City Süd

Flüchtiger rammt Streifenwagen bei rasanter Verfolgungsjagd

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Auf der Süderstraße hat die Polizei Hamburg einen Ford-Fahrer gestellt (Symbolbild). Bei der Verfolgungsjagd war auch ein Streifenwagen beschädigt worden.

Auf der Süderstraße hat die Polizei Hamburg einen Ford-Fahrer gestellt (Symbolbild). Bei der Verfolgungsjagd war auch ein Streifenwagen beschädigt worden.

Foto: Michael Arning

Polizisten wollen einen mutmaßlichen Betrüger festsetzen. Doch der Mann flüchtet. Dann beginnt eine wilde Jagd mit Hubschrauber.

Hamburg. Bei einer rasanten Verfolgungsjagd mit Hubschrauber und mehr als einem Dutzend Streifenwagen hat die Polizei Hamburg am Montagmorgen in der City Süd einen mutmaßlichen Betrüger festgesetzt. Der 26-Jährige soll im Zusammenhang mit Tankbetrug aufgefallen sein.

Wie Polizeisprecher Thilo Marxsen mitteilte, haben die Beamten um kurz vor 8 Uhr zwei Männer im Alter von 19 und 30 Jahren auf dem Gelände einer Tankstelle an der Großmannstraße in Rothenburgsort festgenommen. "Es sollte noch eine dritter Tatverdächtiger überprüft werden, der zu diesem Zeitpunkt in einem Auto saß", so Marxsen. Doch als die Beamten auf den Ford zugingen, flüchtete der junge Mann von Tankstelle.

Flüchtiger baut in Hamburg Unfall mit Streifenwagen

Mit mehreren Streifenwagen übernahmen die Beamten die Verfolgung – dabei kam es zur Kollision eines Polizeiwagens mit dem Ford. An beiden Fahrzeugen sei Sachschaden entstanden, die Fahrt ging weiter. Schließlich konnten die Polizisten den Fluchtwagen an der Süderstraße stoppen. Der 26-Jährige wollte seine Flucht zu Fuß fortsetzen, kam aber nur wenige Meter weit. Die Polizei nahm ihn vorläufig fest.

Die Unfallermittler des Verkehrsunfalldienstes Ost übernahmen die weiteren Maßnahmen. Es bestehe der Verdacht, dass der 26-Jährige ohne Fahrerlaubnis und unter Drogeneinfluss gefahren ist. Eine Blutprobe wurde ihm entnommen. Für die Unfallaufnahme und weitere Ermittlungen war die Süderstraße zwischen Heidenkampsweg und Ausschläger Weg zeitweise voll gesperrt.

Ford-Fahrer flüchtete in der Nacht bereits in Eppendorf

Wie Ermittler später herausfanden, sollte der Ford bereits vergangene Nacht bei einer Verkehrskontrolle in Eppendorf überprüft werden. Auch dabei flüchtete der Fahrer "unter Missachtung diverser Verkehrsregeln und verursachte einen Verkehrsunfall mit zwei Funkstreifenwagen", so Marxsen weiter. Der Fahrer konnte entkommen – bis er am Morgen darauf gefasst wurde.

Weil keine Haftgründe vorlagen, wurden die drei Festgenommen nach Aufnahme der Personalien wieder entlassen. Das Betrugsdezernat ermittelt ebenfalls.

( ras )

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