Corona in Hamburg

„Querdenken“-Gruppe will kaputte Masken an Schüler verteilen

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Peter Wenig
Auch in Hamburg müssen Schüler ab Klasse 5 Masken tragen. Gegner der Maskenpflicht wollen bei einer bundesweite Aktion vor Schulen unbrauchbare Masken aus Netzstoff verteilen (Symbolbild).

Auch in Hamburg müssen Schüler ab Klasse 5 Masken tragen. Gegner der Maskenpflicht wollen bei einer bundesweite Aktion vor Schulen unbrauchbare Masken aus Netzstoff verteilen (Symbolbild).

Foto: picture alliance/Gregor Fischer/dpa

Die Schulbehörde warnt Eltern vor Aktionen von Masken-Gegnern: Eine Initiative will im November unbrauchbare Modelle verteilen.

Hamburg. Ausgerechnet am 9. November, dem Tag des Mauerfalls, planen Gegner der Maskenpflicht eine bundesweite Aktion. Sie wollen vor Schulen unbrauchbare Masken aus Netzstoff verteilen. Zugeordnet werden die Pläne einer Initiative aus dem Lager der Bewegung „Querdenken“. Ihre Mitglieder organisieren seit Monaten auch in Hamburg Demonstrationen gegen Corona-Schutzmaßnahmen und zweifeln grundsätzlich die Gefährlichkeit des Virus an.

„Uns haben auf verschiedenen Wegen entsprechende Hinweise erreicht“, erklärte Peter Albrecht, Sprecher der Schulbehörde, auf eine entsprechende Abendblatt-Anfrage. Die Schulleitungen seien informiert, könnten aber nur dann eingreifen, wenn jemand ein Schulgelände betreten würde. Im öffentlichen Raum, also im Umfeld der Schule, könnten solche Aktionen nicht verhindert werden.

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Initiativen machen Stimmung gegen Maskenpflicht an Schulen

„Aber auch in der Vergangenheit haben Schulleitungen bei vergleichbaren Aktionen das aktive Gespräch mit solchen Aktivisten gesucht und so wahrnehmbar kontra gegeben“, erklärte Albrecht. Die Eltern seien ebenfalls vorgewarnt worden. Noch sei aber schwer einzuschätzen, ob es in Hamburg zu wahrnehmbaren Aktivitäten kommen werde.

Stimmung gegen die Maskenpflicht in Schulen macht derzeit in den sozialen Netzwerken die Initiative „Eltern stehen auf“. Auf Flyern fordert sie „Masken-frei“, „Abstands-frei“, „Quarantäne-frei“ und spricht sich für eine „freie Impfentscheidung“ aus. In einer Zeichnung wird vor angeblich negativen Folgen des Tragens einer Maske wie Torkeln, Rauschgeräusche in den Ohren oder Kopfschmerzen gewarnt.

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Einer der Initiatoren, laut Homepage Administrator des Chats der Gruppe, schreibt über sich selbst, dass er sich seit „seiner Jugend für Themen abseits des Mainstreams interessiert“. Über das Internet bietet er Seminare zu Themen wie Rutengehen und Pendeln sowie „Telepathie – Die Multidimensionalität des Bewusstseins“ an.

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