Newsblog für Norddeutschland

Corona-Fall auf Kiez-Party – alle Gäste müssen in Quarantäne

Die Hamburger Polizei hatte in der Nacht zum 18. Oktober die Einhaltung der neuen Sperrstunde überprüft – und dabei eine illegale Party auf der Reeperbahn gesprengt.

Die Hamburger Polizei hatte in der Nacht zum 18. Oktober die Einhaltung der neuen Sperrstunde überprüft – und dabei eine illegale Party auf der Reeperbahn gesprengt.

Foto: Daniel Bockwoldt / dpa

Der Tag im Überblick: Hunderte Neuinfektionen in Hamburg, Inzidenzwert steigt. Erster Corona-Fall in der Bürgerschaft.

Hamburg. Corona und kein Ende in Sicht: Seit Montag gelten in Hamburg neue Maßnahmen, die die Trendwende bei den zuletzt stark ansteigenden Zahlen bringen soll. Die Gesundheitsbehörde meldete zum Wochenanfang erneut Hunderte neue Infektionen, der Inzidenzwert steigt somit auf 97,5.

Lesen Sie hier die Corona-News für den Norden am Montag, 26. Oktober:

Corona in Hamburg, Deutschland und weltweit – die interaktive Karte

Lübeck sagt Nordische Filmtage und Weihnachtsmärkte ab

Die Stadt Lübeck hat am Montagabend die 62. Nordischen Filmtage als reale Veranstaltung in den Kinos und Spielstätten abgesagt. Das Festival, das als Schaufenster des skandinavische Films gilt, findet nun lediglich als Online-Veranstaltung statt. Grund dafür sind die durch die Corona-Pandemie gestiegenen Infektionszahlen. Das Festival läuft vom 4. bis zum 8. November. Auch die Weihnachtsmärkte sind in der Hansestadt abgesagt worden.

Die aktuellen Entwicklungen zur Covid-19-Pandemie im Norden lesen Sie in unserem täglichen Corona-Newsblog.

Landkreis Lüneburg sucht nach Corona-Erkrankung Kneipengäste

Der Landkreis Lüneburg hat am Montag 15 weitere bestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Acht Personen aus dem Landkreis sind wegen COVID-19 in stationärer Behandlung, eine davon muss beatmet werden. Die Inzidenz liegt demnach bei 19,0 – das ist die Zahl der neu gemeldeten Fälle in den vergangenen sieben Tagen, gerechnet auf 100.000 Einwohner.
Ein Teil der Neuinfektionen beträfen ein Senioren- und Pflegeheim in Lüneburg, teilte der Landkreis mit.

Erneut wendet sich der Landkreis Lüneburg mit einem Aufruf an die Öffentlichkeit. Grund dafür: Die Rückverfolgung eines positiven Corona-Falls hat ergeben, dass es in zwei Lokalen am Lüneburger Stint zu Ansteckungen gekommen sein kann. „Wir bitten Menschen, die in der Nacht vom 17. auf den 18. Oktober 2020 die Kneipe 'Ente' beziehungsweise den 'Irish Pub' besucht haben, ihren Gesundheitszustand genau zu beobachten. Wer sich krank fühlt, wendet sich für einen Abstrich an seinen Hausarzt und bleibt unbedingt zu Hause“, so Yvonne Hobro, Leiterin des Fachbereichs Soziales.

Der Landkreis hatte bereits in der vergangenen Woche in Zusammenhang mit einem Kneipenbesuch einen öffentlichen Aufruf gestartet.

Corona-Fall auf Kiez-Party – alle Gäste müssen in Quarantäne

Acht Tage nach einer illegalen Party an der Hamburger Reeperbahn ist die Corona-Infektion eines Gastes bekannt geworden. Nach der Richtlinie des Robert Koch-Instituts sei darum am Montag für alle Teilnehmer der Kellerparty im „Club 25“ eine Quarantäne angeordnet worden, teilte das Bezirksamt Mitte mit. Gäste, deren Kontaktdaten nicht bekannt seien, sollten sich umgehend bei dem für sie zuständigen Gesundheitsamt melden und sich ebenfalls sofort in Quarantäne begeben.

