Da kann ich mich ganz auf meine Arbeit konzentrieren. Es ist natürlich ungewohnt, wenn man durch eine Stadt geht, die an vielen Orten nicht mehr pulsiert, sondern in der es auffallend ruhig ist“, sagt Weiner. Die 43-Jährige hat schon Motive aus dem Hafen, aus Planten un Blomen und auf dem fast menschenleeren Kiez eingefangen. Ihre Werke malt sie vor Ort, das „Finish“ macht sie dann im Raum Rotherbaum. Ansonsten finden dort Tagungen statt, aber jetzt kann hier Weiner wirken. Wenn sich die Corona-Lage entspannt hat, sollen die Bilder der drei Künstlerinnen in der Galerie im Elysée ausgestellt werden. (ug)

Einen neuen Partner hat sich Ludger Inholte an Bord geholt. Der Gründer der Ludger Inholte Projektentwicklung (LIP) mit Sitz am Großen Burstah hat jetzt Michael Jordan als geschäftsführenden Gesellschafter an seiner Seite. Der 47-Jährige ist bereits seit 2015 – mit einer kurzen Unterbrechung – in führender Position für das Unternehmen tätig. Aber das heißt nicht, dass sich der 66-Jährige Inholte aus dem Geschäft zurückzieht.

Der gebürtige Münsterländer ist weiterhin Mehrheitsanteilseigner und geschäftsführender Gesellschafter der LIP Gruppe. In den vergangenen Jahren hat sich das Unternehmen vor allem auf die Berliner Großprojekte Humboldthafen und Südkreuz Offices konzentriert. Dem Vernehmen nach wird Inholte demnächst in der HafenCity aktiv werden. Im Baakenhafen plant er einen Wohnturm im Wasser. (ug)

Ralph Larouette, Betreiber des früheren Szene-Lokals 3 Tageszeiten am Mühlenkamp, kann und will den Kochlöffel nicht aus der Hand legen. In seinem Blog www.ralphlarouette.de gibt er daher nun seine Passion, das Kochen, weiter. Mit fröhlichen, unterhaltsam und informativen Texten verhilft er seinen Lesern zu nützlichem Wissen über das Einkaufen und Zubereiten guter Lebensmittel.

„Ich möchte die Leute dazu bringen, dass sie Kochen nicht als lästige Pflicht sehen, sondern mit Freude ans Werk gehen“, sagt Larouette, der aus der Werbung kommt und mit seiner Frau, der Künstlerin Bettina Hagen, früher auch Strickmode entworfen hat. Wenn Larouette Fotos für seinen Blog macht, sind ihre farbenfrohen Bilder oft im Hintergrund zu sehen.

Fast 200 Beiträge hat Larou­ette bereits geschrieben und plant, daraus ein Kochbuch zu machen. Die Verhandlungen mit einem Verlag laufen bereits. Ein weiterer Plan ist, mit interessierten Blog-Lesern Fahrten zu Höfen in der Region zu unternehmen, auf denen man besondere Produkte erwerben kann. Aber das muss warten, bis die Pandemie vorbei ist. (fru)

Für Jan Kremer fällt in diesen Tagen die letzte Klappe. Der Herstellungsleiter von Studio Hamburg geht in den Ruhestand. 38 Jahre lang war er für das Unternehmen tätig. Kremer war es unter anderem, der mit Jan Fedder die Verträge für seine Engagements aushandelte, wie es sich gehörte in einer Kneipe. Besiegelt wurden die noch mit einem guten alten Handschlag.

