Newsblog für den Norden

Silvester: Grüne fordern Verbot von Feuerwerk in der City

Beschreibung anzeigen

Der Tag im Überblick: Inzidenz in Hamburg sinkt unter 140. Die Corona-Zahlen im ganzen Norden. 13.000 Menschen ohne Maske.

Hamburg. Die rasante Ausbreitung des Coronavirus in der zweiten Welle der Pandemie lenkt den Blick in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen nun verstärkt auf die Schulen. Während Senator Ties Rabe (SPD) Bildungseinrichtungen in der Hansestadt weiter als "sicheren Ort" bezeichnet, fürchten sich Lehrer in Niedersachsen vermehrt vor einer Corona-Infektion.

Die aktuellen Entwicklungen zur Covid-19-Pandemie im Norden lesen Sie im täglichen Corona-Newsblog.

Am Freitag wurde dann der bisher größte Corona-Ausbruch an einer Hamburger Schule gemeldet: Eine Gesamtzahl von 94 Infektionen ist das vorläufige Ergebnis einer Massentestung an der Schule auf der Veddel.

Corona-News für den Norden am Freitag, 20. November:

Corona in Deutschland und weltweit – die interaktive Karte

Die aktuellen Fallzahlen aus ganz Norddeutschland:

  • Hamburg: 362 neue Corona-Fälle (Gesamt seit Pandemiebeginn: 22.097), 315 Covid-19-Patienten in Krankenhäusern (davon 85 auf Intensivstationen), insgesamt 281 Todesfälle (+0 im Vergleich zum Vortag). Sieben-Tage-Wert: 139,4 (Stand: Freitagmittag)
  • Schleswig-Holstein: 250 neue Corona-Fälle (12.634), 141 Covid-19-Patienten in Krankenhäusern (Intensiv: 27), 233 Todesfälle (+2), Sieben-Tage-Wert: 47,0 (Stand: Freitagabend)
  • Niedersachsen: 1633 neue Corona-Fälle (61.307), 982 Todesfälle (+18). Sieben-Tage-Wert: 101,5 (Stand: Freitagmorgen, Niedersachsen meldet auf Landesebene keine Krankenhaus-Belegungszahlen)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 136 neue Corona-Fälle (5066), 420 Covid-19-Patienten in Krankenhäusern (Intensiv: 51), 53 Todesfälle (+4). Sieben-Tage-Wert: 46,3 (Stand: Freitagnachmittag)
  • Bremen: 174 neue Corona-Fälle (9051), 180 Covid-19-Patienten in Krankenhäusern (Intensiv: 40), 105 Todesfälle (+1) Sieben-Tage-Wert Stadt Bremen: 161,9, Stadt Bremerhaven: 96,8 (Stand: Freitagnachmittag, Bremen gibt den Sieben-Tage-Wert nur getrennt nach beiden Städten an)

Tui Cruises wirbt mit Karibik-Kreuzfahrt – doch es gibt einen Haken

Die Hamburger Kreuzfahrtreederei Tui Cruises versucht, mit einer fünfwöchigen Karibik-Kreuzfahrt einen geringen Teil der corona-bedingten Umsatzausfälle zu kompensieren. Vom 10. Dezember bis zum 14 Januar soll die "Mein Schiff 1" von Deutschland aus in die Karibik und wieder zurück fahren. Um Passagiere wirbt die Reederei mit einem "Premium Alles Inklusive"-Konzept (zu Preisen ab 2999 Euro pro Person) – dazu gehören auch ein PCR-Test vor Reisebginn und ein Antigen-Schnelltest bei der Einschiffung.

Die aktuellen Entwicklungen zur Covid-19-Pandemie lesen Sie in unserem Corona-Newsblog.

Noch steht aber nicht nur der genaue Reiseablauf nicht fest – die ganze Reise ist noch nicht sicher: Wenn nicht innerhalb von einer Woche 1000 Buchungen zustande kommen, "behält sich Tui Cruises ausdrücklich vor, vollständig vom Reisevertrag zurück zu treten".

Studierende in Notlage können wieder Überbrückungshilfe beantragen

Das Studierendenwerk Hamburg weist darauf hin, dass Studierende, die sich wegen der Corona-Pandemie in einer wirtschaftlichen Notlage befinden, erneut eine Überbrückungshilfe beantragen können, die nicht zurückgezahlt werden muss. Anträge können unter überbrückungshilfe-studierende.de gestellt werden.

