Der Fragebogen: Fahrten mit der Harley zum Stressabbau

| Lesedauer: 3 Minuten

Was wollten Sie als Kind werden und warum?

Zuerst Kindergärtnerin, dann Bäuerin – weil mein Vater mich in der Hofnach­folge sah.

Was war der beste Rat Ihrer Eltern?

Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen ...! – frei nach Don Bosco.

Wer war beziehungsweise ist Ihr Vorbild?

Ich habe nicht EIN Vorbild, sondern finde in fast jedem Menschen etwas Vorbildliches.

Was haben Ihre Lehrer/Professoren über Sie gesagt?

Aus der wird mal was!

Wann und warum haben Sie sich für den Beruf entschieden, den Sie heute machen?

Mit 24, nachdem ich mit meinem Mann in Unternehmen in der Suchtprävention unterwegs war und dort eine große Lücke für Mitarbeiter- und Führungskräfteberatung entdeckte.

Wer waren Ihre wichtigsten Förderer?

Meine Eltern – sie haben mir viel Selbstvertrauen gegeben.

Auf wen hören Sie?

Auf (meine) Kinder.

Was sind Eigenschaften, die Sie an Chefs bewundert haben?

Ich hatte nur zwei Chefs, einer davon ein „Erbsenzähler“ – und die habe ich leider nicht bewundert.

Was sollte man als Chef auf keinen Fall tun?

Überheblich sein.

Was sind die Prinzipien Ihres Führungsstils?

Ich führe partizipativ, nutze die Weisheit und die Ideen vieler. Gleichzeitig lege ich Wert auf eine klare Linie, die ich gelegentlich auch ansage – und auf hohe Transparenz.

Wie wichtig war/ist Ihnen Geld?

Geld braucht man, um gute Projekte voranzubringen. Und es macht Spaß, Geld zu verdienen.

Was erwarten Sie von Ihren Mitarbeitern?

Loyalität.

Duzen oder siezen Sie?

Wir duzen, schon seit unserer Firmengründung.

Worauf achten Sie bei Bewerbungen?

Auf die Lebenszufriedenheit der Bewerber*innen und darauf, dass sie engagiert und authentisch sind.

Was sind Ihre größten Stärken?

Meine Power – und dass ich (fast) allem etwas Positives abgewinnen und andere begeistern kann.

Was sind Ihre größten Schwächen?

Für mich gibt es in dem Sinne keine „Schwächen“. Es geht darum, mit dem, was man nicht kann, gut umzugehen – und z. B. abzugeben.

Welchen anderen Entscheider würden Sie gern näher kennenlernen?

Jennifer Morgan, Ex-SAP-Chefin.

Was würden Sie sie fragen?

Was die wahren Gründe waren, weshalb sie bei SAP so schnell wieder gegangen ist.

Was denken Sie über Betriebsräte?

Sie können viel Gutes bewirken – solange sie eigene Machtinteressen außen vor lassen.

Wann haben Sie zuletzt einen Fehler gemacht?

Fehler mache ich regelmäßig – einen größeren im vergangenen Jahr: bin von einer Schaukel gesprungen und habe mir dabei mein Knie zerlegt.

Welche Entscheidung hat Ihnen auf Ihrem Karriereweg geholfen?

Mit 24 einfach meinen festen Job zu kündigen und in die Selbstständigkeit zu gehen.

Wie viele Stunden arbeiten Sie in der Woche?

Ich bin auf dem Bauernhof groß geworden. Da habe ich gelernt, keine Arbeitsstunden zu zählen.

Wie viele Stunden schlafen Sie (pro Nacht)?

Meistens sechs Stunden.

Wie gehen Sie mit Stress um?

Ich gehe raus, gönne mir was Gutes, schlafe erst einmal darüber, führe Gespräche und treffe KEINE Entscheidungen in akuten Stresssituationen. Ein absolutes Heilmittel: eine Runde auf meiner Harley.

Wie kommunizieren Sie?

Am liebsten persönlich.

Wie viel Zeit verbringen Sie an Ihrem Schreibtisch?

Mmmh, das kann ich gar nicht so genau sagen, ich bin immer viel in Gesprächen.

Wenn Sie anderen Menschen nur einen Rat für ihren beruflichen Werdegang geben dürften, welcher wäre das?

Mach (nur) das, wobei deine Augen leuchten.

Was unterscheidet den Menschen von der Managerin Reinhild Fürstenberg?

Die Managerin ist ja ein Mensch, insofern ist die Antwort: nichts.

Und zum Schluss: Was wollten Sie immer schon mal sagen?

Mach das, wobei dir das Herz aufgeht! Aber mach es auch und zögere nicht.

( HA )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Hamburg