Die Hamburg-Kolumne

Die alternative Weihnachtsfeier: Müll sammeln in Hamburg

Weihnachtsfeier für den guten Zweck: Alexandra von Rehlingen ging mit ihrem Team Müll sammlen.

Weihnachtsfeier für den guten Zweck: Alexandra von Rehlingen ging mit ihrem Team Müll sammlen.

Foto: Alexandra von Rehlingen

Wer in Hamburg eine ungewöhnliche Firmenfeier veranstaltet und wer zusammen ein Album aufgenommen hat? Wir verraten es hier.

Hamburg.  Eine etwas andere Firmen-Weihnachtsfeier hat in dieser Woche PR-Frau Alexandra von Rehlingen mit ihrem Team gefeiert. Statt wie im vergangenen Jahr bei einem gemeinsamen Besuch im Museum der Illusionen und anschließend einem leckeren Essen in der Food- Halle vom Hobenköök eine nette Zeit zusammen zu verbringen, sammelten sie und ihre Kollegen Müll in der Nachbarschaft.

Auf die Idee gebracht haben sie die drei Schwestern Hannah , Lena und Marie Pippert mit ihrer gemeinnützigen Organisation oclean. „Im Sommer wurde ich beim Emotion Award auf die drei aufmerksam“, sagt Alexandra von Rehlingen. „Und jetzt, als klar war, dass wir keine Weihnachtsfeier veranstalten können, kam uns die Idee, in Hamburg ein wenig aufzuräumen.“ Ihr Ziel: Gemeinsam ein bisschen fröhliche Stimmung aufkommen lassen – und dabei etwas Gutes tun. Rund 18 Kilo Müll hat die Agentur in gerade einer Stunde gesammelt.

„Wir hatten alle großen Spaß.“ So viel Spaß, dass Alexandra von Rehlingen eine weitere Aktion für den kommenden Sommer plant. Die Schwestern Pippert haben oclean erst im Sommer 2019 gegründet. Hintergrund: Der meiste Plastikmüll gelangt durch die Flüsse ins Meer. Hamburg mit seinen vielen Wasserwegen hat somit einigen Anteil an der Verschmutzung der Meere. Mit den Aufräumaktionen will oclean die Wasserverunreinigung bekämpfen. Und dazu ermutigen, nicht mehr nur über Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein zu diskutieren, sondern aktiv zu werden. „Das haben wir heute als Agentur getan und hoffen, dass das viele andere inspiriert“, sagt Alexandra von Rehlingen nach der Weihnachtsfeier.

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Die Hamburgerin Bettina Hagen hat viele Talente. Sie war Deutschlands erstes Topmodel, Designerin von Strickmode und Betreiberin des Winterhuder Restaurants 3 Tageszeiten. Außerdem malt sie – und schafft mit ihren fröhlich bunten Bildern seit Jahrzehnten gute Laune beim Betrachter. Als Motiv haben es ihr besonders Fische angetan. Die in dieser Reihe entstandenen Bilder zeigt und verkauft sie jetzt unter dem Motto „Frische Fische“ in der Galerie Heimat Hafen Hamburg (Papenhuder Straße 52, Uhlenhorst).

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Er hat den Hamburger Gründerpreis gewonnen, ist Vorstandsmitglied des Vereins Hamburger Spediteure und engagiert sich in zahlreichen Vereinigungen. Der Hamburger Unternehmer Thomas Hoyer feiert am kommenden Dienstag seinen 70. Geburtstag. Eine rauschende Party verbietet Corona. „Ich gehe meinem gewohnten Tagesablauf nach und freue mich auf ein Abendessen im engsten Familienkreis“, sagte er dem Abendblatt. Hoyer ist seit 40 Jahren in der Logistik-Branche tätig, Firmenpatriarch und Gesellschafter der Hoyer Group, eines Weltmarktführers für Flüssigtransporte. 1986 hatte er den Betrieb von seinem Vater Walter Hoyer übernommen.

Was Walter Hoyer als Ein-Mann-Fuhrunternehmer im Kellerbüro seines Elternhauses in der Börnestraße in Eilbek anfing, ist heute ein Imperium mit 6100 Mitarbeitern in 115 Ländern. „Mein Vater Walter Hoyer hat das Unternehmen in der Trümmerwüste Hamburgs gegründet. Er hatte eine Vision und ein klares Ziel vor Augen. Manchmal denke ich noch heute, was er jetzt wohl sagen würde?“ 2007 wechselte Hoyer in den Beirat und übernahm den Vorsitz des Familienunternehmens. Mit der Firma ist er weiterhin eng verbunden.

