Fußball

Rodrigo Zalazar rettet das Unentschieden für St. Pauli

St. Paulis Elfmetertorschütze Rodrigo Zalazar jubelt über das Tor zum Endstand von 2:2.

St. Paulis Elfmetertorschütze Rodrigo Zalazar jubelt über das Tor zum Endstand von 2:2.

Foto: dpa

Mit einem umstrittenen Elfmeter sorgt Zalazar für das 2:2 der Kiezkicker beim SV Darmstadt 98. Die Mannschaft von Trainer Timo Schultz belohnt sich für eine starke kämpferische Leistung.

Darmstadt. Drei Strafstöße, zwei Videobeweise und der Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit: Die Zweitliga-Fußballer des FC St. Pauli haben am Samstag beim 2:2 (0:1) im Auswärtsspiel beim SV Darmstadt 98 ein Wechselbad der Gefühle erlebt. Im leeren Stadion am Böllenfalltor erzielte Serdar Dursun (45./Foulelfmeter, 76.) beide Treffer für die Gastgeber. Rico Benatelli (80.) und Rodrigo Zalazar mit einem umstrittenen Elfmeter (90.+5) glichen für die Hamburger aus.

"Das zeigt die große Moral meiner Truppe. Wir haben nie aufgesteckt", sagte St.-Pauli-Coach Timo Schultz nach der Partie. Seine Mannschaft sei glücklich belohnt worden, analysierte der 43-Jährige, "aber wenn ich den ganzen Spielverlauf sehe, dann haben wir es uns verdient".

Schultz hatte die Startelf der Kiezkicker auf zwei Positionen verändert. Für Christopher Avevor (Knöchelverletzung) und Guido Burgstaller (Bauchoperation) waren Luca Zander und Marvin Knoll dabei. St. Pauli startete offensiv in die Partie, setzte die Gastgeber früh unter Druck. In der 14. Minute nahm Schiedsrichter Marco Fritz nach der Kontrolle der Videobilder einen von Matthias Bader an Maximilian Dittgen verursachten Foulelfmeter für die Hamburger zurück. Die beste Torgelegenheit vergab Finn Ole Becker, der in der 26. Minute nach einer Hereingabe von Dittgen aus kurzer Distanz an Lilien-Torwart Marcel Schuhen scheiterte.

Kurz vor der Pause brachte Becker im eigenen Strafraum den Darmstädter Tobias Kempe zu Fall. Den Elfmeter verwandelte Dursun nach einem eigentümlichen Hüpfer im Anlauf. Der Angreifer erhöhte für die nun klar besseren Gastgeber per Kopf. Marvin Mehlem (52.) und Tim Skarke (60.) hatten die besten Gelegenheiten zur Vorentscheidung. "Wir können uns nicht beschweren, wenn wir das dritte oder vierte Tor kriegen", sagte Schultz.

St. Pauli gab sich aber nicht auf. Nach dem Anschluss von Benatelli wollte Darmstadts Adrian Stanilewicz den Ball aus dem 16-Meter-Raum schlagen, traf dabei aber Lukas Daschner. Nach einem erneuten Videobeweis entschied Referee Fritz auf den dritten Strafstoß der Partie, den Zalazar eiskalt verwandelte. Damit blieben die Hanseaten auch im neunten Auswärtsspiel bei den Hessen sieglos, holten aber zumindest das dritte Unentschieden.