Corona-Pandemie

Hamburger Schulleiter fordern weitere Öffnung der Gymnasien

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Peter Ulrich Meyer
Zehntausende Schülerinnen und Schüler in Hamburg haben seit Monaten kein Klassenzimmer mehr von innen gesehen.  Schulleiter der Hamburger Gymnasien drängen auf eine weitere Öffnung ihrer Schulen.

Zehntausende Schülerinnen und Schüler in Hamburg haben seit Monaten kein Klassenzimmer mehr von innen gesehen. Schulleiter der Hamburger Gymnasien drängen auf eine weitere Öffnung ihrer Schulen.

Foto: Matthias Balk / dpa

Pädagogen wünschen sich Öffnungsstrategie. Ziel sei, allen Schülern vor den Sommerferien Präsenzunterricht zu ermöglichen.

Hamburg. Die Schulleiter der Hamburger Gymnasien drängen auf eine weitere Öffnung ihrer Schulen. „Wir bekommen täglich Zuschriften besorgter Eltern, die die Motivation ihrer Kinder schwinden sehen. Wir erleben Kinder, und Jugendliche, die vom Bildungsgang abgehängt werden“, heißt es in einer Erklärung der Vereinigung der Leitungen Hamburger Gymnasien und Studienseminare (VLHGS).

„Vor allem sehen wir die Not unserer Schülerinnen und Schüler, denen die Freunde fehlen, die sozialen Kontakte, um mit anderen im Team zu lernen, zu lachen, Erfolg und Misserfolg zu erleben. Wir wünschen uns im Interesse aller Schülerinnen und Schüler, die seit über vier Monaten wieder in der Distanz lernen müssen, eine Öffnungsstrategie für die Schulen“, schreiben die Pädagogen.

Leiter von Hamburgs Gymnasien fordern weitere Öffnung der Schulen

Die VLHGS macht einen konkreten Vorschlag: „Auf der Basis der Option, ab Mai 2021 bis zu den Sommerferien ca. ein Drittel der Schüler einer Schule gleichzeitig in den Schulgebäuden beschulen zu können, werden Jahrgänge und Zeiträume der Wechselbeschulung festgelegt bzw. können von den Schulen in eigener Verantwortung mit Blick auf die Schüler, die die Präsenz am dringendsten nötig haben, festgelegt werden.“

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Bislang sind an den Gymnasien lediglich die Abschlussklassen je zur Hälfte in der Schule. „Ziel sollte es sein, allen Schülern und Schülerinnen vor den Sommerferien Schule in Präsenz zu ermöglichen“, heißt es in der Erklärung, die mit "Kinder gehören in die Schule" überschrieben ist. Die Schulleiter fordern „angesichts der vorrangigen sozialen Bedürfnisse“ der Schüler die Bildungspläne „kurzfristig adäquat zu kürzen“ und die Corona-Teststrategie auf tägliche Tests für alle Jahrgänge auszubauen.

Schulsenator Ties Rabe (SPD) hatte im Abendblatt-Interview darauf hingewiesen, dass es nach dem Unterrichtsende für die Abiturienten Spielräume gibt, um weitere Jahrgänge in den Wechselunterricht einzubeziehen. Rabe hat dabei besonders die Klassenstufen fünf und sechs im Blick - die jüngsten unter den Schülern, die seit vier Monaten ausschließlich per Homeschooling unterrichtet werden.

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