Hamburg

Fahrlässige Tötung? Lkw-Fahrer wegen Abbiegeunfall angeklagt

Etwa 100 Menschen gedachten des getöteten Radfahrers bei einer Mahnwache.

Etwa 100 Menschen gedachten des getöteten Radfahrers bei einer Mahnwache.

Foto: dpa

Er hatte beim Abbiegen einen Radfahrer übersehen. Dieser erlitt schwere Verletzungen und verstarb noch an der Unfallstelle.

Hamburg. Fahrlässige Tötung wird einem Lkw-Fahrer vorgeworfen, der im März 2019 an der Kreuzung Holstenkamp/Große Bahnstraße beim Abbiegen einen Radfahrer übersehen und überrollt hatte. Dieser erlitt dabei schwere Verletzungen und verstarb noch an der Unfallstelle. Am kommenden Mittwoch beginnt der Prozess.

Abbiegeunfall: Lkw-Fahrer wegen fahrlässiger Tötung angeklagt

Der Unfall ereignete sich am 19. März vergangenen Jahres gegen 12.27 Uhr. Der Fahrer des Lkw wollte bei Grün rechts abbiegen und erfasste dabei den 47-jährigen Radfahrer. Die Verletzungen am Kopf und Oberkörper waren zu schwer – Noch an der Unfallstelle wurde der Tod des Fahrradfahrers festgestellt. Der Lastwagenfahrer kam mit einem Schock ins Krankenhaus.

Im Nachgang hatten bei einer Mahnwache vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) etwa 100 Menschen des Unfallopfers gedacht. Dabei stellten die Teilnehmer ein "Ghost bike" (Geisterrad) auf und legten sich mit ihren eigenen Fahrrädern auf die Kreuzung.

Radfahrer bei Abbiegeunfall in Horn verletzt

Erst vergangene Woche war erneut ein Radfahrer bei einem Abbiegeunfall in Horn schwer verletzt worden. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei war der 47-jährige Radfahrer auf dem Horner Brückenweg unterwegs, als eine 55-jährige Dacia-Fahrerin von der Kolumbusstraße rechts abbiegen wollte. Dabei erfasste sie den Radfahrer, der stürzte und vom Fahrzeug überrollt wurde.

( lag )

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