Bahrenfeld

Erstes 25hours Hotel wird zur Superbude

Die Superbude zieht in das bisherige 25hours Hotel ein.

Die Superbude zieht in das bisherige 25hours Hotel ein.

Foto: Roland Magunia

Hotelier Kai Hollmann will das Bahrenfelder Haus mit neuem Konzept wiedereröffnen und Künstler einbinden.

Hamburg.  Die Erfolgsgeschichte der 25hours Hotels hatte 2003 an der Paul-Dessau-Straße 2 in Bahrenfeld begonnen. Dort eröffnete Kai Hollmann vor 17 Jahren in einem Neubau das erste Haus der Gruppe mit dem passenden Namen „25hours Number One“. Heute gibt es zwölf 25hours Hotels, zwei von ihnen in der HafenCity und weitere in Metropolen wie Paris, Zürich, Wien, München und Berlin. Im kommenden Jahr ist sogar die Eröffnung eines 25hours Hotels in Dubai geplant. Mittlerweile ist der französische Hotelkonzern Accor zu 50 Prozent an der Kette beteiligt.

Seit Ende März ist das 25hours Number One – im Zuge des ersten Corona-Lockdowns – jedoch geschlossen, und es wird unter diesem Namen auch nicht wieder öffnen. Das bestätigt Hotelier Kai Hollmann auf Abendblatt-Anfrage. Er sagt: „Wir hatten damals noch gehofft, dass es sich um eine kurzfristige Schließung handeln würde. Aber wie wir natürlich jetzt alle wissen, zeigte sich dann schon wenige Wochen später, dass ein sehr schweres Jahr auf die Hotellerie zukommt. Wir haben uns entschieden, uns auf dem Gelände des alten Gaswerks auf ein Hotel zu konzentrieren, nämlich das Gastwerk.“ Das Designhotel in der Nachbarschaft vom 25hours Number One gehört auch Hollmann, der zudem das The George in St. Georg und das Pierdrei in der HafenCity betreibt.

Der Umbau soll Anfang kommenden Jahres beginnen

Aber es gibt auch eine gute Nachricht. Das 25hours-Number-One-Gebäude wird auch künftig Gäste beherbergen, aber mit einem völlig anderen Konzept. Es heißt „Superbude“ und ist in Hamburg bereits in der Nähe des Hauptbahnhofs und im Schanzenviertel vertreten. Diese Mischung aus designorientiertem Hostel und Hotel richtet sich vor allem an jüngere Gäste, die in Mehrbettzimmern absteigen wollen. Es gibt aber auch „Doppelbuden“ für nur zwei Reisende. Auch diese Häuser werden von Kai Hollmann betrieben.

Der Umbau des ersten 25hours Hotels zur „Superbude Paradise“ soll Anfang kommenden Jahres beginnen. Die Eröffnung wird voraussichtlich im April/Mai sein. Hollmann hat Großes vor: „Momentan läuft die Kreativplanung auf Hochtouren. Wir wollen in einem benachbarten Gebäude, das zurzeit leer steht, für das Jahr 2021 eine Künstler-Atelier-WG gründen. Wir sind gerade auf der Suche nach Kreativen aus verschiedenen Bereichen, die wir dann auch einbinden wollen in die Geschichte von Superbude Paradise.“

Auch die Fassade soll von Künstlern gestaltet werden

Auch die Fassade soll von Künstlern gestaltet werden, die die Möglichkeit erhalten, jeweils ein Zimmer zu gestalten und auf einer Galerie-Ebene einen Monat lang ihre Werke auszustellen. Der Hotelier weiter: „Wir suchen auch Musiker, denen wir dann im Frühsommer die Möglichkeit geben, sobald es wieder möglich ist, ein Open-Air-Kuchen-Konzert auf der Außenfläche zu geben.“ Diese Veranstaltung gab es bereits in der Superbude im Schanzenviertel. Der Name ist Programm, denn der Eintritt zu dem Konzert ist: ein Stück Kuchen.

Unterdessen leidet die Hamburger Hotellerie unter dem Beherbergungsverbot für Touristen, das seit dem 2. November gilt. Diese Regelung gilt zunächst bis Ende November. Es dürfen nur noch Geschäftsreisende in der Hansestadt übernachten, doch das Aufkommen lässt deutlich nach. Viele Häuser sind bis auf Weiteres geschlossen, darunter das Pierdrei und die beiden Superbuden von Kai Hollmann. Auch das Luxushotel Louis C. Jacob, die Designhotels Side und Tortue und das Radisson Blu am Flughafen sind geschlossen.

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Hotels, die noch geöffnet sind, haben nur wenige Gäste. Im Grand Elysée an der Rothenbaumchaussee, mit 510 Zimmern und Suiten eines der größten Hamburger Hotels, liegt die Auslastung nach Abendblatt-Informationen bei durchschnittlich fünf Prozent. Im Mövenpick im Wasserturm am Schanzenpark sind es weniger als zehn Prozent, und im Madison am Hafen sind in der Woche durchschnittlich 25 bis 30 Prozent und am Wochenende zehn bis 15 Prozent der 166 Zimmer belegt.