Gotteshaus

Liberale Jüdische Gemeinde begrüßt Rettung der Tempelruine

Wolfgang Kopitzsch,  Miriam Rürup, Galina Jarkova und Michael Batz setzten sich für den Erhalt der Tempelruine Poolstraße ein.

Wolfgang Kopitzsch, Miriam Rürup, Galina Jarkova und Michael Batz setzten sich für den Erhalt der Tempelruine Poolstraße ein.

Foto: Andreas Laible / Andreas Laible / FUNKE Foto Services

Der Tempel in der Poolstraße gilt als Ausgangspunkt des liberalen Judentums – Hamburg rettet ihn vor weiterem Verfall.

Hamburg. Jahrzehntelang hatte die Liberale Jüdische Gemeinde in Hamburg gehofft, dass ihre Tempelruine in der Poolstraße (Neustadt) nicht noch mehr verfällt. Als im vergangenen Jahr bekannt wurde, dass der Besitzer des Grundstücks auf dem Gelände Wohnungen bauen will, schlugen die Gläubigen Alarm.

Nun gibt es ein Aufatmen. Die Liberale Jüdische Gemeinde teilte jetzt mit: „Der Vorstand begrüßt die Entscheidung der Stadt Hamburg, die Ruine der Synagoge (Tempel) Poolstraße zu retten.“ Die Stadt werde damit den Ursprungsort des Liberalen Judentums vor dem Verfall retten, freut sich die Vorstandsvorsitzende der Gemeinde, Galina Jarkova. Dass die Öffentlichkeit wieder Zutritt zu diesem Tempel haben werde, begrüße sie ebenfalls.

Tempelruine kann erhalten werden – Wurzel liberalen Judentums

Wie berichtet, hat der städtische Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen ein Teilgrundstück mit dem ehemaligen Tempel erworben. Der langfristigen Erhaltung der Ruine – Wahrzeichen des liberalen Judentums – steht damit nichts mehr im Wege.

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Der Hamburger Tempelverein, der die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Synagoge im 19. Jahrhundert bauen ließ, gilt als Wurzel des liberalen Judentums, zu dem sich heute etwa 1,7 der weltweit 14 Millionen Juden zugehörig fühlen. Besonders in den USA ist diese Strömung weit verbreitet.

( esh )

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