Crowdfunding

Viva-Con-Agua-Ableger produziert Anti-Rassismus-Klopapier

Den Spruch "Rassismus ist für'n Arsch" nimmt das Hamburger Unternehmen Goldeimer wörtlich und will Anti-Rassismus-Klopapier herstellen.

Den Spruch "Rassismus ist für'n Arsch" nimmt das Hamburger Unternehmen Goldeimer wörtlich und will Anti-Rassismus-Klopapier herstellen.

Foto: Justus von Karger

"Rassismus ist für'n Arsch" heißt die Initiative, zu deren Unterstützern Samy Deluxe und Felix Lobrecht gehören. Das steckt dahinter.

Hamburg. "Rassismus ist für'n Arsch" heißt der Slogan einer Initiative des gemeinnützigen Hamburger Unternehmens Goldeimer, das mithilfe einer Crowdfunding-Kampagne Unterstützer und Kapital für die Produktion des ersten Klopapiers gegen Alltagsrassismus sucht.

Insgesamt benötigt das Unternehmen, das bereits seit 2016 in Zusammenarbeit mit Budni und Viva con Agua Recycling-Klopapier verkauft, 225.000 Euro, um im Frühjahr in die Produktion ihrer neuen Idee gehen zu können. Bis Anfang dieser Woche sind bereits 100.000 Euro durch über 2300 Spender zusammengekommen.

Crowdfunding-Kampagne für Klopapier gegen Rassismus

Nicht nur an Spendern, auch an prominenter Unterstützung fehlt es der Initiative #RassismusIstFürnArsch nicht: Sängerin Joy Denalane, der Hamburger Rapper Samy Deluxe sowie Podcaster und Comedian Felix Lobrecht setzen sich für die Aktion ein.

Die Initiative wurde am 16. November von Goldeimer und dem Münchner Rapper Roger Rekless gestartet. "Die Aktion #RassismusIstFürnArsch soll Aufklärungsarbeit leisten – an dem Ort, an dem die Leute ganz mit sich alleine sind", heißt es vonseiten des Unternehmens.

Klopapier soll als "kommunikativer Eisbrecher" dienen

"Wir wollen zum Dialog über Rassismus im Alltag einladen und das Klopapier hierfür als kommunikativen Eisbrecher einsetzen", so Rapper Rekless. Mit jeder verkauftem Packung fließe außerdem Fördergeld in Antirassismus- und Empowerment-Workshops.

Partnerorganisationen sind die Amadeu-Antonio-Stiftung, die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland Bund e.V. sowie das Social Justice Institute München. Dabei sei das ganze Projekt "kostendeckend und nicht profitorientiert angelegt", so Goldeimer.

Palette Anti-Rassismus-Klopapier für 549 Euro

Bis zum 20. Dezember können Supporter bei der Crowdfunding-Kampagne etwa neun Packungen antirassistischem Recycling-Klopapier für 39 Euro oder sogar eine ganze Palette für 549 Euro vorab bestellen und das Projekt so finanziell unterstützen. Parallel können Künstler Vorschläge zur Gestaltung der Verpackung und des Klopapiers einreichen. Eine Jury entscheidet anschließend über die Entwürfe.

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Auch auf Instagram erhält die Initiative bereits viel Unterstützung: Die Band Deichkind nutzt den von Goldeimer zur Verfügung gestellten Beat und rappt gegen Rassismus, OMR-Gründer Philipp Westermeyer stellte seinen Instagram-Account für eine Aktion der Initiative zur Verfügung und Bela B von den Ärzten stellte auf Instagram die Challenge "How to sell Goldeimer-Klopapier fast" vor.