In der Nacht zum 18. Oktober war die Polizei auf die Party mit rund 90 Menschen gestoßen, die trotz Sperrstunde im Kellerbereich des Clubs feierten. Die Beamten stellten nach Angaben eines Polizeisprechers wegen der Ordnungswidrigkeiten sämtliche Personalien fest. Die Feiernden müssten mit Bußgeldern rechnen, hieß es. Wie eine Sprecherin des Bezirksamts am Montag sagte, war eine unbekannte Anzahl von Gästen bereits vorher gegangen und wurde nicht von der Polizei erfasst.

Erster Corona-Fall in der Hamburgischen Bürgerschaft

In der Hamburgischen Bürgerschaft gibt es den ersten Corona-Fall: Der CDU-Abgeordnete David Erkalp hat sich nach Informationen des Abendblatts mit dem Virus infiziert. CDU-Fraktionschef Dennis Thering sowie Innenexperte und Parlamentarischer Geschäftsführer Dennis Gladiator sind in freiwilliger Quarantäne. Die drei CDU-Politiker hatten sich in der vergangenen Woche getroffen, und es ist nicht klar, ob sich Erkalp zu dem Zeitpunkt schon angesteckt hatte. „Wir haben in der Bürgerschaftsfraktion Kontakte auf ein Minimum reduziert und fast alle Termine digital durchgeführt“, sagte Thering dem Abendblatt. „Dennoch ist es zu einem Risikokontakt gekommen. Auch wenn wir uns dabei an alle Regeln von Abstand und Maske gehalten haben und uns keine amtliche Anordnung erreicht hat, gehen wir auf Nummer sicher. Mein Parlamentarischer Geschäftsführer und ich haben uns daher in private Selbstisolation begeben“, sagte Thering. Das bedeutet, dass die beiden nicht an der Bürgerschaftssitzung am Mittwoch teilnehmen werden. Damit kann Thering als Oppositionschef auch nicht auf die Regierungserklärung des Ersten Bürgermeisters Peter Tschentscher (SPD) erwidern. Die CDU-Fraktion hat beschlossen, dass Vize-Fraktionschefin Anke Frieling diese wichtige Aufgabe übernimmt.

„Ich bedaure es sehr, dass ich als Oppositionsführer nicht auf die Regierungserklärung des Ersten Bürgermeisters antworten kann. Gerade in dieser wichtigen Phase, in der die Corona-Pandemie auch in Hamburg am Scheideweg steht, und vieles in unserer Stadt nicht mehr funktioniert“, sagte Thering. Es gehe jetzt darum, die zweite Corona-Welle zu stoppen. „Die Lage ist ernst. Die Einschläge kommen näher. Es ist etwas anderes, ob man nur über Corona redet oder direkt von den Auswirkungen betroffen ist“, sagte der CDU-Politiker.

Wegen Corona: Kreißsaal im Krankenhaus Emden geschlossen

Weil sich eine Mitarbeiterin mit dem neuartigen Coronavirus infiziert hat, ist der Kreißsaal im Krankenhaus Emden in Ostfriesland geschlossen worden. Viele Kolleginnen und Kollegen wurden daraufhin bis zum Vorliegen ihrer Testergebnisse unter Quarantäne gestellt, wie das Klinikum Emden am Wochenende mitteilte. Für Schwangere stehe der Kreißsaal in der Ubbo-Emmius-Klinik in Aurich zur Verfügung.

Der positive Test war am Sonnabend bekanntgeworden, noch am selben Abend wurde der Kreißsaal dichtgemacht. Seit Sonntag gilt an allen drei Standorten des Klinikverbundes in Aurich, Emden und Norden zudem ein Besucherstopp. Über weitere Maßnahmen sollte am Montag informiert werden.

