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A7-Deckel in Schnelsen: Wie sollen Park und Platz heißen?

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Die Zufahrt zum A7-Tunnel in Schnelsen – für den Park auf dem Deckel wird nun ein Name gesucht.

Die Zufahrt zum A7-Tunnel in Schnelsen – für den Park auf dem Deckel wird nun ein Name gesucht.

Foto: picture alliance/dpa

Hamburgerinnen und Hamburger sind aufgerufen, ihre Vorschläge einzusenden. Für die Namen gibt es Bedingungen.

Hamburg. Der überdeckelte Abschnitt der Autobahn 7 in Hamburg-Schnelsen bekommt eine große Grünfläche – so viel ist schon lange bekannt. Wie aber sollen Park und Platz heißen, die seit August dort entstehen, wo früher die A7 den Stadtteil zerschnitt? Das will der Regionalausschuss Lokstedt/Niendorf/Schnelsen von den Hamburgerinnen und Hamburgern wissen und bittet um Vorschläge.

Diese können bis zum 23. November per E-Mail an den Regionalbeauftragten des Bezirksamts Eimsbüttel, Michael Freitag, geschickt werden und sollten mit einer kurzen Begründung versehen sein.

A7-Deckel-Park: Das sind die Regeln für die Namensvorschläge

Damit es aber nicht allzu einfach wird, gibt es "ein paar grundsätzliche Kriterien", die in den "Bestimmungen über die Benennung von Verkehrsflächen" festgehalten sind. Hier alle Regeln im Überblick.

  1. Namen von Verkehrsflächen sollen möglichst kurz, einprägsam, wohlklingend und für den mündlichen und schriftlichen Gebrauch unmissverständlich sein.
  2. Benennungen sollen zur Pflege des Heimatgefühls und des staatsbürgerlichen Bewusstseins beitragen. Sie sollen der republikanischen Tradition Hamburgs entsprechen.
  3. Bei Benennungsvorschlägen sind daher zunächst Ereignisse und Persönlichkeiten der Orts- und Stadtgeschichte sowie überlieferte Geländebezeichnungen (Flurnamen) zu berücksichtigen. Stehen entsprechende Namen nicht zur Verfügung, sind Benennungen nach allgemein anerkannten Persönlichkeiten, nach Ländern, Orten, Pflanzen, Tieren oder anderen Motiven oder mit Bezügen auf die Umgebung der Verkehrsfläche vorzuschlagen.
  4. Benennungen nach lebenden Personen sind nicht zulässig. Benennungen nach Verstorbenen sollen frühestens zwei Jahre nach dem Tode vorgeschlagen werden.
  5. Der Vorname soll einem Familiennamen nur hinzugefügt werden, wenn dieser sonst nicht als Familienname erkennbar wird oder wenn es zur Unterscheidung von einer vorhandenen Benennung erforderlich ist. Titel, Berufsbezeichnungen und dergleichen sind dem Familien-namen nicht hinzuzufügen.
  6. Unzulässig sind Benennungen,
    • die mit einer vorhandenen Benennung leicht zu verwechseln sind; bei gleichem Bestimmungswort sollen als Grundwörter „Straße“ und „Weg“, „Stieg“ und „Twiete“, „Bach“ und „Bek“, „Kamp“ und „Koppel“ nicht nebeneinander verwendet werden,
    • die zum Verständnis nicht erforderliche Beiwörter, wie z.B. „Auf", „Bei“, „Zum“, enthalten,
    • in Fremdsprachen, wenn die Schreibweise zu falscher Aussprache führen kann.
  7. Umbenennungen sind nur zur Beseitigung von Unklarheiten (z.B. Verwechslungen, Änderungen des Wegeverlaufs) zulässig.
  8. Anzustreben sind
    • die Benennung neu entstehender durchgehender Wege mit nur einem Namen,
    • dem Gepräge der Verkehrsfläche angepasste Grundwörter,
    • die Bildung neuer oder die Fortführung vorhandener Motivgruppen; dasselbe Gruppen-motiv soll nicht in verschiedenen Gegenden verwendet werden.

E-Mails mit Namensvorschlägen bitte an: regionalbeauftragter@eimsbüttel.hamburg.de

( josi )

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