Corona-Krise

Hamburgs Unternehmer erhalten weitere Hilfsprogramme

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Jens Meyer-Wellmann
Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD/Archiv) hat am Dienstag neue Corona-Hilfsprogramme für Firmen präsentiert.

Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD/Archiv) hat am Dienstag neue Corona-Hilfsprogramme für Firmen präsentiert.

Foto: Imago/Chris Emil Janßen

Bisher wurde bereits eine Milliarde Euro an Unterstützung ausgezahlt. Am 15. März startet ein Digitalfonds. Härtefallfonds in Arbeit.

Hamburg. Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) hat am Dienstag nach rund einem Jahr Pandemie eine Bilanz der bisher gezahlten Wirtschaftshilfen gezogen und weitere Unterstützungsprogramme angekündigt. Passend dazu haben die von der Hamburger Förderbank IFB ausgezahlten Hilfen jetzt laut Dressel die Schwelle von einer Milliarde Euro überschritten.

„Bei der Novemberhilfe sind wir bei der Auszahlung endlich in der Zielgeraden, bei der Dezemberhilfe zu Dreiviertel durch, bei der Überbrückungshilfe 3 beginnt die Auszahlung systembedingt erst Ende März“, sagte der Finanzsenator. „Dafür verläuft die Auszahlung der dringend benötigten Neustarthilfe für die Solo-Selbstständigen in Hamburg schon jetzt sehr erfreulich: Von beantragten 19,9 Millionen Euro sind bereits 18 Millionen Euro ausgezahlt – das entspricht einer Quote von gut 90 Prozent.“

13 Hilfsprogramme – und es werden noch mehr

Insgesamt gibt es laut Finanzbehörde derzeit 13 unterschiedliche Programme, mit denen die Schäden durch Pandemie und Lockdowns für Unternehmen oder Selbstständige abgemildert wurde oder werden. Die Vorbereitungen für weitere Hilfen liefen „auf Hochtouren“, teilte die Finanzbehörde mit.

So solle am 15. März das mit 30 Millionen Euro ausgestattete Programm „Hamburg Digital“ an den Start gehen, das sich laut Senat „an kleine und mittelgroße Unternehmen richtet, die ihre Digitalisierung voranbringen und die Informationssicherheit erhöhen möchten“. Zusammen mit den bereits beschlossenen Maßnahmen für die Zukunftsfähigkeit der Hamburger Wirtschaft werde Hamburg damit fast 100 Millionen Euro aus eigenen Mitteln für die Innovationsfähigkeit der Hamburger Wirtschaft ausgeben.

„Die Digitalisierung in der Wirtschaft hat sich in den vergangenen Monaten enorm beschleunigt“, sagte Wirtschaftsminister Michael Westhagemann (parteilos) am Dienstag. „In vielen Gesprächen habe ich erfahren, dass allerdings nicht alle Unternehmerinnen und Unternehmer bei diesem Tempo mithalten können. Deshalb geben wir kleinen und mittleren Unternehmen diesen Innovationsschub.“

Raus aus dem Lockdown - aber wie?
Raus aus dem Lockdown - aber wie?

Neuer Härtefallfonds in der Abstimmung

Zudem werde der Senat neben dem Hamburger Stabilisierungsfonds (HSF), der für größere Unternehmen gedacht ist, ein „Modul HSF light bauen“, wie die Finanzbehörde mitteilte. Damit sollen „Bundesmittel für vereinfachte Beteiligungshilfen bis zu 1,8 Millionen Euro pro Förderfall gehebelt werden können“.

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Zwischen Bund und Ländern sei überdies ein 1,5-Milliarden-Euro-Härtefallfonds in der Abstimmung. Für Hamburg würde das laut Senat ein Fördervolumen von 38,25 Millionen Euro bedeuten, wobei Hamburg die Hälfte der Summe selbst tragen müsste.

Außerdem bereite man derzeit „einen Neustartfonds für die Interessengemeinschaften in der City und den Ortszentren vor“.

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