Je nach Grad der Bedürftigkeit werden monatlich zwischen 100 und 500 Euro ausgezahlt – das Bundesministerium hat die Überbrückunghilfe von November bis kommenden März eingerichtet.

Schnelltests: 171 Freiwillige melden sich zur Unterstützung

Gute Nachrichten bei der Bewältigung der Corona-Krise in Hamburg: Die Sozialbehörde hat einen Aufruf an gelernte, aber nicht aktive Pflegefachkräfte zur Unterstützung bei der Durchführung von Schnelltests gerichtet. Wenige Tage später haben sich schon 171 Freiwillige gemeldet, die in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen helfen wollen. Weitere Informationen für Interessierte gibt es auf der Website der Stadt Hamburg.

Lesen Sie den Kommentar: Kein Zeitverlust bei Schnelltests

Bundespolizei im Norden: Fast 13.000 Menschen ohne Maske

Die Bundespolizeiinspektionen Hamburg, Hannover und Bremen haben eine Monatsbilanz zur Maskenpflicht veröffentlicht: Demnach haben Beamte im Zweitraum vom 12. Oktober bis zum 18. November fast 12.834 Menschen an den jeweiligen Hauptbahnhöfen und Flughäfen wegen einer fehlenden oder unzulässig getragenen Mund-Nasen-Bedeckung belehrt.

"Die überwiegende Mehrheit dieser Personen zeigte sich einsichtig. Lediglich gegen weniger als ein Prozent der angesprochenen Personen musste ein Platzverweis ausgesprochen werden", teilte Thomas Gerbert, Sprecher der Bundespolizeiinspektion Hannover, mit. Am Hamburger Hauptbahnhof seien in diesem Zeitraum 115 Anzeigen gemäß der Corona-Eindämmungsverordnung ausgesprochen worden. Acht Personen mussten dem Bahnhof bzw. Flughafen verwiesen werden.

Hier können Sie den täglichen Corona-Newsletter kostenlos abonnieren

Kulturschaffende appellieren an Bürgermeister Tschentscher

In einem Offenen Brief an Hamburgs Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) fordern mehr als ein Dutzend Chefdirigenten, Intendanten und Intendantinnen und die Chefs von Museen mehr Engagement für die Kulturlandschaft, um die Corona-Krise überleben zu können. Das Abendblatt zitiert im ausführlichen Bericht aus dem Appell.

Studierende: Demo für mehr Präsenzlehre in Hamburg

Etwa 200 Studierende wollen am Dienstag für mehr Präsenzunterricht an den Hochschulen in der Corona-Krise demonstrieren. „Die fortgesetzte Schließung der Universität Hamburg ist aus Sicht des Infektionsschutzes nicht zu rechtfertigen und gesamtgesellschaftlich extrem schädlich“, teilten mehrere Fachschaftsräte am Freitag mit. Hochschulen seien keine „Infektions-Hotspots“.

„Mit erprobten Hygienekonzepten und einer erhöhten gegenseitigen Aufmerksamkeit sollte im Wintersemester deswegen möglichst viel in Präsenz stattfinden“, lautet die Forderung. Der Protestzug soll am Joseph-Carlebach-Platz starten und zum Verwaltungsgebäude der Universität Hamburg am Mittelweg führen.

Lesen Sie auch:

Das Wintersemester erfolgt nach Angaben der Universität Hamburg bis auf weiteres in sogenannter hybrider Form. Lehrveranstaltungen finden in digitaler Form statt und in Präsenz nur, wenn es zwingend erforderlich ist. Laborpraktika würden laut Hochschule unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen durchgeführt.

Silvester: Grüne Hamburg-Mitte fordern Feuerwerksverbot

Wegen der gestiegenen Corona-Zahlen fordern die Grünen in Hamburg-Mitte, das im vergangenen Jahr erstmals angeordnete Verbot von privatem Feuerwerk rund um die Binnenalster zu wiederholen – und auszuweiten. Einen entsprechenden Antrag hat die Fraktion für die nächste Sitzung des Hauptausschusses eingereicht.

Darin heißt es: "In diesem Jahr sind durch die Corona-Pandemie zusätzliche Abstände auch unter freiem Himmel einzuhalten. Ein Verbot von privatem Feuerwerk in den Innenstadtstadtteilen kann hier Anreize, die Silvesternacht in der Innenstadt zu verbringen, reduzieren, Ansammlungen verhindern und somit die Menschen gleichmäßiger über das Stadtgebiet verteilen."

