Verkehr in Hamburg

Gravierende Mängel: Polizei kontrolliert Räder vor Schulen

Ein Polizist kontrolliert einen Radfahrer in Hamburg (Symbolfoto).

Ein Polizist kontrolliert einen Radfahrer in Hamburg (Symbolfoto).

Foto: picture alliance

Erschreckende Bilanz: Kontrolle der Polizei in Hamburg offenbart viele Mängel an Rädern von Schülern, die leicht zu beheben wären.

Hamburg. Immer mehr Menschen sind in Hamburg mit dem Fahrrad unterwegs. Der Radverkehr nahm dieses Jahr gegenüber 2019 um rund sechs Prozent zu. Gleichzeitig stieg die Zahl der Verkehrsunfälle mit Radlern, allein im ersten Halbjahr um 138 auf 1665. Das entspricht einer Zunahme um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

So überrascht es nicht, dass die Polizei in den Herbst- und Wintermonaten ihr Augenmerk insbesondere auf die jungen Radfahrer legt. Drei Wochen lang haben Beamte der Fahrradstaffel Süd mit ihren Kollegen der Verkehrsstaffeln und der Polizeiwachen im Nahbereich von 38 Schulen explizit darauf geachtet, ob die Räder der Schüler verkehrssicher sind.

Kontrolle in Hamburg: Viele Fahrräder von Schülern nicht verkehrssicher

Ergebnis: In vielen Fällen waren sie es nicht. Dabei seien „im Hinblick auf die dunkle Jahreszeit“, so Polizeisprecher Rene Schönhardt, funktionierende Bremsen- und Beleuchtungsanlagen „unabdingbar“. Insgesamt waren während der Aktion 146 Polizisten im Einsatz.

Sie beanstandeten 249 der 1595 kontrollierten Fahrräder, also rund 16 Prozent. Diese hätten „gravierende Mängel“ aufgewiesen, so Schönhardt. Von der Polizei gab es dafür eine „Mängelmeldung“, adressiert an die Eltern der erwischten Schüler. 47 Schülern sei die Weiterfahrt wegen „eklatanter Mängel“ gar untersagt worden.

Polizei: Jugendliche nutzen Beleuchtung am Rad einfach nicht

Bei 160 Rädern hätten kleinere Reparaturen noch vor Ort von den Beamten erledigt werden können. An ihrer mangelnden Einstellung müssen viele Schüler aber offenbar noch arbeiten. Man habe „eine nicht geringe Anzahl an Schülern festgestellt, die zwar über eine funktionierende Beleuchtungseinrichtung verfügten, diese jedoch nicht benutzten“, so Schönhardt.

( dah )

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