Corona-Krise

Reisebüros in Not: Ein Protokoll des Niedergangs

| Lesedauer: 16 Minuten
Klaus-Peter Sydow in seinem Reisebüro an der Großen Bergstraße in Altona.

Klaus-Peter Sydow in seinem Reisebüro an der Großen Bergstraße in Altona.

Foto: Michael Rauhe

Klaus-Peter Sydow hatte eine gut gehende Agentur. Seit fast einem Jahr kämpft er nun Tag für Tag darum, nicht den Mut zu verlieren.

Hamburg. Diese Geschichte beginnt an einem warmen Sommertag im August. Ein Tag, an dem das Virus weit weg zu sein scheint. In den Freibädern wird geplanscht, die Restaurants haben wieder geöffnet. Genau wie Fitnessstudios und der Einzelhandel. Alles fast wie früher. Manche sagen, es würde sich irgendwie normal anfühlen.

Bei all dem Geplansche und Shopping und bei all den Sommerdrinks mit Freunden im Restaurant könnte man fast vergessen, dass es viele Menschen gibt, für die der Ausnahmezustand seit dem ersten Lockdown geblieben ist. Einer von ihnen ist der Hamburger Klaus-Peter Sydow.

Der 54-Jährige betreibt ein Reisebüro an der Großen Bergstraße in Altona, und an diesem schönen Abend im August sagt er: „Wenn das bis Jahresende nicht besser wird, weiß ich nicht, ob ich es schaffen werde.“

Die Corona-Pandemie hat seinen Betrieb, nein, die gesamte Reisebranche, mit voller Wucht getroffen. Von einem Tag auf den anderen ging nichts mehr. Nun mag manch einer sagen: Sind Reisebüros nicht eh ein Auslaufmodell? Ja, vielleicht.

Aber das Reisebüro Sydow war vor der Krise keineswegs in Schieflage. Sydow hat das Reisebüro vor Jahren von seiner Mutter übernommen, hat das Geschäft von der Pike auf gelernt und wollte nie etwas anderes machen. Das Reisebüro Sydow lebt von seinen Stamm- und Firmenkunden und von vielen jungen und älteren Menschen im Viertel, die zum Teil seit Jahren zuerst bei Mama Sydow und jetzt bei Sohn Klaus-Peter ihre Reisen buchen. Von seiner Mutter hat Sydow auch gelernt, wie wichtig es ist, Rücklagen zu bilden, sagt er. „Ohne die wäre ich jetzt schon pleite.“

Das Abendblatt hat das Reisebüro in den vergangenen Wochen und Monaten regelmäßig besucht und dokumentiert, wie es ist, in einer Branche zu arbeiten, die eigentlich fürs Abheben zuständig ist – und die seit nunmehr fast einem Jahr am Boden liegt.

22. Oktober 2020

Klaus-Peter Sydow hat seiner Auszubildenden einen Stift gleich heute Morgen in die Hand gedrückt und sie gebeten, die guten Neuigkeiten auf ein Plakat zu schreiben: Die Kanaren sind kein Risikogebiet mehr. Seit gestern ging das Gerücht in der Reiseszene schon herum und Sydow ist sichtlich erleichtert, dass heute nun wirklich Klarheit herrscht. „Für uns sind die Kanaren ein entscheidender Faktor, denn viele unserer Kunden verbringen die Wintermonate zum Teil oder sogar ganz auf den Kanaren.“ Und zuletzt seien viele sehr vorsichtig gewesen. „Die Kunden sind verunsichert“, sagt Sydow. Denn: Während die Inzidenz auf den Kanaren nun auf unter 50 gesunken ist, steigen die Zahlen in Deutschland rasant an. Die Inzidenz liegt inzwischen bei 56. Viele fragen sich: „Nehmen die uns überhaupt, wenn hier die Zahlen so hoch sind?“ Sydow zuckt mit den Schultern. „Im Moment sieht es gut aus, aber wer weiß schon, wie es übermorgen ist?“

Klar ist: Die Kanaren – das könnte die Rettung sein. Denn ansonsten gibt es einfach nichts mehr. Das Einzige, was zuletzt überhaupt noch etwas nachgefragt war, sei Griechenland gewesen, weil hier kein Corona-Test bei der Rückreise und auch keine Quarantäne bei Heimkehr nötig waren. Doch die Griechenland-Saison ist inzwischen vorbei.