Insgesamt wurden den Angaben vom Wochenende zufolge vier Mitarbeiter des Klinikverbundes positiv auf Covid-19 getestet. Zwei Stationen in Aurich wurden unter Quarantäne gestellt; einige Testergebnisse stünden noch aus. In den Kliniken wurden laut der Trägergesellschaft zehn Patienten mit Corona-Infektionen behandelt. Von ihnen lagen zwei auf der Intensivstation.

Kreis Stormarn mit Corona-Inzidenzwert 53,6 – schärfere Maßnahmen

Der Kreis Stormarn hat den Grenzwert für das Ergreifen härterer Corona-Maßnahmen überschritten. Der sogenannte Sieben-Tage-Inzidenzwert sei auf 53,6 gestiegen und liege damit über der entscheidenden Schwelle von 50, teilte ein Kreissprecher am Montag in Bad Oldesloe mit. Der Wert gibt die Zahl der Corona-Neuinfektionen berechnet auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen an. Mit der Umsetzung der Maßnahmen, über die noch infomiert werde, sei innerhalb der nächsten 24 Stunden zu rechnen, hieß es.

Weihnachtsmarkt in Eimsbüttel wegen Corona abgesagt

Es war angesichts der hohen Corona-Zahlen nur eine Frage der Zeit: Der erste Weihnachtsmarkt in Hamburg hat für 2020 offiziell abgesagt. Es handelt sich dabei um den Markt an der Apostelkirche in Eimsbüttel. "Wir wollen unter den aktuellen Voraussetzungen die gesundheitlichen Risiken für unsere Mitarbeiter und Besucher nicht eingehen und hoffen auf Euer Verständnis", heißt es auf der Internetseite.

Die Betreiber hoffen darauf, dass das Jahr 2021 ein besseres Jahr für alle werde und der Weihnachtsmarkt dann wieder wie gewohnt stattfinden könne. Darüber hinaus kündigen sie an, dass der Tannenbaumverkauf voraussichtlich trotzdem auch in diesem Jahr angeboten werde.

Hamburgs Gesundheitsämter überlastet: Mehr Soldaten sollen helfen

Steigende Corona-Zahlen bereiten den Hamburger Gesundheitsämtern viel Arbeit. Seit einiger Zeit werden sie daher von der Bundeswehr unterstützt. Von Dienstag an sollen an sieben Tagen pro Woche 134 Soldatinnen und Soldaten in allen sieben Gesundheitsämtern Amtshilfe leisten, wie die Bundeswehr am Montag mitteilte.

73 Neuinfektionen an Hamburger Schulen seit Freitag

Wie die Schulbehörde am Montag mitteilte, gibt es seit Freitag 73 Corona-Neuinfektionen an Hamburger Schulen. 59 Schüler und 14 Schulbeschäftigte sind demnach infiziert. "Es sind keine weiteren Quarantänemaßnahmen veranlasst worden", sagte Peter Albrecht, Sprecher der Schulbehörde. Es handele sich an den meisten Schulen um Einzelfälle.

Insgesamt seien laut Albrecht derzeit 203 Infektionen an 106 Schulen bekannt. Elf Klassen von rund 9500 in Hamburg sowie 80 Schulbeschäftige befänden sich in Quarantäne.

Wegen Corona: Künstler von Schmidt Theater spielen auf Kreuzfahrtschiff

Schiff statt Theater: Angesichts steigender Corona-Zahlen wechseln einige Künstler des Hamburger Schmidt Theaters auf Kreuzfahrtschiffe. „Sperrstunde, Alkoholverbot: All den schönen Dingen, die uns an Land erwarten, kann man auf einem Schiff wunderbar entkommen“, sagte Schmidt-Chef Corny Littmann. Passagiere, die an einer Kreuzfahrt teilnehmen, müssen einen negativen Corona-Test vorlegen. Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung berichtet.

