Forschung

TUHH entwickelt Sensortechnik für Köhlbrandbrücke

Forscher der TUHH wollen Zustand der Köhlbrandbrücke mit einer neuen Sensortechnuik überprüfen (Symbolbild).

Forscher der TUHH wollen Zustand der Köhlbrandbrücke mit einer neuen Sensortechnuik überprüfen (Symbolbild).

Foto: picture alliance / CHROMORANGE | Karl-Heinz Spremberg

Mit der neuen Technik soll der Zustand von Bauten überprüft werden. Das könnte wertvolle Informationen für die Verkehrsplanung liefern.

Hamburg. An den Schnittstellen verschiedener Fachgebiete zu forschen, weitet den Blickwinkel, bringt neue Themen hervor und kann entstehende Forschungsfragen beantworten. An der Technischen Universität Hamburg werden interdisziplinäres Arbeiten und fachübergreifende Forschung im Rahmen des sogenannten I³-Programms gefördert. Die ersten fünf Labs haben die Arbeit in 2018 aufgenommen und stellen am 21. April 2021 ihre Zwischenergebnisse der Öffentlichkeit vor.

Von der Köhlbrandbrücke über den Hamburger Hafen: Die Forschungen haben eine direkte Verbindung zur Hamburger Wirtschaft. So entwickelt ein TU-Forscherteam beispielsweise innovative Sensortechnik in Verbindung mit künstlicher Intelligenz, um den Zustand verschiedener Bauten – wie der Köhlbrandbrücke – drahtlos zu messen. Schäden sollen so frühzeitig erkannt und die Lebensdauer von Brücken oder auch Windkraftanlagen verlängert werden.

Wissenswertes über die Köhlbrandbrücke

  • Die Köhlbrandbrücke wurde 1974 eröffnet
  • Der Bau der Brücke hat 160 Millionen D-Mark gekostet
  • Die Köhlbrandbrücke verbindet die Elbinsel Wilhelmsburg mit der A7
  • Die Brücke, getragen von 75 Pfeilern, zwei Pylonen und 88 Tragseilen, ist 3618 Meter lang
  • Das markante Bauwerk muss in wenigen Jahren durch einen Neubau über oder unter der Erde ersetzt werden

TUHH untersucht auch Optimierung in der maritimen Logistik

In einem zweiten Lab werden die Chancen und Risiken der Datenanalyse und der Optimierung in der Maritimen Logistik untersucht. Geforscht wird dabei unter anderem am Hamburger Container-Verkehr, also an der Beförderung von Exportgütern zu den Seehäfen und dem Abtransport der Importgüter. Mit Hilfe von Big Data oder auch Data Science soll auf Dauer die Effizienz und Attraktivität von Häfen gesteigert werden.

Das I³-Programm hat zum Ziel, neue interdisziplinäre Projekte so weit zu fördern, dass sie anschließend externe Fördermittel einwerben können. Idealerweise werden so Keimzellen für zukünftige Forschungsschwerpunkte an der TU Hamburg frühzeitig erkannt. Die Laboratorien fördern Projekte von vier erfahrenen Wissenschaftlern für vier Jahre. Danach sollen die Projektpartner perspektivisch zu einer neuen wissenschaftlichen Säule der TU zu werden.

( HA )

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