Nach einer Weile ist die Auszubildende fertig mit dem Plakat. In roter Schrift steht nun an der Großen Berg­straße: „Reisewarnung für die Kanaren aufgehoben.“ Sydow blickt hoffnungsvoll auf den Aufsteller. „Das wäre schon wirklich wichtig, dass das jetzt klappt“, sagt er. Denn auch für das nächste Jahr buche im Moment noch niemand seinen Urlaub. „Dabei würde das normalerweise eigentlich in diesen Tagen losgehen.“

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13. November 2020

Klaus-Peter Sydow stöhnt. „Es ist einfach deprimierend.“ Die ganz große Nachfrage nach einem Urlaub auf den Kanaren ist ausgeblieben, und seit gestern steht nun fest, dass sich die Passagiere vor Abflug testen lassen müssen. „Das schreckt einfach viele ab“, sagt Sydow. „Zumal die Tests mit rund 100 Euro nicht gerade günstig sind. Von den wenigen Buchungen, die wir hatten, wurden schon jetzt 30 Prozent storniert.“ Die Bilanz der letzten Wochen: Vier Buchungen für Gran Canaria, Fuerteventura, Teneriffa und Gomera. „Das ist einfach zu wenig.“ Zwei Interessenten gibt es gerade noch, da könnte noch was gehen. Einmal Seychellen, einmal Kuba. Aber Sydow macht sich wenig Hoffnung.

Seine feste Mitarbeiterin hat er schon vor Wochen in Kurzarbeit geschickt, die Öffnungszeiten „angepasst“, wie es so schön heißt. „Es gibt einfach zu wenig zu tun“, sagt Sydow. „Das Einzige, was ich machen kann ist, den Papierkram für die zweite Überbrückungshilfe zu erledigen.“ Was das konkret heißt: Alle abgesagten Reisen dokumentieren und errechnen, wie viel Provision somit fehlt. Bei Klaus-Peter Sydow kommen ein paar Hundert Vorgänge zusammen. Was es sonst zu tun gibt? „Wenn die Kunden nicht von selbst absagen, muss ich sie in diesen Tagen oft anrufen und mitteilen, dass ihre Reise gecancelt wurde. Davon betroffen sind auch Kreuzfahren.“

Vor einer guten Woche hat Schleswig-Holstein Kreuzfahrten ab Kiel verboten, mehrere Reisen, die in diesen Tagen starten sollten, wurden abgesagt. „Davon waren auch einige meiner Kunden betroffen“, so Sydow. Kurz hat der 54-Jährige überlegt, ob er auch seine Auszubildende in Kurzarbeit schicken soll. „Aber ich finde das einfach nicht fair“, sagt er. „Mir tut es ohnehin schon leid, dass sie in der Ausbildung schon seit Wochen kaum etwas lernt“, sagt er. „Ich kann ihr ja gerade nichts anderes beibringen als Reisen zu stornieren.“ An manchen Tagen stehen sie sich nun die Beine in den Bauch. „Manchmal kommen pro Tag fünf Kunden, manchmal keiner.“

Einziger Mutmacher: „Manchmal kommen Stammkunden und bringen kleine Trostbringer, selbst gebackenen Kuchen oder eine andere Kleinigkeit vorbei.“ Kleine Gesten wie diese seien in diesen Zeiten sehr wichtig. „Es gibt Tage, an denen ich schon morgens zweifle, ob sich das alles noch so lohnt. Aber ich fühle mich einfach verpflichtet, hier Präsenz zu zeigen.“ Das ist das A und O, glaubt Sydow. Wenn die Leute denken, dass man aufgegeben hat, dann wäre es vorbei. „Ich muss einfach geöffnet haben, solange es geht. Auch wenn das im Moment heißt, dass ich keinen Gewinn mache und nur von den Ersparnissen lebe.“ Die Frage ist nur, wie lange das noch geht. Am Montag wollen die Ministerpräsidenten der Länder mit der Kanzlerin beraten, ob der „Lockdown light“, der seit Anfang November in Deutschland gilt, etwas gebracht hat. Derzeit gilt: Man darf sich nur noch mit Menschen eines weiteren Haushaltes treffen, Restaurants haben geschlossen, der Einzelhandel aber bleibt unter Auflagen geöffnet. Noch.

