Zoll Hamburg

Schwarzarbeit in Hamburg: 2000 Strafverfahren in einem Jahr

Zollbeamte führen eine Kontrolle auf einer Baustelle durch (Symbolbild).

Zollbeamte führen eine Kontrolle auf einer Baustelle durch (Symbolbild).

Foto: Jan Woitas / picture alliance/dpa

Die Hamburger Zöllner führten rund 1300 Kontrollen im Corona-Jahr 2020 durch. Schaden von neun Millionen Euro aufgedeckt.

Hamburg. 2031 neue Strafverfahren und 1214 Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten, dazu finanzielle Schäden im Umfang von fast 9,4 Millionen Euro aufgedeckt. Das ist die Jahresbilanz 2020 der Abteilung Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Hamburg.

Trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie hätten die Beamten den "Verfolgungsdruck aufrechterhalten und die Anzahl der Arbeitgeberprüfungen fast auf Vorjahresniveau bringen" können, erklärt Christian Schaade, Leiter des Hauptzollamtes Hamburg.

Schwarzarbeit: 2000 Strafverfahren abgeschlossen – und neu eröffnet

Die Zahl der Überprüfungen liegt mit 1296 tatsächlich nur knapp unter dem Vorjahresniveau (1333). Da viele Betriebe aus "prüfungsrelevanten Branchen" wie der Gastronomie, dem Friseurhandwerk und dem Messebau wegen der Corona-Pandemie ohnehin geschlossen hatten, seien verstärkt Kontrollen bei "Paketdienstleistern, im Baugewerbe und bei landwirtschaftlichen Betrieben" durchgeführt worden, so der Zoll in seiner Mitteilung vom Mittwoch.

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2020 seien 2021 Strafverfahren und 1233 Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten, die auf die Ermittlungen der Hamburger Zöllner zurückgehen, abgeschlossen worden, heißt es weiter. Die in diesen Verfahren ermittelte Gesamtschadenssumme beträgt laut Zoll 9,375 Millionen Euro, insgesamt wurden 1,149 Millionen Euro Straf- und Bußgelder verhängt.

( josi )

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