Justiz

Rentner-Mord und Kokain-Schmuggel: Urteile rechtskräftig

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Das Landgericht Hamburg verurteilte einen 55-jährigen Schneidermeister (vorne) am 19. November vergangenen Jahres zu lebenslanger Haft. Nun wurde seine Revision verworfen (Archivfoto).

Das Landgericht Hamburg verurteilte einen 55-jährigen Schneidermeister (vorne) am 19. November vergangenen Jahres zu lebenslanger Haft. Nun wurde seine Revision verworfen (Archivfoto).

Foto: dpa

BGH verwirft Revision eines Schneidermeisters, der wegen Mordes verurteilt wurde. Auch zwei andere Hamburger Urteile rechtskräftig.

Hamburg/Karlsruhe. Die Verurteilung eines 55-Jährigen wegen Mordes an einem Rentner in Hamburg-Wilhelmsburg ist rechtskräftig. Wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag mitteilte, verwarf der Bundesgerichtshof die Revision des Angeklagten.

Das Landgericht Hamburg hatte den Schneidermeister am 19. November vergangenen Jahres zu lebenslanger Haft verurteilt (621 Ks 3/20). Außerdem stellte die Strafkammer die besondere Schwere der Schuld fest, womit eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren so gut wie ausgeschlossen ist.

Rentner aus Habgier ermordet

Nach Überzeugung des Landgerichts hatte der 55-Jährige den Senior am 20. März vergangenen Jahres aus Habgier ermordet. Der Schneidermeister habe gewusst, dass der 83-jährige Rentner große Bargeldsummen in seiner Wohnung aufbewahrte. Um sich Zutritt zu verschaffen, habe der 55-Jährige Kaufinteresse für eine Nähmaschine vorgetäuscht.

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Er habe die Tat geplant, um ungestört nach dem Geld suchen zu können, und seinen Bekannten deshalb stranguliert. Nach der Ermordung des 83-Jährigen habe der Schneidermeister aus einem Koffer fast 100.000 Euro an sich genommen. Die Leiche wurde zwei Tage später neben der Nähmaschine gefunden.

Kokain-Schmuggler bleiben ebenfalls in Haft

Ebenfalls verworfen hat der Bundesgerichtshof die noch anhängigen Revisionen zweier Männer in Zusammenhang mit Kokain-Schmuggel und der Kaperung eines Lastwagens. Insgesamt acht Angeklagte waren am 27. Mai vergangenen Jahres zu Haftstrafen zwischen dreieinhalb und zehn Jahren verurteilt worden. Das Landgericht sprach sie unter anderem wegen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge beziehungsweise Beihilfe schuldig (Az.: 603 KLs 8/19).

Die Strafkammer hielt es für erwiesen, dass die Männer im Alter zwischen 27 und 62 Jahren am 8. November 2018 einen Lastwagen an der A7 südlich von Hamburg bei Garlstorf kaperten. Sie täuschten eine Polizeikontrolle vor und brachten den Transporter in eine Lagerhalle in Hamburg-Rothenburgsort. Dort hatten Spezialkräfte der Polizei die Männer beim Entladen von 1,1 Tonnen Kokain überrascht. Das Rauschgift war unter einer Ladung Gelatine aus Brasilien versteckt gewesen.

( dpa/HA )

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