Stadtentwicklung

Begrünte Fassaden sollen Hamburger Stadtteil aufwerten

Das Algenhaus im Hamburger Inselpark: eines der IBA-Leuchtturmprojekte.

Das Algenhaus im Hamburger Inselpark: eines der IBA-Leuchtturmprojekte.

Foto: Andreas Laible / FUNKE Foto Services

Hochwertiger Geschosswohnungsbau statt Schlichtbauten: CDU fordert, den Stadtteil Steilshoop durch ökologische Bauweise aufzuwerten.

Steilshoop. Im Streit um die kommende Nachverdichtung in Steilshoop hat die CDU gefordert, auf qualitativ hochwertigen Geschosswohnungsbau zu setzten statt auf die geplanten fünf- bis sechsgeschossigen Schlichtbauten. Mit einem Bürgerschaftsantrag will die Fraktion durchsetzen, dass die Neubauten im ohnehin schon hochverdichteten Steilshoop als Signal zur Aufwertung des Stadtteils wahrgenommen werden und den klimapolitischen Zielen des Koalitionsvertrages entsprechen.

„Wenn in Wilhelmsburg zur Aufwertung des Stadtteils schön und ökologisch gebaut wird, dann muss das im genauso armen Steilshoop auch möglich sein“, sagte Sandro Kappe, CDU-Bürgerschaftsabgeordneter aus Bramfeld-Steilshoop. Auf den beiden fraglichen Grundstücken an Borchert- und Fritz-Flinte-Ring soll die städtische Saga 470 sogenannte 8-Euro-Mietwohnungen in kostenoptimierter Systembauweise schaffen.

Aufwertung von Steilshoop durch Fassadenbegrünungen

Die CDU will den Senat prüfen lassen, ob Fassadenbegrünungen und Holzbauweise möglich sind, um ein Signal der Aufwertung im einkommensschwachen Stadtteil zu setzen. Sie wies darauf hin, dass der rot-grüne Koalitionsvertrag den Einsatz nachhaltiger Baustoffe und klimaneutrales Bauen fordere.

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Dabei müsse die stadteigene Wohnungsbaugesellschaft vorangehen statt herkömmlich mit Beton und Stahl zu bauen. In Steilshoop hat zuletzt der in den Stadtteilgremien aktive Pfarrer der Martin-Luther-King-Gemeinde, Andreas Holzbauer, die nur aufs Wohnen ausgerichteten Nachverdichtungspläne kritisiert und zumindest für die Erdgeschosse die Ansiedlung von Kultur und Kleingewerbe gefordert. Beides fehle fast völlig im Stadtteil. Auch Holzbauer hatte sich gegen das in erster Linie kostengünstige Bauen gewandt und einen Dialog mit dem Stadtteil gefordert, um die Bedürfnisse der Bewohner besser in die Planung zu integrieren.

( HA )

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