Verkehr in Hamburg

Holstenstraße bis Hoheluft: Hier ist Anwohnerparken geplant

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Katy Krause
Im Bereich um die Christuskirche in Hamburg soll eine Parkzone eingerichtet werden.

Im Bereich um die Christuskirche in Hamburg soll eine Parkzone eingerichtet werden.

Foto: Sebastian Becht / FUNKE Foto Services

Landesbetrieb prüft, das nächste Gebiet auszuweisen. Umfrage zur Parksituation bis Mitte Dezember. Geplant sind vier neue Zonen.

Hamburg. Nach dem Anwohnerparken ist vor dem Anwohnerparken: Der Landesbetrieb Verkehr (LBV) treibt die Ausweisung von Parkzonen für Bewohner in Hamburg weiter voran. Im Fokus: ein Gebiet westlich von der U-Bahnstation Schlump, das sich von der Holstenstraße bis zur Station Hoheluftbrücke erstreckt.

Eine Auswertung der geparkten Pkw-Kennzeichen liegt bereits vor. Bis Mitte Dezember läuft noch eine Befragung von Anwohnern. Das geht aus einem Informationsschreiben des LBV an Mitglieder der Bezirksversammlung in Altona hervor. Zudem ist der Bezirk Eimsbüttel betroffen.

Anwohnerparken am Schlump: Vier Zonen geplant

Das Gebiet umfasst Straßen zwischen Isebekkanal, Grindelberg, Altonaer Straße, Stresemannstraße, Memellandallee und Fruchtallee. Vorgesehen sind nach derzeitiger Planung vier Zonen:

  • Glücksburger Platz
  • Alsenplatz
  • Weidenallee
  • Kaifu

In den vier Parkzonen würde von 9 bis 20 Uhr die Parkscheinpflicht greifen. Laut LBV leben in dem Untersuchungsgebiet 38.000 Einwohner. 6400 private Pkw stehen hier 6000 vorhandenen Parkflächen gegenüber. Hinzu kommen Autos von Pendlern, die die ÖPNV-Anbindung nutzen.

In Altona war erst vor kurzem, wie berichtet, eine neue Parkzone ausgewiesen worden. Mit einigen Hindernissen. Die Gebiete liegen östlich des Altonaer Bahnhofs und erstrecken sich vom Gerichtsviertel im Norden über Bereiche entlang der Großen Bergstraße und dem Nobistor bis zur Palmaille und dem Fischmarkt an der Elbe im Süden.

LBV: "Durchgehend angespannte Parksituation"

In Eimsbüttel war im September eine neue Parkregelung in Kraft getreten, die eine Zone im Bereich Rothenbaum umfasst. Also unweit der jetzt geprüften Zone. Schon bei der Einführung damals hatten unter anderem die Eimsbütteler Grünen-Fraktion angekündigt, das neue Anwohnerparken im Hamburger Grindelviertel gegebenenfalls auszuweiten – und zwar dann, wenn die Einführung des Bewohnerparkens in den Straßen rund um die Universität und die Musikhochschule dazu führen, dass sich der Parkdruck in den angrenzenden Quartieren erhöht. Dann müsse zügig nachgesteuert werden. Das ist nun der Fall.

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Das LBV kommt zur dem Ergebnis einer "durchgehend angespannten Parksituation mit einer Vollauslastung von überwiegend wochentags 102 Prozent und Sonnabend 99 Prozent."

Nach den bisherigen Befragungen und der Untersuchung vor Ort herrsche demnach eine Nachfrageüberlagerung und ein Konflikt zwischen Dauerparkern von außerhalb sowie Bewohnern. Zudem wäre eine Verdrängung durch das Bewohnerparken im Bereich Sternschanze, Grindelviertel festzustellen.

Das sind die Anwohner-Parkzonen in Hamburg:

  • M100 Großneumarkt
  • M101 Schaarmarkt
  • M102 Cremon
  • M103 Kontorhausviertel
  • M104 Gothaer Weg
  • M105 Billstedt Zentrum
  • M106 Kirchlinden
  • MA201 Wohlers Park
  • MA202 Paulinenplatz
  • MA203 Spielbudenplatz
  • MA204 Hein-Köllisch-Platz
  • N100 Flughafen
  • N101 Flughafenstraße
  • N102 Bergkoppelweg
  • N103 Etzestraße
  • N104 Ahornkamp
  • N105 Olendörp
  • A100 Sternschanze
  • M107 Karolinenviertel
  • E300 Grindelallee
  • E301 Grindelhof
  • E302 Pöseldorf
  • E303 Alsterufer
  • A101 Gerichtsviertel
  • A102 Große Bergstraße
  • A103 Nobistor
  • A104 Palmaille

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