Hamburger Hafen

300-Millionen-Euro-Yacht blockiert Elbe beim Umdocken

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Die Luxus-Yacht "Sassi II" im Dock Elbe 17 von Blohm+Voss. Am Freitag wurde das Schiff von Scheich Mansour Bin Zayed Al Nahyan ins Dock 10 der Werft verlegt (Archivfoto).

Die Luxus-Yacht "Sassi II" im Dock Elbe 17 von Blohm+Voss. Am Freitag wurde das Schiff von Scheich Mansour Bin Zayed Al Nahyan ins Dock 10 der Werft verlegt (Archivfoto).

Foto: picture alliance

Die Luxus-Yacht "Sassi II" ist am Freitagmorgen ins Dock 10 bei Blohm+Voss verlegt worden. Auftraggeber ist ein Scheich aus Abu Dhabi.

Hamburg. Große Auftritte ist er gewohnt, doch am frühen Freitagmorgen sorgte Scheich Mansour Bin Zayed Al Nahyan (50) selbst ohne seine Anwesenheit im Hamburger Hafen für ziemlichen Wirbel: Gegen 6.30 Uhr begannen sechs Schlepper nämlich damit, die rund 300 Millionen Euro teure Mega-Yacht "Sassi II" des Auftraggebers aus Abu Dhabi bei Blohm+Voss umzudocken.

Das 146 Meter lange Schiff wurde aus dem Trockendock "Elbe 17" geholt und im Anschluss ins Dock 10 der Werft bugsiert, wie ein Sprecher der Hamburg Port Authority dem Abendblatt auf Anfrage bestätigte. Laut Beobachtern war die Elbe durch die aufwändige Aktion bis etwa 8 Uhr blockiert. Eine komplette Sperrung gab es nach Auskunft der Wasserschutzpolizei aber nicht.

Mega-Yacht soll im Dock nach Bremen gebracht werden

Der Sinn der Manövers: Laut Medienberichten soll das luxuriöse Schiff demnächst samt dem Dock zum Blohm+Voss-Eigentümer Lürssen nach Bremen gebracht werden, um dort fertiggestellt zu werden. Lürssen selbst äußert sich mit Rücksicht auf die Diskretion gegenüber den eigenen Kunden nicht zu den Yacht-Projekten der Werft.

Bei dem Umdocken auf der Elbe konnten Beoachter erstmals das 146 Meter lange Schiff in seiner vollen Pracht bewundern. Eine elegante Linie, drei gerundete Decks gehüllt in mehrere, schneeweiße Lackschichten.

Für Scheich Mansour Bin Zayed Al Nahyan ist sein neues, schwimmendes Domizil durchaus angemessen. Der 50-Jährige ist Mitglied der Herrscherfamilie von Abu Dhabi, residiert im Königspalast „Qasr al Watan“. Wenn er über weite Strecken reist, macht er das gern in der eigenen Boeing 787 "Dreamliner".

Verheerender Großbrand zerstörte Schwimmdock

Fertiggestellt werden sollte die Luxus-Yacht eigentlich schon längst, doch dann kam es im September 2018 zu einem verheerenden Großbrand im Schwimmdock der Lürssen-Werft, in dem die "Sassi" lag. 900 Feuerwehrleute mühten sich über mehrere Tage, die Flammen in den Griff zu bekommen. Auch Spezialisten aus Hamburg waren Ort, um ihre Kollegen bei einem der größten Einsätze der vergangenen Jahrzehnte zu unterstützen.

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Laut der "Bild"-Zeitung sollen in der "Sassi" schon Designer-Möbel, Edelhölzer, Marmor und Gold eingebaut gewesen sein, als das Feuer ausbrach. Doch als die Flammen endlich gelöscht waren, bot sich ein Bild der Zerstörung. Mehrere Decks sollen massiv beschädigt worden sein.

( bob/HA )

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