Frischzellenkur

Lichtspiele im Hamburger Luxushotel Vier Jahreszeiten

| Lesedauer: 2 Minuten
Ulrich Gaßdorf
Ein Blick auf die Rezeption in der neuen Empfangshalle.

Ein Blick auf die Rezeption in der neuen Empfangshalle.

Foto: Michael Rauhe

Kronleuchter, Glasmurmeln und eine Hollywoodschaukel zieren die neue Lobby des Hauses an der Binnenalster.

Hamburg.  Wer die neu gestaltete Empfangshalle vom Vier Jahreszeiten an der Binnenalster betritt, dem fällt sofort der imposante Kronleuchter mit viel Gold ins Auge. Das Leuchtobjekt wurde von einer Manufaktur in Florenz für das Luxushotel gefertigt. Eigentlich wird im Vier Jahreszeiten nicht über Geld gesprochen, aber allein dieser Kronleuchter soll um die 150.000 Euro kosten. Die Tischlampen aus mundgeblasenen Glaskugeln stammen aus Venedig

Aber es geht hier nicht um die Beleuchtung allein: Die gesamte Lobby hat in den vergangenen Monaten eine Frischzellenkur erhalten. Dabei setzten der geschäftsführende Direktor Ingo C. Peters und sein Team auf „eine einzigartige Symbiose aus Creme-, Gold- und Aqua-Tönen. Das schafft ein exklusives Ambiente“, sagt Peters.

Dunkelbraunes Nussholz und helles Marmor

Es fällt sofort auf, dass der Empfangstresen aus glänzendem, dunkelbraunen Nussholz und hellem Marmor verlegt wurde und zwar auf die andere Seite des Raums, direkt neben dem Eingang des Gourmetrestaurants Haerlin.

Und natürlich wird an einer Tradition in dem 1897 eröffneten Haus festgehalten: Schlüsselkarten wird es hier nie geben, stattdessen hängen auch weiterhin die goldenen historischen Schlüssel für die 156 Zimmer und Suiten an der Rückwand der Rezeption. An deren altem Standort wurde ein Kamin eingebaut.

Lamellenwand aus 50.000 Glasmurmeln

Ein Blickfang ist die von einer bayerischen Glasbläsermanufaktur entworfene Glaswand mit handgeschliffenen Bullaugen. Eine Lamellenwand aus 50.000 Glasmurmeln – die allerdings noch eingebaut wird – soll das spiegelnde Sonnenlicht draußen auf der Binnenalster einfangen. In wenigen Tagen wird eine Hollywoodschaukel an der vier Meter hohen Decke befestigt und in Anlehnung an die Jahreszeit dekoriert.

Platz nehmen die Gäste auf cremefarbenen Polstermöbeln, die eigens nach den Wünschen von Ingo C. Peters und seiner Frau Christiane in einer Manufaktur in Bielefeld angefertigt wurden. Und in der Halle kommt keine Langeweile auf, für die passende Hamburger Literatur sorgt die Buchhandlung Felix Jud.

Lesen Sie auch:

Im Stil eines Pariser Zeitungskiosks wurde die neue Concierge-Loge gestaltet. Bedingt durch Corona ist das Vier Jahreszeiten geschlossen und soll voraussichtlich am 1. Mai wieder geöffnet werden.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Hamburg