Hamburger Immobilien

Baustopp für Mehrfamilienhaus in Niendorf

Die Visualisierung zeigt die geplante Bebauung.

Die Visualisierung zeigt die geplante Bebauung.

Foto: P-S-A Gruppe

Der Investor hat noch keine Genehmigung für den Neubau und zeigt sich reumütig. Was Nachbarn befürchten.

Niendorf.  An der Ecke Paul-Sorge-Straße/An der Lohe in Niendorf soll ein neues, dreigeschossiges Mehrfamilienhaus entstehen. Nachdem die Vorgängergebäude auf dem Grundstück abgerissen wurden, begann man mit dem Aushub der Baugrube. Das Problem: Eine Genehmigung für den Neubau lag noch nicht vor. Nachbarn beschwerten sich, und die Arbeiten wurden durch die Bauaufsicht gestoppt. Ingo Fischer, Geschäftsführer der Projektsteuerungsgesellschaft P-S-A, die den Neubau in Auftrag gegeben hat, räumt ein, dass man einen Fehler gemacht habe. Der Baustopp wurde auch aus seiner Sicht „zu Recht beschlossen“.

Obwohl die Bauarbeiten jetzt so lange stillstehen müssen, bis eine Genehmigung vorliegt, glaubt Fischer, dass das Gebäude pünktlich im Mai 2022 fertiggestellt werden könne. Und auch wenn der Bebauungsplan für diese Gegend aktuell nur zweigeschossige Bauten vorsieht, rechnet er mit einer Genehmigung für den vorliegenden Entwurf. Es handele sich schließlich um den „städtischen Teil von Niendorf“, und man habe außerdem „einen schönen Entwurf gemacht, der auch städtebaulich gut an diese Stelle passt“.

Baustopp: Die Befürchtungen der Nachbarn

Vonseiten der Nachbarn waren Befürchtungen geäußert worden, das Erscheinungsbild der Straße könnte bald von großen Gebäuden wie dem nun geplanten geprägt werden. Dazu sagte Cornelia Rosenberg vom Bezirksamt Eimsbüttel, dass bei jeder Änderung des Bebauungsplans „eine Entscheidung im Einzelfall“ getroffen werde.

„An der Entscheidungsfindung ist immer das Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung des Bezirksamts beteiligt. Dadurch wird sichergestellt, dass einzelne Entscheidungen im Einklang mit den städtebaulichen Zielen des Bezirks stehen“, sagte Rosenberg auf Abendblatt-Anfrage. Für die Stilllegung durch die Bauaufsicht wird eine Gebühr fällig.