Feuerwerkskörper stellten insbesondere in der Innenstadt, wo traditionell viele Menschen zusammenkämen, auch außerhalb einer Pandemie eine Verletzungsquelle dar. Daher sollten nach Auffassung der Grünen-Fraktion die Kapazitäten der Krankenhäuser in der Versorgung der Covid-19-Erkrankten gebündelt und nicht durch Feuerwerksopfer zusätzlich strapaziert werden.

Lesen Sie mehr zum Thema:

„Auch wenn wir dieses Jahr bereits mit vielen einschneidenden Beschränkungen umgehen mussten, dürfen wir nicht zulassen, dass ein erhöhtes Infektionsgeschehen in der Silvesternacht das Erreichte wieder zunichte macht", sagte Manuel Muja, Fraktionsvorsitzender der Grünen in Hamburg-Mitte und warnt andernfalls vor "Superspreader-Events" in der Silvesternacht.

Corona: Neue Maßnahmen für Kitas in Hamburg

Die Sozialbehörde trifft neue Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Beschäftigten in Hamburger Kitas. Dazu zählen:

  • Sonderzuschuss für Ausstattung: Die Sozialbehörde stelle jeder Kita zusätzlich zwischen 1000 und 3000 Euro je nach Einrichtungsgröße zur Verfügung. Dieser soll notwendige Anschaffungen zur Umsetzung von Hygienekonzepten ermöglichen. Über die Verwendung entscheiden die Einrichtungen selbst.
  • Lieferung von Masken: Die Sozialbehörde stelle ab sofort allen rund 21000 Beschäftigten der Hamburger Kitas, der Tagespflegeeinrichtungen und der Kinder- und Jugendhilfe kostenfreie Atemschutzmasken zur Verfügung. Die erste Auslieferung starte zu Beginn der kommenden Woche und umfasst die bis zum Ende des Jahres benötigten Masken. Die Nutzung der Masken sei weiterhin nicht verpflichtend, sondern freiwillig, sofern gewünscht.
  • Testmöglichkeiten für Beschäftigte: Alle in den Kitas, der Tagespflege und in den Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe tätigen Personen sollen weiterhin die Möglichkeit haben, sich anlassunabhängig testen zu lassen. Das Anmeldeverfahren für die Fachkräfte werde durch die Sozialbehörde optimiert.
  • Verbessertes Verfahren für die Klärung von Infektions oder Verdachtsfällen: Die Erreichbarkeit der Gesundheitsämter im Falle eines Infektionsgeschehens solle optimiert werden, um zügig verlässliche Auskünfte oder infektionsschutzrechtliche Anordnungen erteilen zu können. Dazu werde ein gesonderter Meldeweg eingerichtet, der nur den Einrichtungsleitungen zur Verfügung stehen soll. Die Gesundheitsämter sollen die dort eingehende Meldungen priorisieren und innerhalb eines Tages Rückmeldung geben.

„Die Pandemie hat nochmals deutlich gezeigt, wie wichtig die Kitas für Hamburgs Kinder und Familien sind", sagt Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD). "Die Fachkräfte in den Kitas, der Tagespflege und der Kinder- und Jugendhilfe leisten einen wichtigen Job, um insbesondere für die Jüngsten in der Stadt die negativen Folgen der Corona-Krise so gering wie möglich zu halten. Für diese Arbeit möchte ich mich ausdrücklich bedanken!"

In Hamburg werden über 94.500 Kinder in rund 1160 Kitas, Kindertagespflege und Vorschule betreut. Die Einrichtungen sind nach zeitweiligen Einschränkungen seit dem 6. August im Regelbetrieb geöffnet.

Corona-Ausbruch an Schule in Hamburg

Eine Massentestung an der Schule auf der Veddel hat Dutzende bisher unbekannte Infektionen mit dem Coronavirus bei Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften zutage gefördert. Insgesamt gibt es an der Schule 94 nachgewiesene Fälle. Auch viele Lehrer sind davon betroffen. Die Details im ausführlichen Bericht.

Tourismus in Schleswig-Holstein mit Zuwächsen

Urlauber haben im September deutlich mehr Übernachtungen in Schleswig-Holstein gebucht. Deren Zahl stieg im Vergleich zum September 2019 um 16,2 Prozent auf mehr als 4,2 Millionen, wie das Statistikamt Nord am Freitag mitteilte. Auch die Zahl der Gäste nahm im Vorjahresvergleich um 4,9 Prozent auf 918.000 zu.

