Trinkwasser

Alle Grundschulen in Hamburg erhalten Wasserspender

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Daniel Maginess
Ties Rabe erläutert den Kindern den  Trinkwasserspender.

Ties Rabe erläutert den Kindern den Trinkwasserspender.

Foto: Christian Charisius / dpa

Weniger Plastikmüll und eine gesunde Ernährung für Kinder – das sind zwei der Ziele der Aktion „Pausenlos frisches Trinkwasser“.

Hamburg. Schulsenator Ties Rabe (SPD) hat am Montagmorgen an der Grundschule Hasselbrook einen der ersten neuen Trinkwasserspender in Betrieb genommen. Insgesamt will die Schulbehörde in Kooperation mit Hamburg Wasser 130 Hamburger Grundschulen mit Wasserspendern ausstatten. Weniger Plastikmüll und eine gesunde Ernährung für Kinder – das sind zwei der Ziele der Aktion „Pausenlos frisches Trinkwasser“.

Schulleiterin Dagmar Lucks begrüßte die Anschaffung. „Wir legen großen Wert darauf, dass die Kinder regelmäßig trinken. Ich bin Sportlehrerin und weiß selber, wie wichtig regelmäßiges Trinken ist.“ Es gebe immer wieder einzelne Kinder, die kein Getränk dabei hätten, die könnten jetzt kostenlos, immer wenn sie Durst haben, etwas trinken, so Lucks.

Trinkwasserspender von Hamburg Wasser installiert und zweimal jährlich gewartet

Der Schulsenator begründete die Initiative mit der nach wie vor hohen Nutzung der Ganztagsangebote. „Nach Schulschluss verbringen 85 Prozent der Grundschüler ihre Freizeit in der Schule, über eine so lange Zeit braucht es eine Schule, die entsprechende Vorkehrungen bietet“, sagte Rabe. „Jedes Kind sollte täglich mindestens einen bis anderthalb Liter Wasser zu sich nehmen.“

Die Trinkwasserspender würden von Hamburg Wasser installiert und zweimal jährlich gewartet und gereinigt, so Ingo Hannemann, Geschäftsführer von Hamburg Wasser. Außerdem würden regelmäßig Proben genommen und im Labor untersucht. „Der Wasserspender liefert den ganzen Schultag frisches Trinkwasser aus unserem Netz.“

Bedenken gerade jetzt angesichts der steigenden Zahl von Corona-Infektionen, wonach die Geräte nicht hygienisch sein könnten, widersprachen Hannemann und Rabe. „Der Wasserspender hat eine integrierte Keimsperre, die zusätzlich für Sicherheit sorgt“, betonte Hannemann. Dadurch sei gewährleistet, dass aus dem Trinkwasserspender immer frisches, kühles und hygienisch einwandfreies Wasser fließe.

Alle 200 Hamburger Grundschulen werden bis 2021 mit Trinkwasserspendern ausgestattet

„Wir wissen mittlerweile, dass die Schmierinfektionen am Anfang stark überschätzt worden sind“, daher brauche es keine Maßnahmen, die über übliche Reinigungen hinausgingen, sagte Schulsenator Rabe.

Alle 200 Hamburger Grundschulen will die Schulbehörde bis zum Sommer 2021 mit Trinkwasserspendern ausstatten. Dafür wurden rund eine Million Euro veranschlagt.

72 Grundschulen und Grundschulabteilungen in Stadtteilschulen haben bereits aus eigener Initiative einen oder mehrere Wasserspender, die mit einer Trinkwasserleitung verbunden sind. Mit den Neuanschaffungen setzen sich die Kooperationspartner nach eigenen Worten nun dafür ein, Kinder frühzeitig an Trinkwasser als gesunden Durstlöscher heranzuführen.

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