Pandemie

Nach Astrazeneca-Stopp: Hamburger lassen Impftermine platzen

Insa Gall
Etwa 3000 Hamburger waren seit dem 16. März nicht zu ihrem Impftermin erschienen. Die Termine wurden neu vergeben.

Etwa 3000 Hamburger waren seit dem 16. März nicht zu ihrem Impftermin erschienen. Die Termine wurden neu vergeben.

Foto: Christian Charisius / picture alliance/dpa

Etwa 3000 Impflinge waren nicht zu ihren Terminen erschienen, obwohl anderer Wirkstoff zur Verfügung stand. Ein Missverständnis?

Hamburg. Wegen des vorübergehenden Stopps der Impfungen mit Astrazeneca in der vergangenen Woche haben viele Hamburger ihre Impftermine platzen lassen – obwohl die Hansestadt wie angekündigt mit anderen Wirkstoffen weitergeimpft hat.

Etwa 3000 Impflinge seien in der Zeit von Dienstag, 16. März, bis zum Dienstag dieser Woche nicht zu ihrem Termin erschienen – „wohl, weil sie dachten, dass die Termine im Zuge des Astrazeneca-Stopps nicht stattfinden würden“, sagt Jochen Kriens, Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg (KVH), die das Impfzentrum betreibt.

Trotz Info per E-Mail: Hamburger lassen Impftermine platzen

Dabei waren sie per E-Mail darüber informiert worden, dass ihre Termine bestehen blieben und auf die anderen Impfstoffe von Biontech und Moderna umgestellt würden.

„In Abstimmung mit der Sozialbehörde haben wir die Termine derer, die nicht erschienen sind, bereits wieder über den Impfterminservice vergeben“, sagte KVH-Sprecher Jochen Kriens. Der Impfstoff, der für die Impflinge vorgesehen war, die in der letzten Woche nicht erschienen, sei bei neuen Terminen im Laufe dieser Woche genutzt worden.

Weniger Impflinge? Astrazeneca-Stopp löst Terminchaos aus

Die Sozialbehörde kann die massenhafte Absage von Terminen ausdrücklich nicht bestätigen. Allerdings berichtete ein Impfarzt aus den Messehallen auch noch am heutigen Mittwoch, dass es an Impflingen fehle.

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„Offensichtlich denken noch immer viele Menschen, dass ihre auf Astrazeneca gebuchten Impfungen nicht stattfinden und nehmen die Termine nicht wahr“, schrieb er und forderte ein Umdenken. „Schluss mit den Priorisierungen und soll doch jeder, der möchte, möglichst bald eine Schutzimpfung erhalten.“

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