Gewinner zum Start der Nebensaison waren die Campingplätze an Nord- und Ostsee sowie im Binnenland. In den Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen blieben dagegen 4,2 Prozent weniger Gäste über Nacht. Die Gesamtzahl der gebuchten Übernachtungen stieg dort allerdings um 8,8 Prozent.

Als Folge der Corona-Pandemie mit großen Rückgängen aufgrund eines zwischenzeitlichen Tourismusstopps im Frühjahr ist die bisherige Jahresbilanz weiter klar negativ. Im Vorjahresvergleich kamen 25,8 Prozent weniger Urlauber nach Schleswig-Holstein. Die Zahl der Übernachtungen sank um 16,7 Prozent auf 24,79 Millionen.

Corona-Zahlen: Inzidenz in Hamburg sinkt unter 140

Die Gesundheitsbehörde hat am Freitag in Hamburg 362 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Am Vortag waren es 659, wobei die Behörde bei der hohen Zahl am Donnerstag nicht von einem sprunghaften Anstieg sprach. Eine Datenpanne sei schuld gewesen, daher mussten viele Fälle aus den vorangegangenen Tagen nachgemeldet werden.

Lesen Sie auch:

Der Sieben-Tage-Wert ist am Freitag von 148,5 auf 139,4 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner gesunken. Seit Ausbruch der Pandemie haben sich in Hamburg damit 22.097 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. Nach Schätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) gelten etwa 12.900 von ihnen als genesen.

Mit Stand Donnerstag wurden in Hamburger Kliniken mit 315 an Covid-19 erkrankte Patienten fünf mehr als am Vortag behandelt. Auf Intensivstationen lagen 85 Patienten (Mittwoch: 79). Von diesen kommen 66 aus Hamburg. Laut Institut für Rechtsmedizin starben seit Beginn der Pandemie in Hamburg 281 Menschen an einer Covid-19-Erkrankung.

Corona-Krise: Wo noch Intensivbetten frei sind

Hundestaffel versorgt Handwerker in Hamburg in Quarantäne

Knapp eine Woche lang haben Angehörige der Rettungshundestaffel Hamburg-Harburg rund 200 Handwerker versorgt, die in einem unter Quarantäne stehenden Wohnhaus in Billstedt leben. „Es handelte sich vor allem um Männer aus Ost- und Südosteuropa, die hier niemanden haben, der sie versorgen könnte“, sagt Holger Grinnus, Vorstand der Rettungshundestaffel.

„Wir haben zunächst eine Grundversorgung gewährleistet und dann jeden Tag für die Bewohner das Frühstück und das Abendessen in Tüten abgepackt und verteilt. Außerdem wurde jeden Tag zusätzlich eine warme Mahlzeit ausgegeben.“ Dazu kamen Getränke und Dinge des täglichen Bedarfs.

Grinnus: „Unser normales Geschäft ist die Personensuche. Solche Einsätze dauern oft sehr lang, sind in abgelegenen Gegenden und müssen auch oft nachts durchgeführt werden. Dazu gehört dann auch die Verpflegung der Einsatzkräfte. Für diesen Einsatz musste die gesamte Rettungshundestaffel eingesetzt werden.“

Corona-Ausbruch in Flüchtlingsheim in Norderstedt

In einem Flüchtlingsheim in Norderstedt gibt es einen Corona-Ausbruch. In der Einrichtung Oadby-and-Wigston-Straße Nord sind 16 Bewohnerinnen und Bewohner getestet worden, wie der Kreis mitteilte. Die gesamte Einrichtung wurde nun unter Quarantäne gestellt. Die Details lesen Sie im ausführlichen Bericht.

Lehrer in Niedersachsen in Sorge vor Corona-Ansteckungen

Viele Lehrer in Niedersachsen fürchten sich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus im Schulbetrieb. „Die Sorge bei den Kollegen, sich anzustecken, ist sehr groß. Die Verunsicherung ist extrem“, sagte Torsten Neumann, Landeschef des Lehrerverbands VNL/VDR. Das schlage sich auch in der Stimmung der Kollegen nieder, viele seien angespannt – auch weil sich oft nicht klären lasse, ob manche positiv getesten Schüler sich nicht doch in der Schule angesteckt haben.

