Verkehr in Hamburg

Mehr Platz für Radfahrer: Altona will Fahrbahnen reduzieren

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Altonas Bezirksamtsleiterin Stefanie von Berg (Archivbild).

Altonas Bezirksamtsleiterin Stefanie von Berg (Archivbild).

Foto: Roland Magunia / HA

Bezirksamtsleiterin Stefanie von Berg kündigt an, Fahrbahnen deutlich zu reduzieren. Fußgänger und Radfahrer sollen profitieren.

Hamburg. Im westlichen Altona soll es offenbar auf den großen Verkehrsachsen langfristig deutlich weniger Platz für den motorisierten Verkehr geben - zugunsten von Rad- und Fußwegen. Das kündigte Altonas Bezirksamtsleiterin Stefanie von Berg (Grüne) jetzt an. Schon seit einigen Jahren wird die Randbebauung dieser so genannten Magistralen überall in Hamburg vorangetrieben. Dabei ging es, wie berichtet, bislang vor allem darum, einfache Einzelhäuser durch moderne Mehrfamilienhäuser zu ersetzen und so mehr Wohnraum zu schaffen. Schwerpunkte in Altona sind unter anderem Osdorfer und Sülldorfer Landstraße sowie Luruper Hauptstraße.

Doch Berg will nun erreichen, dass das unmittelbare Umfeld der Neubauten besser als bisher an die veränderte Wohnsituation angepasst wird. Dazu sollen die Hauptstraßen auf jeden Fall eigene Busspuren bekommen, sagte von Berg NDR 90,3. Ganz generell sollten die Fahrbahnen für den Autoverkehr reduziert werden, um mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger zu schaffen. Es müsse auch dort eine Verkehrswende mit einer „deutlich anderen Aufteilung des Verkehrsraums“ geben, so von Berg auf ihrer Facebook-Seite.

Hauptstraßen sollen abwechslungsreiche Orte mit Grünanlagen und Einzelhandel sein

Die Hauptstraßen, die bislang nicht oder kaum verengt wurden, sollten aus Sicht von Bergs nicht zu „Straßenschluchten“ verkommen, vielmehr sollten sie abwechslungsreiche Orte mit Grünanlagen und Einzelhandel sein. Zu diesem Konzept gehöre es auch, die Zahl der Längs-Parkplätze an den Magistralen zu reduzieren. Es gehe darum, nicht nur zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, sondern dabei auch deutlich Lebensqualität zu gewährleisten“, so von Berg zum Abendblatt.

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„Ein hohes Maß an Pkw bedeutet eben auch ein hohes Maß an Feinstaub und Lärm. Das wollen und das müssen wir ändern.“ Von Berg verwies darauf, dass es ein Ziel der Magistralenbebauung sei, dem Zuzug in den städtischen Bereich neue Dynamik zu verleihen. „Die Menschen dort sollen die Möglichkeit haben, sich lokal zu versorgen – von der Kita bis zu Arztpraxen.“ Bei der Wohnbebauung verfolgt von Berg das Ziel einer „qualitätsvollen und klimagerechten Stadtentwicklung“.

Nun sollten die dazu gehörenden Flächen entsprechend aufgewertet werden. Im Oktober 2017 hatte Rot-Grün beschlossen, entlang der Hauptverkehrsstraßen gezielt Flächen mit Nachverdichtungspotenzial zu finden und deren Entwicklung voranzutreiben. In anderen Bezirken wird das Magistralenkonzept unter anderem an der Hoheluftchaussee (Eimsbüttel), der Wandsbeker Zollstraße (Wandsbek) und der Hamburger Straße (Hamburg Nord) umgesetzt.

( schmoo )

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