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Günther erleichtert über Entscheidung für Laschet

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dpa
Daniel Günther (CDU), schleswig-holsteinischer Ministerpräsident, spricht vor dem Plenarsaal mit Medienvertretern.

Daniel Günther (CDU), schleswig-holsteinischer Ministerpräsident, spricht vor dem Plenarsaal mit Medienvertretern.

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Kiel. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat die Entscheidung über die Kanzlerkandidatur der Union begrüßt. "Und natürlich freue ich mich darüber ausdrücklich, dass Armin Laschet Spitzenkandidat der Union für die Bundestagswahl im September wird", sagte Günther am Dienstag in Kiel. Für seine Unterstützung habe den Ausschlag gegeben, dass Laschet für Europa brenne, wie es "einfach ein deutscher Kanzler machen muss".

Günther sprach zugleich CSU-Chef Markus Söder "großen Respekt" für dessen Entscheidung aus. Dieser habe das Fenster für die nun gefundene Lösung geöffnet. Bayerns Regierungschef hatte zuvor erklärt, dass er das klare Vorstandsvotum der CDU für ihren Parteichef Laschet akzeptiere.

"Das Votum gestern war eindeutig", sagte Günther. Auch im Norden habe es viele Rückmeldungen von Mitgliedern gegeben, die eine Kandidatur Söders begrüßten. Es sei gut, dass es in der Partei eine Debatte über die Kanzlerkandidatur gegeben habe und dies nicht in Hinterzimmern entschieden worden sei. Günther sieht keinen Schaden für die CDU, sondern sprach von einem "Meinungsstreit" mit klarem Ergebnis am Ende. "Zur Demokratie gehört auch Diskussion."

"Armin Laschet ist jemand, der ausgleicht und Meinungen zusammenführt, der in den entscheidenden Situationen aber auch zeigt, dass er erfolgreich führt", sagte Günther. Er genieße nun als Spitzenkandidat die Unterstützung von CDU und CSU. "Das ist jetzt der erste Schritt dafür, dass CDU und CSU es gemeinsam schaffen können, bei der Bundestagswahl stärkste Kraft zu werden und die erfolgreiche Kanzlerschaft von Angela Merkel dann auch mit Armin Laschet im Kanzleramt fortzusetzen."

Mit Blick auf die Entscheidung des Grünen-Bundesvorstands für Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin bemerkte Günther: "In anderen Parteien waren die Sympathien auch auf zwei Kandidaten verteilt. Aber da wurde es von oben alleine entschieden. Bei uns ist das sehr transparent und öffentlich gewesen."

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