Pandemie

Brasilianische Corona-Variante in Hamburg nachgewiesen

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In einem PCR-Labor bereiten Mitarbeiter Abstrichtupfer von Patienten für die SARS-CoV-2-Diagnostik an einem Analysegerät vor (Symbolfoto).

In einem PCR-Labor bereiten Mitarbeiter Abstrichtupfer von Patienten für die SARS-CoV-2-Diagnostik an einem Analysegerät vor (Symbolfoto).

Foto: picture alliance

Die brasilianische Mutante B.1.1.28 soll noch ansteckender als andere Formen sein. Nun wurde sie erstmals nachgewiesen.

Hamburg. Erstmals ist in Hamburg die brasilianische Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Es gebe zudem einen weiteren Fall mit Verdacht auf die Mutante B.1.1.28, teilte die Gesundheitsbehörde am Dienstag in ihrem wöchentlichen Corona-Briefing mit.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) könnte die brasilianische Variante ansteckender sein. Angenommen wird zudem, dass die Antikörper von Genesenen und Geimpften gegen die auch P.1 genannte Mutante weniger wirksam sind.

Auch Nachweis der südafrikanischen Virusvariante

Die Gesundheitsbehörde meldete außerdem einen Nachweis der südafrikanischen Variante B.1.351 und 16 weitere Verdachtsfälle. Allerdings hatte die Behörde schon in der Vergangenheit das Auftreten dieser Mutante bestätigt, die Angaben später aber wieder zurückgenommen.

Die wichtigsten Corona-Themen im Überblick

Die britische Variante B.1.1.7 ist laut Behörde bislang in 337 Fällen in Hamburg bestätigt worden. Das sind 92 Fälle mehr als in der Vorwoche. In weiteren 2346 Fällen bestehe der Verdacht auf diese Mutationsform. Nach RKI-Angaben beträgt der Anteil dieser Variante deutschlandweit über 70 Prozent.

Weniger Corona-Patienten in den Krankenhäusern

Trotz der Dominanz dieser als gefährlicher geltenden Mutante sank die Zahl der Corona-Patienten in den Hamburger Krankenhäusern im Vergleich zur Vorwoche. Am Montag wurden in 17 Krankenhäusern 237 Patienten stationär behandelt, 83 von ihnen auf Intensivstationen, wie die Behörde weiter mitteilte. Am Montag vergangener Woche hatten 262 Erkrankte im Krankenhaus gelegen, 101 von ihnen auf Intensivstationen.

In den Hamburger Pflegeeinrichtungen sind zurzeit nur noch 14 Bewohner und 18 Beschäftige infiziert. In der ersten Januarhälfte waren noch rund 660 Bewohner und mehr als 330 Mitarbeiter von 65 Pflegeeinrichtungen betroffen gewesen,

Auch Zahl der Toten rückläufig

Auch die Zahl der an oder mit dem Virus Gestorbenen ist rückläufig. Während das RKI für den gesamten Monat Februar noch 267 Corona-Tote gemeldet hatte, sind es im laufenden Monat erst 85. Die Verstorbenen sind nach Angaben der Behörde nach wie vor vor allem Ältere und Hochbetagte. Die Alterssegmente der Infizierten unter 60 lägen jeweils bei deutlich unter einem Prozent der Todesfälle.

Die aktuellen Corona-Fallzahlen aus ganz Norddeutschland:

  • Hamburg: 2311 neue Corona-Fälle (gesamt seit Pandemie-Beginn: 430.228), 465 Covid-19-Patienten in Krankenhäusern (davon auf Intensivstationen: 44), 2373 Todesfälle (+2). Sieben-Tage-Wert: 1435,3 (Stand: Sonntag).
  • Schleswig-Holstein: 1362 Corona-Fälle (477.682), 623 Covid-19-Patienten in Krankenhäusern (Intensiv: 39). 2263 Todesfälle (+5). Sieben-Tage-Wert: 1453,0; Hospitalisierungsinzidenz: 7,32 (Stand: Sonntag).
  • Niedersachsen: 12.208 neue Corona-Fälle (1.594.135), 168 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen, 7952 Todesfälle (+2). Sieben-Tage-Wert: 1977,6; Hospitalisierungsinzidenz: 16,3 (Stand: Sonntag).
  • Mecklenburg-Vorpommern: 700 neue Corona-Fälle (381.843), 768 Covid-19-Patienten in Krankenhäusern (Intensiv: 76), 1957 Todesfälle (+2), Sieben-Tage-Wert: 2366,5; Hospitalisierungsinzidenz: 11,9 (Stand: Sonntag).
  • Bremen: 1107 neue Corona-Fälle (145.481), 172 Covid-19-Patienten in Krankenhäusern (Intensiv: 14), 704 Todesfälle (+0). Sieben-Tage-Wert Stadt Bremen: 1422,6; Bremerhaven: 2146,1; Hospitalisierungsinzidenz (wegen Corona) Bremen: 3,88; Bremerhaven: 7,04 (Stand: Sonntag; Bremen gibt die Inzidenzen getrennt nach beiden Städten an).
( bob/dpa )

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