Prozess Hamburg

Diebische Haushaltshilfe treibt in Blankenese ihr Unwesen

| Lesedauer: 2 Minuten
Prozess in Hamburg: Eine 40-jährige Haushaltshilfe soll in Blankenese zwei Arbeitgeber bestohlen habe (Symbolbild).

Prozess in Hamburg: Eine 40-jährige Haushaltshilfe soll in Blankenese zwei Arbeitgeber bestohlen habe (Symbolbild).

Foto: picture alliance / dpa Themendienst | Christin Klose

Die 40-Jährige arbeitete in Häusern an der Elbchaussee und am Hilgendorfweg. Doch dort soll sie nicht nur Staub gewischt haben.

Hamburg. Augen auf bei der Wahl der Haushaltshilfe: Familien aus Blankenese hatten eine heute 40-Jährige als Haushaltshilfe in ihre Häuser gelassen – in dem Glauben, sie erledige ihre Arbeit gewissenhaft. In der Tat schaute sich die Frau ganz genau in den hübschen Räumlichkeiten um. Doch nicht, um für Sauberkeit und Ordnung zu sorgen, sondern um nach wertvollen Gegenständen wie Schmuck Ausschau zu halten.

Am Montag müssen sich die 40-Jährige und ihr Komplize wegen Diebstahls und Hehlerei vor dem Amtsgericht in Altona verantworten. Dazu sollte es bereits vor geraumer Zeit kommen. Doch die ursprünglich angesetzten Hauptverhandlungstermine am 14. Dezember 2020 und 25. Januar 2021 waren aufgehoben worden – der erste Termin wegen "einer vorrangigen Fortsetzung", wie Oberstaatsanwältin Liddy Oechtering mitteilte.

Diebische Haushaltshilfe – Familien in Blankenese Opfer

Der Haushaltshilfe werden zwei Fälle des Diebstahls in der Zeit von September 2017 bis August 2018 vorgeworfen. Aus dem Haus der Familie K., die im Hilgendorfweg wohnt, soll sie während ihrer Arbeitszeit eine Kaschmirmütze und Stiefel der Marke Panama Jack im Gesamtwert von 520 Euro gestohlen haben.

Auch bei einer weiteren Geschädigten, die an der Elbchaussee lebt, soll sich die 40-Jährige nicht nur um den Haushalt gekümmert haben. Nach Angaben der Hamburger Staatsanwaltschaft soll die Frau 13 teure Schmuckstücke ihrer Arbeitgeberin im Gesamtwert von 13.800 Euro entwendet haben.

Den wertvollen Schmuck oder zumindest Teile davon überreichte die 40-Jährige offenbar einem 28 Jahre alten Komplizen. Dieser versetzte die Schmuckstücke in einem Pfandhaus in Ottensen. Am 29. Juni 2018 erhielt der Mann dafür 1600 Euro, wie die Staatsanwaltschaft am Freitag mittteilte. Am 10. August kassierte er 1500 Euro für weiteren Schmuck.

( coe )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Hamburg