9. Dezember 2020

Selbst zum Aufräumen gibt es jetzt nichts mehr. Inzwischen hat Klaus-Peter Sydow alles sortiert und ausgemistet, was sich in den vergangenen Jahren angesammelt hat. Ansonsten gibt es kaum etwas zu tun. Sydow hat die Öffnungszeiten also erneut reduziert. Er hat jetzt nur noch von 11 bis 16 Uhr geöffnet. Und die Reiseveranstalter? Die locken mit Rabatten und super flexiblen Stornierungsmöglichkeiten. Wer jetzt seine Reise für irgendwann bis Oktober bucht, der kann vorher bei vielen kostenfrei stornieren. „Solche Angeboten heißen übersetzt im Grunde einfach, dass es überhaupt nicht läuft“, so Sydow. Selbst die Inlandsreisen sind inzwischen quasi auf Null, genau wie die Geschäftsreisen, die ebenfalls weitestgehend weggebrochen sind. Insbesondere Letzteres ist für das Reisebüro Sydow immer eine wichtige Säule gewesen. Einige Firmen buchen schon seit Jahren die Dienstreise an der Großen Bergstraße. „Das Einzige, was noch ein ganz bisschen läuft, sind die Kanaren“, sagt Sydow. ‚Ein ganz bisschen‘ heißt übrigens ganz konkret: eine Buchung vor etwa zwei Wochen. Dennoch stellt Klaus-Peter Sydow jeden Tag aufs Neue den Aufsteller mit den Kanaren nach draußen. „Es ist ja faktisch das Einzige, was wir bewerben können“, sagt er.

Es sind noch wenige Tage bis zu den Feiertagen und Silvester. Grund zum Feiern gibt es wenig, außer vielleicht, dass dieses verdammte 2020 bald ein Ende hat.

Wie in jedem Jahr wird das Reisebüro Sydow am Jahresende Betriebsferien machen und nur eine telefonische Rufbereitschaft anbieten. Der Plan ist, am 4. Januar wieder zu öffnen – zumindest, wenn er darf. „Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass die Stimmung im Land mit den Impfungen wieder besser wird, die Reiselust steigt, aber wir geschlossen haben müssen und das gesamte Geschäft an den Online-Handel abgeben müssen“, fürchtet Sydow.

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14. Dezember 2020

„Alles gestrichen, alles gecancelt“, sagt Klaus-Peter Sydow zum wiederholten Mal zu seinem ersten Kunden heute. Ein Westafrikaner, der über Weihnachten gern nach Hause zu seiner Familie möchte, sitzt vor Sydow und lässt den Kopf in seine Hände sinken. Langsam scheint er zu begreifen: Das wird nichts werden. Sydow checkt dennoch jede Möglichkeit, seine Finger fliegen über die Tastatur, seine Augen scannen Regelungen, Verbindungen, Verfügbarkeiten. Immer wieder schüttelte er den Kopf.

