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HT-16-Streit: Hans-Jürgen Schulke will vermitteln

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Die HT 16 ist der älteste Sportverein der Welt.

Die HT 16 ist der älteste Sportverein der Welt.

Foto: Andreas Laible / FUNKE Foto Services

Ehemaliger Sportamtschef Prof. Hans-Jürgen Schulke erklärt seine Bereitschaft zur Mediation im Konflikt.

Hamburg. Im Streit bei der HT 16 will der frühere Sportamtschef Prof. Hans-Jürgen Schulke vermitteln. Wie berichtet, erhebt die Initiative „Pro HT 16“ massive Vorwürfe gegenüber der Vereinsführung. Vorstand und Geschäftsführung sprechen von „Falschaussagen und Unterstellungen“.

„Ich stehe grundsätzlich für eine Mediation bereit, weil es mir um einen konstruktiven Dialog über die Weiterentwicklung des einzigartigen Stadtteilprojekts der HT 16 geht“, sagte Schulke dem Abendblatt: „Das habe ich der Initiative nach ihrer Absage mitgeteilt, aber keine Antwort und Begründung erhalten.“ Eine Mediation setze allerdings „voraus, dass die Initiative verlässlich bei Absprachen ist, persönliche Angriffe und Unterstellungen unterlässt, vor allem die Beschlüsse der Vereinsgremien akzeptiert“.

Vorwurf von Scheinbeschäftigung

Im Verein gebe es, so Schulke, „erhebliche Verärgerung insbesondere bei den Mitgliedern, die über Jahre am Neuaufbau der HT 16 erfolgreich mitgewirkt haben“. Die Initiative hatte die Bereitschaft zu einer Mediation widerrufen, da der Vorstand aus ihrer Sicht weitere personalrechtliche Schritte gegenüber Mitarbeitern eingeleitet habe. Zudem sei die Initiative diffamiert worden.

In dem Streit war es unter anderem um den Vorwurf von Scheinbeschäftigung gegangen. So habe man versucht, Urlaubstage und Überstunden einer Mitarbeiterin einer Tochtergesellschaft über 450-Euro-Verträge der Vereins-Kita Hammer Trolle abzugelten. Laut Geschäftsführer Andreas Wolff handele es sich dabei aber nicht um 1400, sondern 400 Überstunden. Unterdessen stellten sich der Ehrenvorsitzende Hans-Jürgen Kopka sowie die Abteilungsleiter von 15 Sparten vor Wolff und die Vorstände André Nöbbe und Klaus Königseder: „Ihr intensiver Einsatz hat unsere volle Anerkennung.“

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Es sei bedauerlich, „dass eine kleine Initiative jetzt mit zum Teil lang geklärten Problemen, Verdächtigungen und Unterstellungen an die Öffentlichkeit tritt und den offenen Austausch unter einer neutralen Person oder in den Vereinsgremien ablehnt“. Stattdessen wolle ein Teil der Initiative „offenbar Führungspositionen im Verein übernehmen“. Dabei seien manche gar nicht im Verein. Die Initiative sieht das anders: „Uns geht es allein um die HT 16. Wir wollen, dass Werte wie Gemeinschaft, Engagement, Tradition und Loyalität wieder im Vordergrund stehen und nicht die Interessen Einzelner.“

( pw )

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