In seiner Funktion als Herstellungsleiter verantwortete der Hamburger Filme und Serien wie die Hamburger und Kieler Tatorte, das „Großstadtrevier“, „Die Kanzlei“, „Der Tatortreiniger“, „Rote Rosen“, die „Pfefferkörner“ und die dazugehörigen Kinofilme. Kremer wird nach dem Ende seiner aktiven Zeit bei Studio Hamburg nun mehr Zeit für seine Familie haben – und für seine große Leidenschaft, den HSV. (sla)

Über ihn weiß man ganz viel, über mich sicher weniger – und über uns fast nichts. Das sagt eine junge Frau, die einen berühmten Namen trägt, Kirsten Nehberg. Sie ist die Tochter des Überlebensexperten Rüdiger Nehberg, der vor einem Jahr im Alter von 84 Jahren verstorben ist. In dem Film „Ich trage einen großen Namen“ (SWR Fernsehen, 25. April, 18.15 Uhr) berichtet Kirsten Nehberg vom Leben mit dem engagierten Vater. Welchen Preis hatte sein Einsatz für die Familie? Nehberg will einen Einblick in ein ungewöhnliches Leben geben. (sla)

Wie leben wir in fünf bis zehn Jahren? So ein Blick in die Zukunft ist immer spannend. Insbesondere dann, wenn Raphael Gielgen, einer der bekanntesten Trendforscher des Landes, und Architektin und Stadtgestalterin Julia Erdmann, die mit dem Unternehmen JES Antworten auf „urbane Fragestellungen“ findet, nach vorne schauen. In einem Livestream aus dem Vitra Studio Hamburg, organisiert von der Präsidentin des Clubs europäischer Unternehmerinnen, Kristina Tröger, referierten sie zum Thema „Die Zukunft geht Dich etwas an …!“

Fazit: Der Fokus auf „einseitige Konzepte“ (Leben in der Vorstadt, Arbeiten in der Innenstadt) werde künftig abgelöst von Vielfalt und Mischkultur. Städte müssten viel mehr ihren Charakter in der Innenstadt zeigen. Unter den Gästen: Anita Freitag-Meyer (Verdener Keks- und Waffelfabrik), Michaela Hummer (Doclights) und Steffi Oersterwind (Sakura Spa). (vas)

Ein besonderes Geschenk machte sich Jasmin Wagner zu ihrem 41. Geburtstag. Den feierte die Hamburgerin am 20. April, parallel erschien mit „Gold“ die erste Single aus ihrem neuen Album „Von Herzen“, das im Juli auf den Markt kommt. In den 1990er-Jahren nannte sich Wagner noch Blümchen und verkaufte Millionen Platten mit Hits wie „Herz an Herz“ oder „Kleiner Satellit“.

Danach machte sich die Musikerin, die in St. Georg lebt, auch einen Namen als Schauspielerin und Moderatorin. Jetzt will sie wieder als Sängerin durchstarten, und zwar mit Elektro-Schlager. „Nach mehr als 15 Jahren Abstinenz von der Musikbranche noch mal ein ganzes Album zu schreiben ist eine sehr besondere Erfahrung. Jedes Wort und jeder Ton bin ich.“ Was Wagner mit ihrer Musik ausdrücken möchte? „Es geht in meinen Songs um den Moment.

Um das ungefilterte Gefühl des Augenblicks und das, was buchstäblich aus dem Innersten kommt.“ In ihrem Privatleben lief es für Wagner zuletzt nicht rund. Die Sängerin trennte sich vor geraumer Zeit von ihrem Ehemann Frank Sippel, den Unternehmer hatte sie 2015 im Schweizer Nobelskiort St. Moritz geheiratet. Aber die Künstlerin ist offen für eine neue Liebe. Dem Abendblatt verriet Wagner: „Meine Single Gold beschreibt meine Suche nach einem Menschen mit einem Herz aus Gold.“ (ug)


Erst am Mittwoch erschien die Biografie „Ungeschminkt“ von Olivia Jones, inzwischen kämpft sie mit dem Buch „Die größte Chance“ von Marc Friedrich um Platz eins der Bestseller-Rangliste bei Amazon. Die dritte Auflage ist sicherheitshalber schon einmal in Auftrag gegeben. Ein Gespräch mit Olivia Jones hören sie unter www.abendblatt.de/entscheider (hai)

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