Ein paar Meter weiter neben Sydows Schreibtisch zeugen an die Post gepinnte Postkarten von anderen Zeiten. Reisebürokunden haben sie geschickt. Aus England, Las Vegas, Neuseeland, Lissabon, Madeira. Aus der ganzen Welt. An die letzte Karte kann sich Klaus-Peter Sydow nicht erinnern. Und wann die nächste kommen wird, ist derzeit so unklar wie lang nicht. In zwei Tagen wird Deutschland und Hamburg in den zweiten harten Lockdown geschickt. Für Sydow heißt das: dicht machen. Mal wieder. Aber dieses Mal haut es ihn nicht um. „Ich war ja darauf vorbereitet“, sagt er. Und selbst, wenn er öffnen dürfte: „Was soll ich denn verkaufen im Moment? Es gibt letztlich gerade nur eine Handvoll Flugverbindungen. Ein paar wenige innerdeutsche und einige Flüge auf die Kanaren. Das war‘s.“ Sydow öffnet die Tür seines Reisebüros, stellt sich in den Einfang und raucht eine Zigarette. Draußen ist jede Menge los. Letzte Einkäufe vor Weihnachten, bevor alles dicht macht.

Eine Schlange vor der Post, eine Schlange vor Ikea, eine Schlange vor dem Buchladen nebenan. Im Reisebüro Sydow ist einfach nur Ruhe. Nur die Kaffeemaschine tuckert. Dann plötzlich klingelt doch einmal das Telefon: Eine Kundin ruft an und will etwas Außergewöhnliches, und zwar: eine Reise verlängern. Die ältere Dame sagt, sie befinde sich mit ihrem Mann bei traumhaften 20 Grad auf Gran Canaria, die Inzident liege dort bei 18 und sie wisse nicht, warum sie zurückfliegen sollte. Und so verlängert Klaus-Peter Sydow und legt den Rückflug auf Mitte Januar. „Kann man ja verstehen“, sagt Sydow. Er selbst will die nächsten Tage dafür nutzen, die letzten Unterlagen für die Überbrückungshilfe II herauszusuchen und dann endlich abzuschicken. Klar ist: „Ohne das Geld schaffe ich es auf keinen Fall.“ Und mit dem Geld? „Das weiß ich nicht.“

Entscheidend wird die Überbrückungshilfe III sein, glaubt Sydow. „Da ist noch unklar, wie hoch diese sein wird und wonach sie sich bemisst.“ Bei den ersten Hilfen konnte Sydow zu den Fixkosten noch die abgesagten Reisen beziehungsweise die ausgefallenen Provisionen anrechnen lassen. „Das hat gut funktioniert, weil ja noch etwas im Bestand war, das überhaupt abgesagt werden konnte. Aber jetzt sind meine Buchungssysteme leer. Und nichts von nichts ist eben nichts. Eigentlich müsste es eine zusätzliche Soforthilfe geben“, sagt er. Sydow sieht etwas erschöpft aus an diesem Morgen: „Ich habe alle Szenarien im Kopf. Und eins davon ist eben auch, dass noch alles gut werden kann und dass alles schnell besser wird und mir die Leute im Frühjahr die Bude einrennen.“ Aber bis dahin sind es noch ein paar Wochen hin. Und bis dahin fällt der Lockdown erst mal in eine klassisch starke Buchungszeit. Wieder ein Geschäft, das das Reisebüro Sydow nicht machen wird. Wie lange es nicht reicht? Sydow ist unentschlossen. Nur eines wisse er ganz sicher. „Wenn ich an meine private Altersvorsorge gehen muss, um das Geschäft zu retten, dann mache ich das nicht mehr mit. Da ist die Grenze.“

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5. Januar

Jetzt ist es amtlich: Der harte Lockdown dauert bis Ende Januar. Mindestens. Für Sydow bedeutet das: Der Status quo bleibt. Das Reisebüro bleibt geschlossen, der Kundenkontakt läuft ausschließlich telefonisch. An manchen Tagen bedeutet das: bis zu sechs Anrufe am Tag, an anderen null.