Unter den Schülern selbst sei die Sorge dagegen nicht allzu groß, sagte der Vorsitzende des Landesschülerrats, Florian Reetz. Ein „gewisses Unwohlsein“ gebe es aber schon – in der Schule, und erst recht bei der Anfahrt mit Bus und Bahn. Angesichts anderer Vorgaben für das Verhalten abseits der Schulen sei es bedrückend, mit vielen Leuten auf engem Raum im Bus zu sitzen.

Lesen Sie auch:

Landesweit gab es laut Kultusministerium zuletzt an 638 der 3000 Schulen coronabedingte Einschränkungen. Zwölf Schulen waren komplett geschlossen, an 303 weiteren Schulen waren einzelne Klassen oder Lerngruppen nicht im Präsenzunterricht und 323 Schulen organisierten den Unterricht im Wechselbetrieb nach dem sogenannten Szenario B.

Schleswig-Holstein: Günther zu Corona-Kontrollen zu Heiligabend

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) will im Norden am Weihnachtsabend das Einhalten der Corona-Regeln nicht kontrollieren lassen. „Das schließe ich aus! Wir schicken Heiligabend keine Polizei zu den Menschen“, sagte Günther im Interview mit der „Bild“-Zeitung (Freitag).

Die Menschen dürften Weihnachten so verbringen, wie sie es aus den vergangenen Jahren gewohnt sind – „solange sie nicht rauschende Feste und riesengroße Familienfeiern daraus gemacht haben“.

Günther will beim Treffen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der kommenden Woche für bundesweit einheitliche Regeln werben, die sich an den jeweiligen Inzidenzwerten ausrichten. Günther könne sich durchaus vorstellen, regionale Lockerungen möglich zu machen.

Lesen Sie mehr zum Thema:

„Das ist auf jeden Fall denkbar, weil wir uns für regionale Lösungen einsetzen werden, die das regionale Infektionsgeschehen auch berücksichtigen.“ Dabei müsse das Zulassen von Tourismus deutlich sensibler behandelt werden als die Öffnung von Betrieben ohne mittelbaren touristischen Bezug.

Add Art lobt Preise für Nachwuchs aus und vertagt ins Frühjahr

Firmen öffnen ihre Türen für die Kunst, und die Besucher können fleißig gucken und Kunstwerke kaufen – die Add Art hat in Hamburg Tradition. Aber auch diese Kulturinitiative muss ihre Segel streichen vor der Pandemie. „Wir haben uns nun auf das Frühjahr verschoben“, sagt Veranstalter Hubertus von Barby. Der Unternehmer hat aber trotzdem etwas „in petto“: Noch bis zum 30. November können Künstlerinnen und Künstler für zwei Nachwuchspreise gewählt werden, für das Voting gibt es etwas zu gewinnen.

Dieses Jahr erstmalig erschienen ist die Add Art Edition mit Werken von sieben Kreativen, darunter Marc Lüders, Henning Kles, Nina Hotopp sowie die beiden Preisträger aus den Jahren 2018 und 2019. Alle Arbeiten sind für unter 500 Euro zu haben. Informationen unter addart.de.

Hier gilt die Maskenpflicht in Hamburg (Stand: 10. Oktober)

