Überwachungsprogramm startet

Hamburg. In den kommenden Tagen wird die Umweltbehörde eine neue Internetseite freischalten, die als Meldeplattform für Beobachtungen von Asiatischen Hornissen in Hamburg dienen soll. Unter www.ahlert-nord.de können sich Imker registrieren und auf der Seite eintragen, ob und wann sie Exemplare der invasiven Insektenart beobachtet haben.

„Ahlert“ ist ein Akronym aus „Asiatische Hornissen lokalisieren, erkennen, registrieren und terminieren“. Auch Hamburgerinnen und Hamburger, die keine Bienen halten, sollen dort Beobachtungen melden können.

Die Internetseite ist eingebettet in eine neue Informationsplattform, die das Centrum für Naturkunde (CeNak) an der Universität Hamburg betreibt. Unter www.neobiota-hamburg.de wollen die Forschenden über diverse gebietsfremde und invasive Arten aufklären. Es soll für Bürger möglich sein, Funde zu melden und bestimmen zu lassen. „So wollen wir mehr über die Verbreitung der Arten und die Häufigkeit, aber auch über neu ankommende Arten als Früherkennung erfahren“, sagt Martin Husemann, Leiter der Insektenkunde am CeNak.

Zum Start finden sich auf der Seite Informationen über sieben Insektenarten – darunter Bernsteinschabe, Asiatische Hornisse und Platanennetzwanze – sowie über sieben Fischarten, darunter die Schwarzmundgrundel und der Sonnenbarsch. „Es ist uns wichtig, klarzustellen, dass die meisten gebietsfremden Arten eigentlich kein Problem darstellen und viele auch durch natürliche Verbreitungsprozesse einwandern, sagt Martin Husemann. „Es gibt aber natürlich auch negative Ausnahmen.“ Die Informationsplattform soll ebenfalls in den kommenden Tagen online gehen.

( mha )

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