Handball

Meisterkampf bleibt spannend: Flensburg zieht an Kiel vorbei

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dpa
Flensburgs Jim Gottfridsson (r) jubelt neben Leipzigs Maciej Gebala nach einem Tor.

Flensburgs Jim Gottfridsson (r) jubelt neben Leipzigs Maciej Gebala nach einem Tor.

Foto: dpa

Der Zweikampf um den Meistertitel in der Handball-Bundesliga bleibt spannend. Durch den Sieg gegen Leipzig erobert Flensburg die Tabellenführung zurück. Doch Rekordmeister Kiel bleibt ganz dicht dahinter.

Flensburg. Die SG Flensburg-Handewitt und der THW Kiel liefern sich weiter ein enges Rennen um die Meisterschaft in der Handball-Bundesliga. Mit einem souveränen 29:23 (13:8)-Heimsieg gegen den SC DHfK Leipzig zogen die Flensburger am Sonntagnachmittag in der Tabelle wieder am Nordrivalen vorbei. Erst am Samstagabend hatten die Kieler durch ihren 35:29-Sieg bei der TSV Hannover-Burgdorf vorgelegt und zumindest für wenige Stunden die Tabellenspitze erobert.

"Das wird eine enge Kiste", sagte Flensburgs Spielmacher Jim Gottfridsson beim TV-Sender Sky über das Titelrennen. "Wir sollten weiter nur auf unsere eigene Leistung schauen." Und die stimmte auch gegen die Leipziger. "Wir haben von Anfang an sehr strukturiert gespielt", lobte Flensburgs Coach Maik Machulla. "Wir können sehr stolz sein." Bester Werfer der Flensburger war der schwedische Nationalspieler Gottfridsson mit acht Treffern, für Leipzig war Gregor Remke mit sechs Toren am erfolgreichsten.

Tabellenzweiter sind aber zumindest vorerst weiter die Rhein-Neckar Löwen, die sich zu einem 31:28 (14:13)-Erfolg bei Schlusslicht HSC 2000 Coburg mühten. Die Mannheimer haben allerdings schon fünf Spiele mehr als Kiel absolviert. Auch der SC Magdeburg bleibt nach dem 33:26 (16:11) bei der HSG Nordhorn-Lingen im Rennen um die Europapokalplätze.

Das Maß aller Dinge aber sind trotz ihrer Verletzungssorgen weiter die Flensburger. Nationalspieler Johannes Golla hatte Teile der Partie gegen Leipzig wegen einer Fußverletzung verpasst, konnte im zweiten Durchgang aber weiterspielen. Personalprobleme plagen die SG seit Wochen, das hindert sie aber nicht daran, alle paar Tage ihre Spiele zu gewinnen. "Ich habe ein bisschen Schmerzen, aber es wurde nicht schlimmer. Darum konnte ich zum Glück weitermachen", sagte Golla. "Es war ein Arbeitssieg."

Gegen die aggressive Abwehr der Gäste tat sich Flensburg nicht leicht, erkämpfte sich am Ende aber verdient den wichtigen Sieg. Auch die Kieler hatten am Samstag zumindest im ersten Durchgang einige Probleme, nahmen aber nach der Pause vor allem dank des überragenden Sander Sagosen Fahrt auf. Der norwegische Superstar führte den Rekordmeister zum 21. Sieg im 24. Duell mit Hannover. "Sander ist schon ein Ausnahmespieler, man muss ihn heute herausheben", befand auch Hannovers Nationalspieler Fabian Böhm.

Dennoch bleiben die Flensburger in der Tabelle knapp vorne. Für beide Mannschaften geht das enge Meisterschaftsrennen schon am Donnerstag (19.00 Uhr/Sky) weiter. Der THW trifft dann in der heimischen Arena auf den Bergischen HC, Flensburg gastiert beim Aufsteiger TuSEM Essen.

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( dpa )