Während der Ostsee-Tour ab Kiel etwa wollen die Künstler vom 5. November an vier Wochen lang auf dem Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 1“ auftreten. Dort dürfen sie vor 350 Zuschauern spielen, im Schmidts Tivoli, dem größten Schmidts-Theater, nur vor 250. „Sollte es die Entwicklung erlauben, könnten wir uns auch ein größeres Engagement vorstellen“, sagte Littmann, der auf dem Schiff Ende November auch seinen 68. Geburtstag feiern will.

Bundespolizei verhaftet Maskenmuffel im Bahnhof Uelzen

Im Bahnhof Uelzen ist ein 42-jähriger Mann verhaftet worden, weil er sich geweigert hatte, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Der Mann saß bereits in einer Erixx-Bahn, als die Bundespolizisten ihn überprüften. Nach eigener Aussage hätte er ein Attest, das ihn von der Maskenpflicht befreien würde, vorzeigen wollte er es jedoch nicht.

Die Überprüfung der Beamten ergab, das der Mann es versäumt hatte, bei seiner Hauptverhandlung beim bayrischen Amtsgericht Hof zu erscheinung. Ihm werden Drogendelikte vorgeworfen sowie das Fahren ohne Fahrerlaubnis.

Coronavirus: Mitarbeiter der Caritas Hamburg positiv getestet

Die Caritas Hamburg muss ihre Arbeit für Menschen in Not in den kommenden Wochen einschränken. In der Fachabteilung für Existenzsicherung, einem Hilfsangebot für kranke Obdachlose im ehemaligen Hafenkrankenhaus, wurden zwei Mitarbeitende positiv auf das Sars-CoV-2-Virus getestet.

„Den beiden Mitarbeitenden geht es den Umständen entsprechend gut“, sagte ein Caritas-Sprecher am Montag dem Abendblatt. In Absprache mit dem Gesundheitsamt leben sie in häuslicher Quarantäne. Dies betrifft ebenfalls ihre Kolleginnen und Kollegen aus dem direkten Arbeitsumfeld. „Nach ersten Schnelltests sind wir aber vorsichtig optimistisch“, sagte der Caritas-Sprecher. Dies gelte auch für die 20 Patientinnen und Patienten der Krankenstube, die ebenfalls getestet wurden.

Wer übernimmt das Zahn- und Krankenmobil?

Da nun andere Caritas-Mitarbeitende die Versorgung in der Krankenstube übernehmen müssen, steht die Abteilung Existenzsicherung der Caritas vor immensen personellen Herausforderungen. Das Zahnmobil, das Obdachlose bei Zahnproblemen versorgt, muss ebenso pausieren wie das Krankenmobil und die Straßenvisite. Die Einschränkung gilt zunächst bis zum 6. November. Auch die Krankenstube nimmt vorerst keine neuen Patientinnen und Patienten auf. Die Kleiderkammer, wo Obdachlose Garderobe erhalten, wird voraussichtlich erst im Dezember wieder öffnen können.

Umso wichtiger wird nach den Einschränkungen bei der Caritas nun die Arbeit anderer Institutionen. Dazu zählt das Arztmobil, ein auf medizinische Zwecke umgerüstetes Fahrzeug, das früher zum Schminken von Schauspielern genutzt wurde. Ärzte und Pflegekräfte fahren mit diesem Auto Standorte an, wo sich besonders viele Obdachlose aufhalten. Auch das CaFée mit Herz (im Hafenkrankenhaus) und die Alimaus (Tagesstätte für Obdachlose und bedürftige Menschen am Nobistor) betreuen seit Jahren Menschen, die auf der Straße leben.

Corona-Infektionszahlen in Niedersachsen nehmen weiter zu

Die Zahl der Corona-Infektionen in Niedersachsen ist am Montag erneut um 495 laborbestätigte Fälle gestiegen. Landesweit waren dies im Durchschnitt 57,3 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen, wie aus den Daten des Landesgesundheitsamtes in Hannover hervorgeht. Die Gesamtzahl der Infektionen lag bei 30.954 Fällen – niedersachsenweit starben 732 Menschen mit Corona.

