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Großer Andrang bei Corona-„Lernferien“ in Hamburg

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Lernen unter Corona-Bedingungen - in der Schule statt zu Hause ging das für viele Schüler erstmals wieder in den "Lernferien" (Symbolbild).

Lernen unter Corona-Bedingungen - in der Schule statt zu Hause ging das für viele Schüler erstmals wieder in den "Lernferien" (Symbolbild).

Foto: Sebastian Gollnow / dpa

Laut Schulbehörde nutzten bis zu 10.000 Schüler an fast 250 Schulen das Angebot, verpasste Inhalte in den Märzferien nachzuholen.

Hamburg. Das Angebot an Schülerinnen und Schüler, durch die Corona-Pandemie versäumten Stoff in den Ferien nachzuholen, wird offenbar gut angenommen. Die Schulbehörde rechnet nach eigenen Angaben mit bis zu 10.000 Teilnehmenden bei den laufenden „Lernferien“ in diesem März.

„Es ist sehr erfreulich, dass die Lernferien inzwischen so gut besucht werden“, sagte Schulsenator Ties Rabe (SPD). „Das großartige Engagement unserer Schulen in den Ferien ist keine Selbstverständlichkeit. Daher haben wir den Schulen zur Organisation mehr Mittel zur Verfügung gestellt. Viele Schülerinnen und Schüler profitieren von dem kostenlosen und freiwilligen Lernangebot.“

"Lernferien": Schüler holen Lernrückstände auf

In den kostenlosen Lernferienkursen können Schülerinnen und Schüler laut Behörde die Lernrückstände aus der Zeit der Schulschließungen auf. „Auch für die Abschlussprüfungen im Frühjahr lernen die Jugendlichen in individuellen Vorbereitungskursen“, so die Schulbehörde. „Die Schülerinnen und Schüler lernen in der Regel eine Woche lang jeden Tag drei Schulstunden in einer Lerngruppe mit rund acht bis zehn Schülerinnen und Schülern. In den Märzferien haben 244 Hamburger Schulen insgesamt 1237 Lerngruppen geplant.“

Die Angebote erstreckten sich „von den Grundschulen über die Stadtteilschulen und die Gymnasien bis hin zu regionalen Bildungs- und Beratungszentren“, so die Schulbehörde. Die Teilnahme ist für die Schülerinnen und Schüler freiwillig und kostenlos.“

Meiste Lerngruppen treffen sich an Hamburgs Stadtteilschulen

Der größte Teil der Lerngruppen treffe sich an den Stadtteilschulen mit 496 geplanten Kursen. Aber auch an Gymnasien sind laut Behörde 358 Kurse geplant, an Grundschulen 360. Dabei gebe es „eine gute Abstimmung mit den für die Ferienbetreuung verantwortlichen Trägern“, so die Behörde, die das Angebot nach eigenen Angaben mit rund 550.000 Euro finanziert. Die Kurse würden von Honorarkräften, Lehrkräften oder Erzieherinnen und Erziehern bzw. Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen geleitet.

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„In besonderer Weise gilt das Angebot für Schülerinnen und Schüler mit Lernschwächen und Sprachförderbedarf“, sagte Schulsenator Rabe. „Auch diejenigen Kinder, die während des Distanzunterrichtes das digitale Lernen als besonders herausfordernd erlebt haben oder wenig Unterstützung durch erwachsene Bezugspersonen bekommen, wurden eingeladen.“

( jmw )

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