Finanzen

Hamburger Steuerfahnder spüren 102 Millionen Euro auf

Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) ist mit der Arbeit der Hamburger Steuerfahnder zufrieden.

Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) ist mit der Arbeit der Hamburger Steuerfahnder zufrieden.

Foto: Marcelo Hernandez

Beamte sorgen auch während der Corona-Pandemie für kräftige Mehreinnahmen. Fast 22 Jahre Freiheitsstrafen für Steuersünder.

Hamburgs Steuerfahnder sind auch während der Corona-Pandemie zahlreichen Steuersündern auf die Schliche gekommen: Insgesamt wurden im Jahr 2020 etwa 3100 Fälle erledigt, die der Stadt Mehreinnahmen von 102,4 Millionen Euro in die Kasse spülten.

Dies stelle das zweithöchste Ergebnis der letzten zehn Jahre dar, teilte die Finanzbehörde der Hansestadt am Mittwoch mit. Besser war die Bilanz nur im Jahr 2018, wo wegen einiger besonders großer Fälle Mehreinnahmen in Höhe von 113 Millionen Euro entstanden.

Freiheitsstrafen von fast 22 Jahren

In der Bußgeld- und Strafsachenstelle des Finanzamts wurden im vergangenen Jahr 777 Strafverfahren und 588 Bußgeldverfahren abgeschlossen. Mit 143 rechtskräftig ergangenen Urteilen und Strafbefehlen wurden insgesamt Freiheitsstrafen von 21 Jahren und acht Monaten sowie Geldstrafen in Höhe von 764.000 Euro verhängt. Hinzu kommen Geldauflagen und Geldbußen in Höhe von insgesamt 2,4 Millionen Euro.

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Um die ausstehenden Nachforderungen auch eintreiben zu können, sicherten die Beamten nicht nur Bargeld, sondern griffen auch auf Bankkonten, den Arbeitslohn, Kraftfahrzeuge oder Immobilien der Steuersünder zu.

Dressel: "Hervorragende Arbeit"

„In Zeiten knapper Kassen ist es wichtiger denn je, dass wir konsequent unsere Einnahmen sichern und Steuern eintreiben", sagte Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD). Die Zahlen belegten die „auch in Pandemiezeiten hervorragende Arbeit in den Hamburger Finanzämtern."

( bob )

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