AfD-Landesparteitag

Bernd Baumann erneut zum Spitzenkandidaten gewählt

Menschen demonstrieren an einer Polizeiabsperrung mit einem Banner mit der Aufschrift "EKELHAFD" gegen die Aufstellungsversammlung des Hamburger AfD-Landesverbandes für die Landesliste zur Bundestagswahl 2021.

Menschen demonstrieren an einer Polizeiabsperrung mit einem Banner mit der Aufschrift "EKELHAFD" gegen die Aufstellungsversammlung des Hamburger AfD-Landesverbandes für die Landesliste zur Bundestagswahl 2021.

Foto: Axel Heimken/dpa

Linke Demonstranten haben versucht, AfD-Mitglieder an der Teilnahme des Parteitages zu hindern. Polizei musste einschreiten.

Hamburg. Bei der Bundestagswahl im kommenden Jahr wird die Hamburger AfD erneut mit Bernd Baumann als ihrem Spitzenkandidaten antreten. Auf einem Parteitag am Sonntag wählten mehr als 100 AfD-Mitglieder den 62-Jährigen auf Platz 1 der AfD-Landesliste. Von 104 Stimmen entfielen 88 auf Baumann, der sich gegen einen Gegenkandidaten durchsetzte.

Baumann seit 2017 für die AfD im Bundestag

Auf Platz 2 wurde die Bürgerschaftsabgeordnete Olga Petersen gewählt, auf Platz 3 kommt Nicole Jordan, die frühere Schatzmeisterin der Partei. Die Plätze vier und fünf besetzen Dietmar Wagner und Benjamin Mennerich. Die Aufstellungsversammlung habe „unter Einhaltung der Hygieneregeln“ stattgefunden, teilte die AfD mit.

AfD-Landeschef Dirk Nockemann erklärte, die Partei habe eine „schlagkräftige Truppe“ aufgestellt. „Wir sind gut gerüstet, um in den Bundestagswahlkampf zu ziehen. Es wird ein heißer Herbst 2021.“ Baumann hatte es 2017 als einziger AfD-Kandidat aus Hamburg in den Bundestag geschafft. Er ist derzeit parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion. Vor seinem Wechsel nach Berlin war er Landesvorsitzender und Chef der Bürgerschaftsfraktion.

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Bei Gegendemonstration eine Person verletzt

Begonnen hatte der AfD-Parteitag am Morgen in der Berufsbildenden Schule für Medien und Kommunikation in Dulsberg unter lautstarkem Protest. Das „Bündnis gegen Rechts“ hatte zu einer Demonstration gegen Hass und Hetze aufgerufen. Nach Polizeiangaben kam es zu Rangeleien, als Demonstranten versuchten, AfD-Mitgliedern den Weg zu der Versammlung in dem Schulgebäude zu versperren.

Eine Person sei verletzt worden, als ein Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes Pfefferspray eingesetzt habe, sagte eine Polizeisprecherin. Zuvor habe diese Person versucht, ein Parteimitglied aufzuhalten, das das Gelände in seinem Auto verlassen wollte.