Sydow findet: „Wenn es schon wenig zu tun gibt, dann kann ich ja zumindest versuchen, das Beste daraus zu machen.“ Das heißt: Die erneute Zwangsauszeit nutzen, um einmal wirklich runterzukommen. Spazieren gehen, lesen, entspannen. Und wenn es dann mal wirklich gelingt mit dem Abschalten, dann vergisst er manchmal fast, dass die Corona-Infektionszahlen ein neues Rekordhoch erreicht haben, dass es inzwischen nicht nur Risikogebiete, sondern auch Hochrisikogebiete gibt und dass statt mit einem Ende des Lockdowns eher mit einer weiteren Verschärfung der Regeln zu rechnen ist. Dennoch sagt Sydow: „Ich kann und will die Hoffnung nicht aufgeben, dass noch alles gut wird. Es wird einen Nachholbedarf geben, das kann noch ein gutes Jahr werden“, sagt er. Es klingt optimistisch, aber auch ein bisschen wie ein Mantra. „Wenn mir keiner das Gegenteil beweist, bringt es ja nichts, wenn ich pessimistisch bin“, findet er.

Außerdem sei ihm in diesen Tagen vieles bewusst geworden. Zum Beispiel, dass die Puste immer etwas länger reicht, als man es je für möglich gehalten hat. Und dass das auch etwas ist, worauf man noch lange stolz sein kann. Auch dann, wenn das alles irgendwann hoffentlich vorbei sein wird und die Städte- und Ländernamen auf den Postkarten an seiner Pinnwand nicht mehr nach Risikogebieten klingen, sondern ganz einfach nach Urlaub.

Hamburgs Corona-Regeln:

Die aktuellen Corona-Regeln für Hamburg im Überblick

  • Alle Regeln, die im Rahmen der Eindämmungsverordnung bis zum 10. Januar gelten sollten, werden grundsätzlich bis zum 14. Februar verlängert – ein Großteil des Einzelhandels bleibt geschlossen, bestellte Waren dürfen aber abgeholt werden. "Körpernahe Dienstleistungen" wie Friseure, Nagel-, Massage- und Tattoo-Studios dürfen nicht angeboten werden. Auch Kultur- und Freizeiteinrichtungen bleiben geschlossen, Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit bleibt verboten.
  • Kontaktregeln Angehörige eines Haushalts dürfen sich nur noch mit einer weiteren Person treffen. Ausnahmen für Kinder gibt es nicht.
  • Die Maskenpflicht wird angepasst: Stoffmasken reichen in den meisten Fällen nicht mehr aus. Stattdessen müssen medizinische Masken (mindestens OP-Masken, auch FFP2- oder KN95-Masken sind möglich) getragen werden. Bis zum 1. Februar gilt eine Übergangsphase, danach werden Verstöße mit Bußgeldern geahndet.
  • Kitas und Schulen: Die Präsenzpflicht an den Schulen bleibt aufgehoben, stattdessen soll so weit wie möglich Distanzunterricht gegeben werden. Kinder sollen – wann immer möglich – zu Hause betreut werden. Die Kitas wechseln in die "erweiterte Notbetreuung". Die privat organisierte Kinderbetreuung in Kleingruppen bleibt gestattet.
  • Arbeitgeber sind angehalten, so weit wie möglich ein Arbeiten von zu Hause aus zu ermöglichen. Zusätzlich soll eine neue Bundesverordnung Arbeitgeber dazu verpflichten, Homeoffice anzubieten, so weit das möglich ist. Betriebskantinen dürfen nur öffnen, wenn sie für den Arbeitsablauf zwingend erforderlich sind.
  • Sollte die Sieben-Tage-Inzidenz auf einen Wert über 200 steigen, müsste eine Ausgangsbeschränkung erlassen werden, die den Bewegungsradius auf 15 Kilometer rund um den Wohnort einschränkt. Wie genau diese Regel in Hamburg angewandt würde, ist noch nicht bekannt – der Senat will darüber entscheiden, sollte sich die Inzidenz dem Grenzwert annähern.
  • Senioren- und Pflegeeinrichtungen sollen mehrmals pro Woche Personal und Besucher testen. Das war in Hamburg schon verpflichtend und gilt nun bundesweit.
  • Zwei-Test-Strategie bei Reiserückkehrern aus Risikogebieten: Ein Corona-Test direkt nach der Einreise ist verpflichtend, die zehntägige Quarantäne kann frühestens fünf Tage nach der Einreise durch einen weiteren Test verkürzt werden. Die Kosten für die Tests werden nicht übernommen.

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