Zeitersparnis

ADAC testet in Hamburg Pannenhilfe per E-Bike

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Foto: Hans Pieper ADAC Hansa e.V.

Mit Pedelec samt Anhänger will die Pannenhilfe des ADAC in Hamburg gestrandeten Autofahrern schneller helfen. Testphase gestartet.

Hamburg. Das Auto springt nicht an. Mitten im Berufsverkehr. Nichts geht mehr. Und der ADAC-Pannenhelfer, den man gerufen hat, lässt auf sich warten – er steht nämlich im Stau. Damit Szenarien wie dieses nicht mehr passieren, setzt der ADAC jetzt auf radelnde Pannenhelfer. Der Service wird derzeit in Hamburg mit zwei Pannehelfern auf Pedelecs mit Anhängern getestet. Mit dem Versuch möchte der Automobilclub prüfen, ob durch die Zweiräder eine Zeitersparnis bei täglichen Einsätzen möglich ist.

Das Pedelec ist mit einem speziell für die Pannenhilfe entwickelten Anhänger ausgestattet und kann bis zu 70 Kilogramm Werkzeug transportieren. Dadurch seien klassische Einsätze wie Starthilfen oder Fahrzeugöffnungen problemlos möglich, teilt der ADAC Hanse mit.

75 Prozent der Pannensituationen lassen sich so beheben

“Mit der Ausstattung können wir etwa 75 Prozent der Pannensituationen beheben, die sonst mit einem Gelben Engel im Auto erledigt werden. Da die “Klassiker” der Pannenhilfe im Anhänger sind, können wir so am Stau vorbeiradeln und im Idealfall schneller helfen”, so Pannenhelfer Marko Biehl. Eingeschränkt möglich seien hingegen Auto-Reparaturen im Bereich Achsen, Bremsen und Räder sowie ein Batterietausch: Hier sind die Materialien zu sperrig oder zu schwer für den Einsatz mit dem Pedelec.

“Unsere ersten Erfahrungen sind sehr positiv. Ich bin deutlich besser durch den Berufsverkehr gekommen und konnte schnell helfen. Und Spaß macht das Fahrradfahren natürlich auch”, sagt Marko Biehl nach seinen ersten Einsätzen. Die Testphase läuft vorerst bis Ende Oktober. Dann will der Autobmobilclub die Ergebnisse analysieren. Stellt sich heraus, dass die Räder die Pannenhilfe verbessern, wird über eine Ausweitung des Projektes nachgedacht. "Denn neben einem Zeitgewinn spielen beim Einsatz auch umweltpolitische Aspekte eine Rolle", heißt es von Seiten des ADAC. Gerade im innerstädtischen Bereich könnten Einsätze so langfristig nachhaltiger und umweltfreundlicher gestaltet werden.

( ced )

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