17 Kommunen überschritten demnach am Montag die kritische 50er-Marke, vorne lagen der Landkreis Cloppenburg (221,5), die Stadt Delmenhorst (217,9) sowie der Landkreis Vechta (189,8). Neu dabei waren der Landkreis Peine (55,6), die Stadt Salzgitter (58,5) sowie der Landkreis Lüchow-Dannenberg (55,4). Am niedrigsten war die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Holzminden (4,3).

Kreative Alltagsmasken – für jeden Typ ist ein Modell dabei:

Corona-Fall in Seniorenwohnanlage in Lokstedt

In der Seniorenwohnanlage in Lokstedt gibt es einen Corona-Fall: Eine Mitarbeiterin der Verwaltung wurde am Wochenende positiv auf Covid-19 getestet. Zuletzt war die Betroffene am Donnerstag in der Einrichtung gewesen, zu dem Zeitpunkt hatte sie keine Symptome. Kontakt zu den Bewohnern und dem Pflegepersonal hatte sie nicht. Sie befindet sich nun in Quarantäne.

Auf Anordnung des Gesundheitsamts Hamburg wurde ein Besuchsverbot für den Pflegewohnbereich angeordnet, das bis auf weiteres gilt.

Coronavirus: Das müssen Sie über Fachbegriffe wissen

  • Coronavirus: Eine Klasse von Viren, zu denen der neuartige Erreger gehört
  • Sars-CoV-2: Die genaue Bezeichnung des Virus, das sich von China aus verbreitet
  • Covid-19: Die Erkrankung, die das Virus auslöst

Coronavirus: Wieder Hunderte Neuinfektionen in Hamburg

In Hamburg wurden am Montag 339 Neuinfektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen – der zweithöchste Wert seit Beginn der Pandemie und mehr als dreimal so viel wie am vergangenen Montag (93). Da dieser relativ niedrige Wert aus der Sieben-Tage-Betrachtung durch den sehr hohen aktuellen ersetzt wird, steigt die Inzidenz massiv an: von 84,5 auf 97,5. Der Wert gibt an, wie viele Menschen sich pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen infiziert haben. Liegt er über 50, muss über weitere Beschränkungen beraten werden.

Da Hamburg diese Grenze schon seit einigen Tagen überschritten hat, hat der Senat bereits vergangene Woche weitere Beschränkungen beschlossen. So gilt seit diesem Montag, dass sich nur noch maximal zehn Personen aus zwei Haushalten treffen dürfen. Die Wirkung dieser Maßnahmen soll nun zunächst abgewartet werden, der Anstieg auf 97,5 löst keine weiteren Maßnahmen aus – vorerst jedenfalls.

Unverändert geblieben ist die Zahl der Corona-Patienten: Wie am Vortag werden 105 Menschen mit Covid-19 derzeit in Hamburger Krankenhäusern behandelt. 30 von ihnen liegen auf Intensivstationen, 21 Patienten kommen aus Hamburg. Die Zahl der laut Hamburger Rechtsmedizin an Corona gestorbenen Menschen liegt ebenfalls unverändert bei 241.

Lesen Sie auch: Diese Corona-Regeln gelten ab heute in Hamburg

Große Corona-Kontrolle im Heidekreis

Polizei und Zoll führen am Montagmorgen im Heidekreis (Niedersachsen) eine großangelegte Kontrolle durch, bei der es auch um die Hygienevorschriften in der Corona-Pandemie geht. Wie ein Sprecher der Polizei in Bad Fallingbostel dem Abendblatt sagte, dauere die Aktion noch an.

Offenbar war aufgefallen, dass an verschiedenen Wohnadressen so viele Menschen gemeldet waren, dass Abstandsregeln nicht eingehalten werden können. Aus einsatztaktischen Gründen hält sich die Polizei während der mehrstündigen Kontrolle noch bedeckt. Die genauen Hintergründe sollen im Laufe des veröffentlicht werden.

