Barmer-Branchenauswertung

In diesen Berufen gibt es die meisten Corona-Kranken

In Hamburg ist das Risiko, an Corona zu erkranken, in der Altenpflege besonders hoch.

In Hamburg ist das Risiko, an Corona zu erkranken, in der Altenpflege besonders hoch.

Foto: Tom Weller / dpa

Menschen im Sozialbereich sind besonders gefährdet. Doch eine andere Branche verzeichnet die längsten Krankschreibungen.

Hamburg. In der Altenpflege ist das Risiko, am Coronavirus zu erkranken, so groß wie in keinem anderen Beruf in Hamburg. Das geht aus einem Branchenvergleich der Barmer für das letzte Quartal des vergangenen Jahres hervor. Demnach waren pro 1000 in der Altenpflege erwerbstätigen Versicherten zehn wegen einer Covid-19-Infektion krankgeschrieben.

Auch in anderen sozialen Berufen ist das Corona-Risiko überdurchschnittlich hoch. In den Bereichen Erziehung, Sozialarbeit und Heilerziehungspflege waren jeweils 6,2 pro 1000 Versicherte erkrankt, in der Gesundheits- und Krankenpflege, im Rettungsdienst und in der Geburtshilfe jeweils 6,0 pro 1000 Versicherte.

Längste Corona-Krankschreibungen im Verkauf

„Corona grassiert vor allem in Sozialberufen. Deshalb ist es auch dringend erforderlich, dass sich die Beschäftigten konsequent impfen lassen, sobald sie an der Reihe sind und der Impfstoff verfügbar ist“, sagt Barmer-Landesgeschäftsführer Frank Liedtke.

Die längsten Ausfallzeiten wegen Corona habe es allerdings im Einzelhandel gegeben. An Covid-19 erkrankte Verkäuferinnen und Verkäufer waren durchschnittlich für 22,2 Tage krankgeschrieben. Liedtke: „Die Beschäftigten sind tendenziell in den Branchen länger wegen Covid-19 krankgeschrieben, in denen Homeoffice kaum oder gar nicht möglich ist.“

Corona: Diese Testverfahren gibt es

  • PCR-Test: Weist das Virus direkt nach, muss im Labor bearbeitet werden – hat die höchste Genauigkeit aller Testmethoden, ist aber auch die aufwendigste
  • PCR-Schnelltest: Vereinfachtes Verfahren, das ohne Labor auskommt – gilt als weniger zuverlässig als das Laborverfahren
  • Antigen-Test: weniger genau als PCR-(Schnell)Tests, dafür zumeist schneller und günstiger. Laut RKI muss ein positives Testergebnis durch einen PCR-Test überprüft werden, ein negatives Ergebnis schließt eine Infektion nicht aus, insbesondere, wenn die Viruskonzentration noch gering ist.
  • Antigen-Selbsttest: Die einfachste Test-Variante zum Nachweis einer Infektion mit dem Coronavirus. Wird nicht von geschultem Personal, sondern vom Getesteten selbst angewandt. Gilt als vergleichsweise ungenau.
  • Antikörper-Test: Weist keine akute, sondern eine überstandene Infektion nach – kann erst mehrere Wochen nach einer Erkrankung sinnvoll angewandt werden
  • Insgesamt stellt ein negatives Testergebnis immer eine Momentaufnahme dar und trifft keine Aussagen über die Zukunft
( HA )

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