Verkehr in Hamburg

4725 Verstöße von Radfahrern in Hamburg geahndet

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Polizisten nehmen Radfahrer bei Kontrollen ins Visier.

Polizisten nehmen Radfahrer bei Kontrollen ins Visier.

Foto: Sina Schuldt / dpa

CDU kritisiert „Ramboradler“, die sich und andere gefährden, weil sie Regeln missachten.

Hamburg.  In Hamburg sind in diesem Jahr bereits deutlich mehr als 4700 Ordnungswidrigkeiten von Radfahrern geahndet worden. Das geht aus der Senatsantwort auf eine Kleine Anfrage des CDU-Abgeordneten Eckard Graage hervor. Demnach wurden allein bis Ende August 4725 Ordnungswidrigkeiten gezählt. Im gesamten vergangenen Jahr waren es 5556.

2019 sei die Zahl „relativ konstant gegenüber den Vorjahren“ gewesen, heißt es in der Antwort. Für das Jahr 2020 könne „aufgrund der Covid-19-Pandemie und der Einrichtung einer weiteren Fahrradstaffel unterjährig keine Prognose zur Entwicklung der Fallzahlen gegenüber den Vorjahren abgegeben werden.“

Zehn Großkontrollen durch die Polizei seit Januar

Die meisten Radfahrer bewegten sich ordnungsgemäß durch den Verkehr, sagte Graage der Deutschen Presse-Agentur. „Leider gibt es jedoch auch immer wieder ,Ramboradler‘, die sich und andere gefährden, weil sie sich nicht an die Verkehrsregeln halten.“

Insgesamt sei die Zahl der von Radfahrern begangenen Ordnungswidrigkeiten aber hoch. „Dabei ist die Dunkelziffer natürlich viel größer“, sagte er. „Hamburgs Straßen müssen sicherer werden, das gilt für alle Verkehrsteilnehmer. Daher braucht es auch weiter und verstärkt Schwerpunkteinsätze zur Kontrolle von Radfahrern in ganz Hamburg.“

Keine Großkontrollen während des Shutdowns

Insgesamt machte die Polizei den Angaben zufolge seit Beginn des Jahres zehn Großkontrollen oder Schwerpunkteinsätze zur Kontrolle von Radfahrern – zuletzt am 25. August mobile Kontrollen im mehreren Teilen des Stadtgebiets. Im Vorjahr gab es ebenso viele Kontrollen, hieß es. Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus fanden vom 18. März bis zum 10. Mai keine Großkontrollen oder Schwerpunkteinsätze statt, teilte der Senat mit.

Seit dem 11. Mai würden Großkon­trollen und Schwerpunkteinsätze unter Berücksichtigung der Eindämmungsverordnung wieder durchgeführt, unter anderem an der Hoheluftbrücke, der Esplanade/Neuer Jungfernstieg, am Mundsburger Damm/Papenhuder Straße, an der Bürgerweide und der Wandsbeker Marktstraße. Eine Großkontrolle gab es Ende Juni auch an den Landungsbrücken und der Hafenstraße, der Weidenallee, am Harburger Ring und der Harburger Rathausstraße sowie der Bergedorfer Straße.

( dpa/HA )

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