„Es ist meine Passion und Herzensangelegenheit“, sagt Hoyer. Er betrachte seine Aufgabe als vollendet, wenn das Unternehmen erfolgreich an die nächste Generation übergeben wurde. Den Grundstein hat die Familie dazu gelegt: Hoyer hat zwei erwachsene Töchter und drei Schwestern, die sich im Unternehmen engagieren. Hinzu kommen zwölf Enkel seines Vaters – alle sind Mitgesellschafter. Hoyer ist Anhänger preußischer Ideale. Ande- rerseits ein Freigeist, der manche Normen kritisiert. „Ich zeige klare Kante und nehme kein Blatt vor den Mund. Das mag nicht immer diplomatisch sein, aber man weiß, woran man bei mir ist.“

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Eigentlich führt Brita Segger erfolgreich ihre eigene PR-Agentur mit Sitz an der Außenalster. Aber nun hat die Unternehmerin ein weiteres Projekt. Segger hat den Interessenverbund „Shiny Influencer & Blogger Society“ gegründet. „Im Alltagsgeschäft meiner PR-Agentur, in dem wir seit vielen Jahren regelmäßig mit professionellen Influencern oder Hobby-Bloggern Projekte realisieren, fiel immer wieder auf, dass diese Personengruppe eigentlich keine Anlaufstelle hat, bei der sie
gebündelt verlässliches
Wissen erhält“, so Segger.

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Vögel stehen bei Fotograf und Filmemacher Thomas Krausz im Mittelpunkt. Der Hamburger hat unter anderem für „Stern“, „Merian“ und „Spiegel“, aber auch als Kameramann für Arte, WDR, NDR und ZDF gearbeitet. Vor allem hat er aber Vögel fotografiert – in Neuseeland, Schottland, Galapagos sowie in den Vogelparks Walsrode und Niendorf an der Ostsee. Die markanten Porträts stellt er im Fotobuch „Aves/Vögel Charakterköpfe“ vor (Dölling und Galitz Verlag). Die ergänzenden Texte stammen unter anderem von Autorin und Moderatorin Elke Heidenreich , die sagt: „Noch nie habe ich in so viele faszinierende Vogelgesichter geblickt wie in diesem Buch.“

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Mezzosopranistin Friederike Krum lebt in London und Bruno Maccallini – der in den 1990er-Jahren das Gesicht der Nescafé-Werbung war – wohnt in Rom. Jetzt trafen sich die beiden Künstler in Hamburg und haben gemeinsam im Studio von Jan-Eric Kohrs einen Weihnachtssong aufgenommen.

Der heißt „Have Yourself A Merry Little Christmas“ und der Erlös aus dem Verkauf kommt dem Verein Horizont zugute, den Schauspielerin Jutta Speidel vor mehr als 20 Jahren gegründet hat und der sich um wohnungslose Mütter und Kinder kümmert. Speidel und Maccallini waren zehn Jahre lang ein Paar und haben heute noch ein gutes Verhältnis. Sängerin Krum und Maccallini haben für 2022 bereits große Pläne, die beiden wollen im übernächsten Jahr gemeinsam mit ihrer Show „Amore“ auf Deutschlandtournee gehen.

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Der erneute Lockdown hat auch Auswirkungen auf das Schleswig-Holstein Gourmet Festival (SHGF). Nicole und Gunnar Hesse , Inhaber des Seeblick Hotels und Spa Resorts auf Amrum, mussten ihren Termin verlegen. Genauso Patrick Wulf , Direktor vom Friederikenhof in Lübeck. „Wir haben mit unserem Gastkoch Philipp Heid einen neuen Termin im März gefunden“, sagt Nicole Hesse, die schon
alle Gäste informiert und umgebucht hat. Bis zuletzt hatte auch Patrick Wulf gehofft, dass der Zwei-Sterne-Koch Rolf Flieg­auf kommen kann. Doch daraus wird nichts. „Wir sind froh, dass uns Rolf Fliegauf alternative Termine im März 2021 für das SHGF im Friederikenhof anbietet und aufgrund der Nachfrage an drei Tagen für uns kocht“, so Wulf. Weitere Informationen zum SHGF gibt es unter www.gourmetfestival.de.