35 Einzelzimmer

Obdachlose in Hamburg: Winternotprogramm ausgeweitet

Obdachlose liegen in Hamburg bei Temperaturen um den Gefrierpunkt zwischen Decken und Matratzen.

Obdachlose liegen in Hamburg bei Temperaturen um den Gefrierpunkt zwischen Decken und Matratzen.

Foto: dpa

Von Montag an soll es mehr Übernachtungsmöglichkeiten für Obdachlose mit besonderen psychischen und physischen Beeinträchtigungen geben.

Hamburg. Das Winternotprogramm der Stadt Hamburg bietet von Montag an zusätzliche Übernachtungsmöglichkeiten für Obdachlose an. Neben den bestehenden Möglichkeiten können an dem neuen Standort bis zu 35 Personen mit besonderen psychischen und physischen Beeinträchtigungen einzeln untergebracht werden, wie die Sozialbehörde am Sonntag mitteilte. Das zusätzliche Angebot richtet sich demnach speziell an obdachlose Menschen, die das Winternotprogramm aufgrund ihrer Beeinträchtigungen nicht in Anspruch nehmen und weiterhin auf der Straße leben.

Nach Angaben der Behörde gibt es in allen Standorten des Winternotprogrammes freie Kapazitäten. Es wird demnach derzeit von 659 Menschen genutzt, die Auslastung liegt bei 73 Prozent (Stand 29. Januar).

Lesen Sie auch:

Winternotprogramm: Freie Plätze an allen Standorten

Zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr waren es in den damals zwei Standorten insgesamt 563 Nutzerinnen und Nutzer, das war eine Auslastung von 86 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr nehmen damit mehr Menschen die Hilfe des Winternotprogrammes in Anspruch, während die Auslastung wegen zusätzlich geschaffener Plätze zugleich geringer ist.

Die Stadt finanziert nach eigenen Angaben für obdachlose Menschen das Winternotprogramm im Umfang von etwa zehn Millionen Euro von November bis März. Zudem gibt es ganzjährig ein umfassendes Hilfesystem mit Straßensozialarbeit, Beratungsstellen, Fachstellen für Wohnungsnotfällen und weiteren Institutionen.

( dpa )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Hamburg