Bauprojekte

Arbeiten auf Hamburgs Großbaustellen laufen nach Plan

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Ulrich Gaßdorf
Das Bauprojekt „Westfield“ in der HafenCity.

Das Bauprojekt „Westfield“ in der HafenCity.

Foto: Marcelo Hernandez

Einkaufszentrum in HafenCity 2023 fertig. „Johann Kontor“ mit leichter Verzögerung. Corona bereitet Bauherren Probleme.

Hamburg. Die Arbeit auf den Großbaustellen in Hamburg läuft im zweiten Corona-Lockdown auf Hochtouren, aber natürlich müssen die Bauherren sehr viel mehr Aufwand betreiben, um in Zeiten der Pandemie den Betrieb aufrechtzuhalten. In der HafenCity entsteht das XXL-Einkaufsquartier Westfield Hamburg-Überseequartier.

Dem Abendblatt sagte Dirk Hünerbein, Entwicklungschef für Deutschland von Unibail-Rodamco-Westfield. „Die Arbeiten auf der Baustelle schreiten derzeit planmäßig sowie unter gewissenhafter Berücksichtigung sämtlicher Sicherheits-, Schutz- und Hygienemaßnahmen voran. Wir planen weiterhin eine Fertigstellung bis Ende 2023.“ Zu den Maßnahmen auf dem Baufeld, auf dem rund 290 Menschen arbeiten, gehören laut Hünerbein unter anderem „Kontaktregeln und Sicherheitsabstände sowie eine Kontaktvermeidung zwischen verschiedenen Teams beziehungsweise Arbeitsgruppen. Außerdem gilt eine Maskenpflicht in geschlossenen Räumen auf der Baustelle.“ Vor dem Betreten des Areals, wird mit einem mobilen Gerät die Körpertemperatur gemessen.

In Einzelfällen werden Corona-Schnelltests durchgeführt

In der Innenstadt wird das neue Deutschlandhaus am Gänsemarkt gebaut. Bis Ende 2022 entsteht hier ein Gebäudekomplex mit Büroflächen, Wohnungen, Gastronomie und Einzelhandel . „Die Corona-Pandemie hat auf die Deutschlandhaus-Baustelle bislang überhaupt keine Auswirkungen“, sagte Guido Wiese, Geschäftsführer vom Bauherrn ABG Development. ​Zu den Schutzmaßnahmen gehören „die Aufstellung von zahlreichen Hygienestationen in den Containern und auf der Baustelle sowie die Aufstellung zusätzlicher Container und die Anmietung von zusätzlichen Sondernutzungsflächen im öffentlichen Raum, um die gebotenen Abstandsregeln ausnahmslos einzuhalten“, so Wiese. ​

Ein weiteres Großprojekt ist das neue Quartier Johann Kontor am Klosterwall. Auf dem ehemaligen Areal der City-Hochhäuser wird bis Ende 2023 ein Mix aus 146 Wohnungen, einem Vier-Sterne-Hotel und 15.500 Quadratmeter Fläche für Büros, Einzelhandel und Gastronomie errichtet. „Wir haben auf dieser Baustelle bislang keinen Covid-Fall gehabt. Wenn es Verdachtsfälle gibt, werden sofort die notwendigen Quarantänemaßnahmen eingeleitet. Außerdem werden in Einzelfällen auch Corona-Schnelltests durchgeführt“, sagte Jan Petersen, Geschäftsführer der Aug. Prien Immobilien.

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„Wir haben zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um die Bauarbeiter zu schützen. So wurde die Zahl der Arbeiter in der Baugrube reduziert. Dadurch haben wir eine Zeitverzögerung von drei bis vier Wochen, die wir hoffentlich im Sommer aufholen können“, so Petersen. Es wird wenn möglich Abstand gehalten und Maske getragen. Da wir noch nicht im Rohbau sind, finden alle Bauarbeiten unter freiem Himmel statt und aktuell sind nur 21 Bauarbeiter im Einsatz.“ Auch die Zahl der Büro- und Aufenthaltscontainer auf der Baustelle wurde aufgestockt. „So halten sich in diesen Räumen statt sechs nur noch maximal drei Personen gleichzeitig auf, Plastiktrennwände wurden aufgestellt. Baubesprechungen werden in der Regel per Videokonferenz abgehalten.“

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