Hamburg/Pinneberg

Skrupellose Einbrecher kurz vor Abflug verhaftet

Die chilenische Bande, die für Einbrüche in Halstenbek, Hamburg, Ammersbek und an weiteren Orten verantwortlich sein soll und nach einer wilden Verfolgungsjagd durch Schleswig-Holstein entkam, wurde jetzt in Amsterdam am Flughafen gefasst.

Die chilenische Bande, die für Einbrüche in Halstenbek, Hamburg, Ammersbek und an weiteren Orten verantwortlich sein soll und nach einer wilden Verfolgungsjagd durch Schleswig-Holstein entkam, wurde jetzt in Amsterdam am Flughafen gefasst.

Foto: Imago/Blaulicht-News

Die chilenische Bande drang in Halstenbek, Hamburg und Ammersbek in Häuser ein und flüchtete filmreif – bis nach Amsterdam.

Pinneberg/Hamburg. Zwei von drei Einbrechern einer offenbar skrupellosen Bande sind am Mittwoch auf dem Fughafen Amsterdam-Schiphol festgenommen worden. Die Chilenen, denen in Norddeutschland mehrere Taten zugeordnet werden, wollten gerade in ihre Heimat fliegen. Wie die Polizei Bad Segeberg am Freitag mitteilte, hätten die Einbrüche in Halstenbek, Hamburg und Ammersbek stattgefunden. Vermutlich gibt es einige weitere Tatorte der mobilen Bande. Internationale Haftbefehle wurden vollstreckt. Der dritte Täter ist noch flüchtig.

Ausgangspunkt war ein Einbruch im Halstenbeker Ortsteil Krupunder am 8. September. Weil die dortige Videoüberwachung Alarm schlug, trafen Nachbarn auf die beiden bereits ins Haus eingedrungenen Täter. Die ergriffen per S-Bahn die Flucht. An der Elbgaustraße drangen sie in ein weiteres Einfamilienhaus ein.

Verfolgungsjagd nach Einbruch: Mit 140 durch verkehrsberuhigte Zone

Am 17. September versuchte das Duo, gemeinsam mit einem chilenischen Mittäter in ein Haus in Ammersbek (Kreis Stormarn) einzudringen. Als sie dort ebenfalls durch Nachbarn gestört wurden, rasten sie mit einem Mercedes davon und entkamen bei einer wilden Verfolgungsjagd der Polizei. Zwischenzeitlich fuhren sie in einem gemieteten Mercedes Cabrio mit Tempo 140 durch eine 30er-Zone.

Den Tätern konnten außerdem weitere Taten in München sowie in Nordbayern nachgewiesen werden. Bei der Aufklärung arbeiteten die örtlichen Polizisten mit dem Bundeskriminalamt, dem LKA Hamburg sowie niederländischen Behörden zusammen.