Hamburger Hafen

Schwer verletzter Seeadler musste eingeschläfert werden

Schwanenvater Olaf Nieß hielt den verletzen Seeadler auf dem Arm.

Schwanenvater Olaf Nieß hielt den verletzen Seeadler auf dem Arm.

Foto: dpa

Vor 14 Tagen wurde das Tier unter einem Windrad gefunden. Nach Not-OP ging es ihm zunächst gut. Nun kam die traurige Nachricht.

Hamburg. Der Seeadler, den Schwanenvater Olaf Nieß vor 14 Tagen schwer verletzt unter einem Windrad im Hamburger Hafen gefunden hatte, hat den Unfall nicht überlebt. Wie die Hamburger Umweltbehörde am Mittwoch mitteilte, musste der Greifvogel Mitte vergangener Woche eingeschläfert werden.

Zum Zeitpunkt seiner Aufnahme durch Olaf Nieß sei das Tier sehr vital und nur am Flügel verletzt gewesen, so Björn Marzahn, Sprecher der Umweltbehörde. "Deshalb war zum Zeitpunkt des Aufnehmens unklar, wie stark das Tier durch seine Verletzungen später beeinträchtigt bleiben würde und es wurde der Versuch unternommen, die Überlebensfähigkeit des Tieres operativ wieder herzustellen", so der Sprecher weiter.

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Seeadler wurde immer schwächer

Diese OP hat der Vogel verhältnismäßig gut überstanden, er hat gegessen und getrunken. Doch dann ging es dem Seeadler zunehmend schlechter, er wurde immer schwächer und nahm auch keine Nahrung mehr zu sich.

Mit den zuständigen Tierärzten wurde beraten, was nun noch getan werden kann. Dabei standen das Wohl des Tieres und die Leidensfreiheit im Sinne des Tierschutzes zu jeder Zeit im Mittelpunkt der Erörterungen. "Daraufhin wurde das Tier von den zuständigen Tierärzten und mit Zustimmung der Fachbehörden Mitte der vergangenen Woche eingeschläfert", so Marzahn.

( cw )

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