Schifffahrt

Saubere Flusskreuzfahrten ab Hamburg – nun auch ins Ausland

Heiko Buhr ist Chef der Bergedorfer Schifffahrtslinie, die ab Juni 2021 auch Kreuzfahrten nach Amsterdam anbietet (Archivbild).

Heiko Buhr ist Chef der Bergedorfer Schifffahrtslinie, die ab Juni 2021 auch Kreuzfahrten nach Amsterdam anbietet (Archivbild).

Foto: Michael Rauhe

Ab 2021 will ein Anbieter aus Bergedorf Kreuzfahrt-Fans auf Reisen nach Amsterdam schicken – jedoch nicht über die Nordsee.

Hamburg. Die Bergedorfer Schifffahrtslinie bietet ab Juni 2021 "Flusskreuzfahrten der etwas anderen Art" an. Das bedeutet konkret: Eine zehntägige Reise von Hamburg nach Amsterdam auf der nach eigenen Angaben vermutlich umweltfreundlichsten Flusskreuzfahrt Deutschlands.

Umweltfreundliche Kreuzfahrt von Hamburg nach Amsterdam

Wie der Name schon vermuten lässt, führt die Reise nicht, wie normalerweise bei dieser Verbindung üblich, über die Nordsee. Stattdessen fährt das Schiff die 880 Kilometer zunächst binnenwärts auf Elbe und Ems in Richtung der niederländischen Hauptstadt.

"Die Elbe aufwärts geht es auf den Elbe-Seiten-Kanal über das Schiffshebewerk Scharnebeck nach Lüneburg und über den Mittellandkanal, vorbei an malerischen Uferlandschaften nach Hannover und Osnabrück", heißt es in der Beschreibung der Bergedorfer Schifffahrtslinie. Anschließend führt die Reise über den Dortmund-Ems-Kanal an Papenburg vorbei bis in die niederländischen Gewässer und an den Städten Sneek und Zwolle vorbei bis nach Amsterdam.

Flussschiffkreuzfahrt mit umweltfreundlicherem Kraftstoff

Dabei ist das Unternehmen Umweltpartner der Stadt Hamburg und fährt mit dem neuen Kraftstoff GTL Diesel ("Gas to Liquids"). Ein Kraftstoff, der bis zu 90 Prozent weniger Ruß ausstößt und biologisch abbaubar ist, sagt Inhaber Heiko Buhr.

"Zum ungefähren Vergleich: Die Menge an Kraftstoff, die wir an einem Tag verbrauchen, verbraucht ein Kabinenschiff in einer Stunde", sagt Buhr. Nicht zuletzt deshalb bewirbt Buhr sein Unternehmen, die Bergedorfer Schifffahrtslinie, als die umweltfreundlichere Alternative zu den großen Kreuzfahrten. Denn GTL wird in der Schifffahrt bisher wenig eingesetzt. Bei der Premierenfahrt nach Amsterdam will der Inhaber übrigens selbst als Kapitän mit an Bord gehen.