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Corona-Selbsttests sollen schon im März kommen

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Innovationsoffensive: Schon bald sollen Schnelltests von 30 verschiedenen Anbietern vorliegen.

Innovationsoffensive: Schon bald sollen Schnelltests von 30 verschiedenen Anbietern vorliegen.

Foto: Marijan Murat / dpa

Negativ: Die Inzidenz in Hamburg bewegt sich nur noch seitwärts. Positiv: Demnächst gibt es auf dem Markt 30 Corona-Selbsttests.

Hamburg.  Im Kampf gegen die Pandemie gibt es zwei gute Nachrichten: Schon Anfang März sollen in Deutschland Corona-Schnelltests für den Hausgebrauch zugelassen werden, mit denen sich jeder ganz einfach und ohne fremde Hilfe innerhalb einer Viertelstunde selbst testen kann.

Und: Am Wochenende haben mit Rheinland-Pfalz (47) und Baden-Württemberg (49) zwei Bundesländer zum ersten Mal seit Beginn des harten Lockdowns Mitte Dezember eine Sieben-Tage-Inzidenz von weniger als 50 gemeldet. Für ganz Deutschland sank dieser Wert auf 57.

Test können gut an Schulen eingesetzt werden

Die Corona-Selbsttests könnten ein, wenn nicht der entscheidende Weg aus dem Lockdown sein. Die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ berichtet, dass in gut zwei Wochen bis zu 30 verschiedene Produkte auf den Markt kommen. Entsprechende Anträge lägen dem Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte vor.

„Aktuell gehen wir auf Basis der bislang vorliegenden Unterlagen davon aus, dass wir die ersten Sonderzulassungen Anfang März erteilen können“, sagte dessen Sprecher. Die Tests setzen auf Spuckproben oder Gurgeln und könnten zum Beispiel an Schulen eingesetzt werden, wie es die Bürgerschaftsfraktionen von SPD und Grünen in Hamburg fordern.

Schulöffnung nur mit umfassenden Gesamtkonzept

„Wenn wir die Schulen öffnen wollen, brauchen wir ein umfassendes Gesamtkonzept, das auch die Schnelltests berücksichtigt“, sagt Kazim Abaci, der schulpolitische Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion. Mit den neuen Tests könnte sich zudem schneller als gedacht die Möglichkeit ergeben, Restaurants und Theater wieder zu öffnen. Ein Konzept für das sogenannte „Freitesten“ hat unter anderem der Hamburger Unternehmer Axel Strehlitz entwickelt.

Allerdings gibt es aus Hamburg auch Daten, die bedenklich stimmen: So sinken die Zahlen trotz Lockdowns aktuell nicht mehr. Nachdem die Inzidenz am 6. Februar erstmals seit Ende Oktober wieder unter die Marke von 70 gefallen war, bewegt sie sich fast nur noch seitwärts: Mal steigt sie um einen Punkt, dann sinkt sie minimal, um am nächsten Tag wieder leicht zuzunehmen.

Höhere Fallzahlen wegen Umstellungen der Erfassungssoftware?

Auch am Wochenende nahm die Inzidenz minimal zu und lag am Sonntag bei 67,7. Die Sozialbehörde meldete 118 neue Fälle, zwei mehr als am Sonntag der Vorwoche. Am Sonnabend waren es 178, acht mehr als am Sonnabend zuvor. Hinzu kommt, dass es am Wochenende laut Sozialbehörde Umstellungen an der Erfassungssoftware geben sollte, sodass es zu Nachmeldungen kommen könnte.

In Schleswig-Holstein wurden Sonnabend innerhalb von 24 Stunden 189 neue Corona-Infektionen gemeldet. Eine Woche zuvor waren es 282. Der Sieben-Tage-Wert sank auf 57,2 (13. Februar, 20.03 Uhr). Probleme mit der Entwicklung meldete Sonntag die Stadt Flensburg, wo 40 neue Fälle festgestellt wurden.

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„Die hohe Zahl der Neuinfektionen, die Verteilung der Infektionsherde über das gesamte Flensburger Stadtgebiet sowie die zunehmende Zahl an Mutationen, die inzwischen weit über ein Drittel der Fälle betrifft, ist Anlass zu großer Sorge“, so Oberbürgermeisterin Simone Lange (SPD).

( HA/dpa )

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