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Tschentscher: Lockdown hängt von Corona-Zahlen der nächsten Wochen ab

Für Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) ist ein erneuter Lockdown zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus abhängig von der Entwicklung der Fallzahlen. „Das hängt jetzt ab von den Zahlen in den nächsten Wochen“, sagte Tschentscher am Montag im ARD-„Morgenmagzin“. Es habe leider in den vergangenen Wochen eine „sehr starke Dynamik“ gegeben „und das muss schon zum Stillstand kommen“.

Die nun ergriffenen Maßnahmen wie die Sperrstunde in der Gastronomie seien gut, so Tschentscher. Nun müssten sich im öffentlichen und privaten Raum alle an die beschlossenen Corona-Regeln halten. „Denn dann kommen wir durch. Wir müssen in eine stabile, in eine Plateauphase kommen mit der Infektion.“

Allerdings gebe es leider ein paar Menschen, die noch nicht verstanden hätten, dass es wirklich auf das Verhalten aller ankomme, sagte Tschentscher zudem im „Bild“-Polit-Talk „Die richtigen Fragen“. „Bestimmte Menschen - das sind ja eigentlich gar nicht so viele - denen ist es egal, woher die Regeln kommen. Sie lehnen sie ab.“

Lesen Sie hier: Diese Corona-Regeln gelten ab heute in Hamburg

115 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein gemeldet

In Schleswig-Holstein sind am Sonntag 115 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Seit Beginn der Pandemie haben sich somit 6777 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie die Landesregierung am Abend im Internet veröffentlichte. Am Vortag waren 142 Neuinfektionen gemeldet worden, am Freitag 236.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um drei auf 167. Im Krankenhaus werden derzeit 51 Covid-19-Patienten behandelt. Diese Zahl blieb im Vergleich zum Vortag unverändert. Rund 5200 Menschen in Schleswig-Holstein gelten nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen. Die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt nach Angaben des RKI (Stand Sonntag 0 Uhr) bei 33,5.

Coronavirus: Verhaltensregeln und Empfehlungen der Gesundheitsbehörde

  • Reduzieren Sie Kontakte auf ein notwendiges Minimum, und halten Sie mindestens 1,50 Meter Abstand zu anderen Personen
  • Achten Sie auf eine korrekte Hust- und Niesetikette (ins Taschentuch oder in die Armbeuge)
  • Waschen Sie sich regelmäßig die Hände gründlich mit Wasser und Seife
  • Vermeiden Sie das Berühren von Augen, Nase und Mund
  • Wenn Sie persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde, sollten Sie sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen an Ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden

Regierung prüft „Vorquarantäne“ für Schüler vor Weihnachten

Die Landesregierung erwägt wegen der Corona-Krise nach einem Zeitungsbericht, Schulen bereits zwei Tage vor Beginn der Weihnachtsferien zu schließen. Stattdessen sollen die Schüler zu Hause lernen. Damit soll das Risiko verringert werden, dass Kinder ältere Verwandte an Weihnachten mit dem Coronavirus anstecken. „Wenn das als präventive Quarantäne ausreicht, werden wir das umsetzen“, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Montag). Zuvor hatte der Koalitionspartner CDU die sogenannte Vorquarantäne vorgeschlagen. Laut Tonne werde der Vorschlag bereits geprüft.

Die Weihnachtsferien beginnen in diesem Jahr am Mittwoch, dem 23. Dezember. CDU-Generalsekretär Kai Seefried zufolge könnte aber schon der Freitag in der Vorwoche der letzte offizielle Präsenztag in den Schulen sein. So gebe es sechs Tage Vorquarantäne vor Heiligabend. „Die beiden Tage sind aber nicht einfach frei“, sagte Seefried. Es seien Tage mit verpflichtenden Aufgaben, die Zuhause erledigt werden sollen. Für Familien, die eine Betreuung für ihre Kinder benötigen, müsse diese durch die Schulen in den Kohorten angeboten werden.

Lesen Sie hier den Corona-Newsblog vom Wochenende, 24. und 25. Oktober