Hamburg

Museums-Jet wird verschrottet – Flughafen rechtfertigt sich

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Der Museums-Jet auf dem Hamburger Flughafen.

Der Museums-Jet auf dem Hamburger Flughafen.

Foto: Hamburg Airport

Einige Flugzeug-Liebhaber kämpfen um die Rettung des historischen Museumsfliegers, eine Boeing 707 der Lufthansa.

Hamburg. Für viele Flugzeug-Liebhaber war es eine traurige Nachricht, als der Flughafen Hamburg am vergangenen Donnerstag verkündete, seinen Museumsflieger verschrotten zu lassen. Wegen der durch die Corona-Krise schwierigen wirtschaftlichen Situation falle die ausgediente Boeing 707 der Lufthansa der geplanten Kostensenkung zum Opfer, teilte der Helmut-Schmidt-Airport mit.

Warum der Museumsflieger verschrottet wird

Das historische Langstreckenflugzeug, das seit mehr als 21 Jahren für eine beeindruckende Kulisse (unter anderem für Film- und Fernsehproduktionen) am Rande des Flughafens in Fuhlsbüttel sorgt, koste jährlich einen vierstelligen Betrag. Und dieser Unterhaltungsaufwand sei dem Airport in Zukunft zu hoch. Eine Erklärung, die offenbar nicht allen Fans des Museumsfliegers genügte.

Und so erreichten den Flughafen Hamburg nach eigenen Angaben mehrere Nachfragen, wieso, weshalb und warum die Boeing 707 denn nun verschrottet werde. Die Hoffnung der Flugzeug-Liebhaber: Kann der Museumsflieger nicht doch noch gerettet werden? Die simple Antwort des Airports lautet: Nein.

Kosten für Museumsflieger schreckten Interessenten ab

„Um eine Lösung zu finden und die 707 fachgerecht erhalten zu können, stand der Flughafen über Monate mit rund einem Dutzend Interessierten – von Einzelpersonen über Luftfahrtenthusiasten-Initiativen bis hin zu Museen – in Kontakt", teilte der Flughafen auf Twitter mit. Ähnliche Worte wurden bereits gewählt, als das Aus für den Jet vor einer Woche bekannt gegeben worden war. Aber offenbar sah sich der Airport nun gezwungen, sich noch einmal über die sozialen Netzwerke an die vielen mit Fragezeichen zurückgelassenen Fans des Fliegers zu wenden.

Ergänzend zu den bisher bekannten Angaben fügte der Flughafen hinzu, dass alleine die Transportkosten des Fliegers im sechsstelligen Bereich lägen. Dies schreckte die Interessenten ab. „Letztlich konnte keine Lösung gefunden werden. Dies lag vor allem an den steigenden Unterhaltungskosten und sehr hohen Transportkosten, die mit dem Erhalt verbunden sind und durchaus in einen mittleren sechsstelligen Bereich fallen können."

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Abschließend heißt es in der über Twitter kommunizierten Erklärung: „Der Standort im Flughafen-Sicherheitsbereich war für den Übungsbetrieb unerlässlich, lässt aber keinen regelmäßigen Besuchsverkehr zu. Aus diesen Gründen hat sich der Flughafen zu diesem Schritt entschieden und die Verwertung der B707 bereits in Auftrag gegeben."

Ob den Liebhabern des Museumsfliegers diese Erläuterung diesmal ausreicht, bleibt abzuwarten.

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