  • in der Stralsunder Straße, täglich von 12 Uhr bis 22 Uhr
  • auf dem Steintorplatz einschließlich der angrenzenden öffentlichen Wege, Straßen und Plätze, abgegrenzt durch die Bahnüberführung der Straße Steintordamm, dem Gebäude des Museums für Kunst und Gewerbe, dem Gebäude des Zentralen Omnibusbahnhofs, dem Gebäude mit der Hausnummer Steindamm 2, dem Gebäude mit der Hausnummer Steindamm 1, den Gebäuden mit den Hausnummern Steintorplatz 3 und Kirchenallee 57 sowie dem Gebäude des Hauptbahnhofs, täglich von 12 Uhr bis 22 Uhr
  • auf dem Ballindamm im räumlichen Bereich vor dem Gebäude mit der Hausnummer 40, abgegrenzt durch die Straßen Ballindamm und Bergstraße, täglich von 15 Uhr bis 18 Uhr
  • in der Straße Große Freiheit im räumlichen Bereich von der Hausnummer 1 bis zur Hausnummer 47, freitags, sonnabends sowie an Feiertagen und tags zuvor, jeweils von 18 Uhr bis 4 Uhr am Folgetag
  • in der Straße Hamburger Berg im räumlichen Bereich der Hausnummern 1 bis 39, freitags, sonnabends sowie an Feiertagen und tags zuvor, jeweils von 18 Uhr bis 4 Uhr am Folgetag
  • in der Talstraße im räumlichen Bereich der Hausnummern 1 bis 36, freitags, sonnabends sowie an Feiertagen und tags zuvor, jeweils von 18 Uhr bis 4 Uhr am Folgetag,
  • auf dem Hans-Albers-Platz einschließlich der Friedrichstraße im räumlichen Bereich zwischen und einschließlich den Hausnummern 11 beziehungsweise 24 bis 21 beziehungsweise 28, freitags, sonnabends sowie an Feiertagen und tags zuvor, jeweils von 18 Uhr bis 4 Uhr am Folgetag
  • auf der Straße Reeperbahn einschließlich der Plätze Nobistor und Spielbudenplatz, abgegrenzt durch den Millerntorplatz, die Straße Zirkusweg, die Holstenstraße und den Finkenpark sowie in der Straße Spielbudenplatz im räumlichen Bereich der Hausnummern 1 bis 31, freitags, sonnabends sowie an Feiertagen und tags zuvor, jeweils von 18 Uhr bis 4 Uhr am Folgetag
  • auf der Straße Schulterblatt im räumlichen Bereich zwischen den Straßen Susannenstraße und Rosenhofstraße, freitags, sonnabends sowie an Feiertagen und tags zuvor, jeweils von 20 Uhr bis 24 Uhr
  • auf dem Alma-Wartenberg-Platz einschließlich der Bahrenfelder Straße im räumlichen Bereich zwischen und einschließlich den Hausnummern 135 beziehungsweise 146 und den Hausnummern 183 beziehungsweise 188, der Kleinen Rainstraße im räumlichen Bereich bis zu und einschließlich den Hausnummern 3 beziehungsweise 6, der Nöltingstraße im räumlichen Bereich bis zu und einschließlich den Hausnummern 5 beziehungsweise 12, der Friedensallee im räumlichen Bereich bis zu und einschließlich den Hausnummern 7 beziehungsweise 14 sowie der Bergiusstraße im räumlichen Bereich bis zu der Hausnummer 7, freitags und sonnabends von 19 Uhr bis 3 Uhr am Folgetag
  • in der Straße Hohenesch im räumlichen Bereich von und einschließlich den Hausnummern 1 beziehungsweise 6 bis zur Bahrenfelder Straße, freitags und sonnabends von 19 Uhr bis 3 Uhr am Folgetag
  • in der Straße Mühlenkamp im räumlichen Bereich zwischen der Körnerstraße und der Preystraße, täglich von 12 Uhr bis 1 Uhr am Folgetag
  • auf den Sankt-Pauli-Landungsbrücken einschließlich der dort befindlichen Pontonanlage und den Brücken 1 bis 10, montags bis freitags jeweils von 6 Uhr bis 18 Uhr sowie sonnabends und sonntags jeweils von 11 Uhr bis 18 Uhr
  • Im Einzelfall kann die Polizei auf öffentlichen Wegen, Straßen oder Plätzen eine räumlich begrenzte Maskenpflicht anordnen, wenn dies aus Infektionsschutzgründen erforderlich ist, beispielsweise, wenn das Abstandsgebot durch einen erheblichen Teil der anwesenden Personen nicht eingehalten wird oder aufgrund der räumlichen Verhältnisse oder der Anzahl der anwesenden Personen nicht eingehalten werden kann.

264 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein gemeldet

In Schleswig-Holstein sind nach Angaben der Landesregierung von Donnerstagabend binnen eines Tages 264 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Am Vortag waren es 208, davor 294. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle stieg um 2 auf 231. Wie die Landesregierung weiter mitteilte, sind seit Beginn der Pandemie 12 384 Infektionen nachgewiesen worden. In den Krankenhäusern in Schleswig-Holstein behandelt wurden den Angaben zufolge aktuell 141 Covid-19-Patienten - am Mittwoch waren es 151, am Dienstag 145.

Coronavirus: Das müssen Sie über Fachbegriffe wissen

  • Coronavirus: Eine Klasse von Viren, zu denen der neuartige Erreger gehört
  • Sars-CoV-2: Die genaue Bezeichnung des Virus, das sich von China aus weltweit verbreitet hat
  • Covid-19: Die Erkrankung, die das Virus auslöst - die "19" bezeichnet das Jahr der Entdeckung

Lesen Sie im Archiv-Blog vom Vortag die wichtigsten Meldungen zur Corona-Krise in Norddeutschland.