Eissporthalle Farmsen

CDU will Eishockey auch im Sommer möglich machen

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Axel Ritscher
Die Hamburg Crocodiles spielen in der Eissporthalle Farmsen. Doch dürfen die Nachwuchsteams ihre verlorene Trainingszeit dort nun im Sommer nachholen?

Die Hamburg Crocodiles spielen in der Eissporthalle Farmsen. Doch dürfen die Nachwuchsteams ihre verlorene Trainingszeit dort nun im Sommer nachholen?

Foto: Witters

Profis durften im Lockdown spielen, doch der starke Nachwuchs hat die Saison verloren. Bleibt die Eissporthalle Farmsen nun geöffnet?

Hamburg. Die Profis von den Crocodiles Hamburg siegen auch im Lockdown. Auf Platz 3 in der Oberliga mischen sie vorn mit, wenn auch unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Doch der in den letzten Jahren stark verbesserte Eishockey-Nachwuchs von HSV und Crocodiles musste den ganzen Winter lang Däumchen statt Pirouetten drehen.

Ihre gewohnten Fahrstunden auf dem Eis der Farmsener Eissporthalle wurden der Gesundheit geopfert. Jetzt wollen die CDU und der Hamburger Eis- und Rollsportverband einen Ausgleich für das verlorene Trainingsjahr schaffen.

"Eissporthalle Farmsen soll offen bleiben"

„Viele Talente verlieren aufgrund der coronabedingten Zwangspause viel Zeit und vielleicht sogar den Anschluss. Es wird Potential verschenkt“, sagte CDU-Fraktionschef Dennis Thering. „Deshalb sollte der Senat dafür sorgen, dass die Eissporthalle Farmsen bis zum Beginn der Sommerferien offen bleibt.“ Thering wirbt um Zustimmung für den entsprechenden Bürgerschaftsantrag seiner Partei, damit der Eishockey-Nachwuchs mit der beginnenden Lockerung des Lockdowns nicht mangels Eisfläche in die nächste Zwangspause geschickt wird.

Normalerweise endet die Eissaison in Farmsen zu Ostern. Das Eis wird abgetaut, die Eismaschine gewartet. Jetzt, so die Idee, soll die Halle bis zum Beginn der Sommerferien Ende Juni in Betrieb bleiben und nach der für die Maschinenwartung zwingenden Hochsommerpause schon Anfang August wieder öffnen.

Bäderland würde längere Öffnung ermöglichen

Crocodiles-Geschäftsführer Sven Gösch glaubt an eine gute Auslastung auch in den warmen Monaten: Von 10 bis 12 Uhr könnten die Profis trainieren, von 15 bis 21 Uhr kleine Eishockeyspieler und Kunstläufer, ab 21.30 Uhr die Amateure und später bis 24 Uhr die Hobbymannschaften ohne Meisterschaftsambitionen.

Die Betreiberin der Eissporthalle, die städtische Bäderland GmbH, bestätigte, dass der Eishockeyverband um Verlängerung der Spielzeit gebeten hat. „Wenn das gewünscht ist, machen wir das“, sagte Bäderland-Sprecher Michael Dietel. „Technisch ist das kein Problem. Die Stadt müsste es aber genehmigen und bezahlen.“ Am Mittwoch, 24. März, muss die Bürgerschaft entscheiden.

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